Auf Part­ner­su­che mit zwei Kin­dern im Gepäck

Dies­mal erzählt uns eine ganz liebe Kun­din, wie es ihr als Sin­gle-Mut­ter im Dating-Leben geht.

Wie ver­mut­lich bei den meis­ten Eltern gab es nach der Geburt mei­ner Kin­der erst­mal nur mich und sie, es war kein Platz für jemand ande­ren, wir drei bil­de­ten eine untrenn­bare Ein­heit. Nach­dem ich mir mit der Zeit wie­der ein paar Frei­räume geschaf­fen hatte und mich mehr wie ich selbst fühlte, merkte ich, dass mir kör­per­li­che und emo­tio­nale Nähe abging, auch wenn ich noch immer nicht wusste, wie jemand ande­rer in mei­nem Leben Platz fin­den konnte.

Ab dann folg­ten diverse Ver­su­che, Men­schen, Erfah­run­gen. One Night Stands waren der erste Ver­such den ich schnell wie­der auf­gab. Eine feste Bezie­hung ebenso, das war ein­fach zu viel, zu schnell und ich noch nicht bereit. So lan­dete ich in einer nicht-mono­ga­men, unde­fi­nier­ten Bezie­hung zu einem sehr lie­ben Men­schen, den meine Kin­der als lie­ben Freund kann­ten der manch­mal bei uns über­nach­tete, und das war auch genug. Als diese auf­grund äuße­rer Umstände zu Ende ging, ich jemand neuen ken­nen­lernte und mit ihm in einer ähn­li­chen Kon­stel­la­tion lan­dete merkte ich, dass mir das nicht mehr genug war. Für ihn kam eine feste Bezie­hung nicht in Frage, er meinte, es würde ja zwi­schen uns eigent­lich pas­sen, aber meine Lebens­si­tua­tion würde ihn einschüchtern.

Die­sen Satz hörte ich von da an regel­mä­ßig, jeder Ver­such, es mit jeman­dem ein­fach lang­sam und ent­spannt anzu­ge­hen endete in einer flüch­ti­gen Bekannt­schaft, die an der Stelle endete, an der die andere Per­son Angst bekam. Gleich­zei­tig hörte ich genau so oft das Bedau­ern, dass die Kin­der ja ent­zü­ckend wären, dass es schön wäre, dass ein­fach nur der Druck auf­grund der Situa­tion zu groß ist.

Nach einer wei­te­ren sol­chen Epi­sode beschloss ich, dass Zufalls­be­kannt­schaf­ten nicht mehr das rich­tige für mich sind, und wagte mich auf mein ers­tes Slow Dating Event, nicht ohne mei­nen bes­ten Freund als Ver­stär­kung und einer gehö­ri­gen Por­tion Herz­klop­fen. Auf diese span­nende, schöne, neue Erfah­rung beim Silent Dating folg­ten ein paar Dates mit einem inter­es­san­ten Men­schen mit dem es den­noch nicht gepasst hat, und ich besuchte wei­tere Events wann immer es gerade keine Dates oder Bezie­hungs­ver­su­che gab, ein­fach weil es jedes mal ein Erleb­nis war, weil es immer wie­der auf­re­gend war, neue Men­schen ein wenig ken­nen­zu­ler­nen mit denen man auf den ers­ten Blick keine Gemein­sam­kei­ten gese­hen hätte, und nicht zuletzt weil ich mich bei Helena immer so unheim­lich wohl­ge­fühlt habe 🙂

Zuletzt hat sich inmit­ten die­ser ver­rück­ten, her­aus­for­dern­den Zeit zum ers­ten Mal eine Bezie­hung zu einem Mann mit Kind erge­ben. Ich dachte immer, dass das für mich nicht in Frage käme, weil schon meine freie Zeit so limi­tiert ist, wie sollte das gehen, wenn beide Men­schen so gebun­den wären? Was soll ich sagen, es ging nicht nur, es passte per­fekt, das Ver­ständ­nis für kurze Nächte, Müdig­keit, aber auch die Zeit alleine beson­ders nut­zen zu wol­len war gegen­sei­tig ganz ein­fach da, diese Zeit war das Schönste was ich seit lan­gem erle­ben durfte, auch wenn sie schmerz­haft zu Ende ging.

Ich bin durch all diese Erfah­run­gen gewach­sen, ich habe mich ent­wi­ckelt, Dinge mit­neh­men kön­nen und bin dar­über sehr froh. Und jetzt stehe ich hier, mit mei­nen bei­den Kin­dern, weiß was ich will, was ich kann, aber auch was nicht mehr für mich und uns in Frage kommt, und bin jetzt wirk­lich bereit für das große, dau­er­hafte Glück – viel­leicht war­tet es ja beim nächs­ten Slow Dating Event auf mich 🙂