Helena

Helena

Über Helena

Die Themen rund um Liebe, Beziehung und alles zwischenmenschliche sind nicht nur eine berufliche Leidenschaft, sondern auch eine private. Daher stapelt sich schon das Bücherregal. Erfahre mehr über die Gründerin von Slow Dating Events Vienna auf unserer Über uns Seite.

Wie COVID unser Dating-Leben ver­än­dert hat

Wie COVID unser
Dating-Leben
ver­än­dert hat

Die Pan­de­mie beein­flusst jeden Aspekt unse­res Lebens und Dating ist hier­bei keine Aus­nahme. Man­che Paare haben näher zuein­an­der gefun­den, bei ande­ren wurde die Sin­gle-Quote erhöht wäh­rend sich Sin­gles Gedan­ken über Lock­down-Part­ne­rIn­nen-Mög­lich­kei­ten gemacht haben. Dating heute ist nicht mehr das­selbe wie es noch vor einem Jahr war – aber was hat sich durch COVID verändert?

Lang­sa­mes Kennenlernen

Der viel genutzte Neu­jah­res­vor­satz, ein­mal lang­sa­mer zu schal­ten, wurde mit COVID in bru­ta­ler Geschwin­dig­keit Rea­li­tät. Ein Fuß am Brems­pe­dal und der andere am inner­li­chen Gas, um schnell jeman­den für den nächs­ten Lock­down zu fin­den. Das Ergeb­nis: Dating, aber lang­sam. Schnelle Tref­fen sind lan­ger digi­ta­ler Kom­mu­ni­ka­tion gewi­chen. Jeder per­sön­li­che Kon­takt unter­liegt einer vor­he­ri­gen Risi­ko­ab­schät­zung. Um ein Risiko ein­zu­ge­hen, bedarf es der Aus­sicht eines ent­spre­chend hohen Gewin­nes. Daher braucht man Infor­ma­tio­nen. Im Dating­kon­text lässt sich die­ser „Gewinn“ umso bes­ser vor­her­sa­gen, je mehr man schon mit­ein­an­der geschrie­ben oder tele­fo­niert hat. Die­ses „Scree­ning“ hat durch COVID eine sol­che Bedeu­tung bekom­men, dass sich das erste Tref­fen wie ein rich­tig gro­ßer Schritt anfühlt.

Der Babye­le­phant

Die Pan­de­mie hat uns von den Men­schen weg­ge­drängt, im phy­si­schen Sinne. Dating ohne Aus­sicht auf kör­per­li­che Nähe sor­tiert schon mal die­je­ni­gen aus, denen es nur darum geht. Aller­dings sind die klei­nen, kaum merk­ba­ren Berüh­run­gen ein wich­ti­ger Teil der non­ver­ba­len Kom­mu­ni­ka­tion (und sor­gen für Span­nung beim Flir­ten). Die Nähe, die sonst über die gerin­ger wer­dende phy­si­sche Distanz her­ge­stellt wer­den kann, muss nun über die kom­mu­ni­ka­tive Ebene ihren Weg fin­den. Wie lässt sich diese Inti­mi­tät her­stel­len? Über tie­fer­ge­hende Gesprächs­the­men. Es gibt einige Fra­ge­kar­ten auf dem Markt, die dabei der ideale Hel­fer sind. Wir emp­feh­len: „{THE AND}“, „We’re not really stran­gers“ und „deeper con­nec­tion“. Einen Fra­gen­ka­ta­log von uns mit jeweils 10 ver­schie­de­nen tie­fer­ge­hen­den Fra­gen gibt es hier zum Down­load: Fra­gen­ka­ta­log A, Fra­gen­ka­ta­log B oder die 36 Fra­gen von Arthur Aron.

Neue Arten des Kennenlernens

Die Ein­schrän­kun­gen durch die Pan­de­mie zwin­gen uns dazu, krea­ti­ver zu wer­den. Was lässt sich online machen? Wie kann man Zeit mit­ein­an­der ver­brin­gen, ohne ein zu hohes Risiko ein­zu­ge­hen? Die meis­ten Leute sind wahr­schein­lich noch nie so oft spa­zie­ren gegan­gen bei einem Tref­fen wie je zuvor (eine wesent­lich gesün­dere Alter­na­tive zum Klas­si­ker „in einer Bar tref­fen“) oder haben ihr Date in einer Pyja­ma­hose getrof­fen (die gemüt­li­che Seite des online Ken­nen­ler­nens). Ideen für Online-Tref­fen fin­det ihr hier: 14 Ideen für ein vir­tu­el­les Date

Her­aus­for­de­rung zu Beginn

Frü­her war die Lokal­wahl noch die schwerste Abspra­che vor einem Date, heute sind es die The­men rund um Abstand, Maske, Test. Das sind durch­aus schwie­rige The­men, zu denen wohl mitt­ler­weile jede/r seine eige­nen Ansich­ten hat. Unab­hän­gig davon ob man von die­sel­ben oder unter­schied­li­che Ansich­ten ver­tritt, wenn man es schafft, sich auf einen gemein­sa­men Nen­ner zu eini­gen, kann man das durch­aus als posi­ti­ves Zei­chen sehen. Eine andere Her­aus­for­de­rung steckt in dem Tref­fen selbst: Wenn wir unser Date als mög­li­che Gefah­ren­quelle betrach­ten, dann hat das unbe­wusst auch Aus­wir­kun­gen dar­auf, wie wir ein­an­der wahr­neh­men. Wir sind weni­ger offen und redu­zie­ren unse­ren Augen­kon­takt. Bereits 2009 zeigte eine Stu­die, dass je schwä­cher wir uns vor Krank­hei­ten geschützt füh­len, umso weni­ger wir uns bei einem Date von unse­rem Gegen­über ange­zo­gen füh­len. Umge­kehrt wir­ken wir auch distan­ziert und unfreund­lich ande­ren gegen­über.[1]

Bezie­hungs­ge­sprä­che

Die Frage wen man sonst noch so trifft, hatte schnell mal einen Hauch von Eifer­sucht. Durch COVID ist sie schnell nor­mal gewor­den, um fest­zu­stel­len, ob man mit sei­nem per­sön­li­chen COVID-Kon­zept zusam­men­passt. Es herrscht mehr Druck, klä­rende Bezie­hungs­ge­sprä­che zu füh­ren. „Zu mir oder zu dir?“ wurde wäh­rend dem ers­ten Lock­down die Frage, wo man sich wäh­rend dem Lock­down ein­nis­tet. Bezie­hungs­the­men, die sonst erst lang­sam Schritt für Schritt geklärt wer­den, kön­nen durch COVID schwe­rer hin­aus­ge­zö­gert wer­den. Gleich­zei­tig bie­ten diese Gesprä­che auch die Chance, die Bezie­hung schnel­ler voranzubringen.

Auf sich selbst konzentrieren

Die Pan­de­mie hat uns dazu gebracht, uns mehr mit uns selbst zu beschäf­ti­gen. Was ver­mis­sen wir am meis­ten? Was brau­chen wir wirk­lich, wenn alle Ablen­kun­gen weg­fal­len? Diese Selbst­re­fle­xion kann die Rück­kehr ins Dating-Leben rei­cher und inter­es­san­ter gestal­ten, da uns mög­li­cher­weise bes­ser bewusst­wird, wonach wir suchen. In der Folge kön­nen wir dies auch kla­rer kom­mu­ni­zie­ren und schät­zen die ein­zel­nen Tref­fen mehr.

Die COVID-19-Pan­de­mie hat das Dating-Leben defi­ni­tiv ver­än­dert. Es bleibt abzu­war­ten, wie sich diese Ver­än­de­run­gen ent­wi­ckeln wer­den, wenn sich die glo­bale Gesund­heits­si­tua­tion ändert. Einige Dinge blei­ben ver­mut­lich, zB haben Online-Dates durch­aus ihre Vor­züge. Aber wir kön­nen es kaum mehr erwar­ten bis wir wie­der ohne Abstand daten können 😉

Quel­len

[1] Les­ley A. Dun­cana,*, Mark Schal­lera, Jus­tin H. Park, Per­cei­ved vul­nera­bi­lity to dise­ase: Deve­lo­p­ment and vali­da­tion of a 15-item self-report instru­ment, Uni­ver­sity of Bri­tish Colum­bia: 2009. https://www2.psych.ubc.ca/~schaller/DuncanSchallerPark2009.pdf

Warum Online-Dates bes­ser als ihr Ruf sind

Warum
Online-Dates
bes­ser als
ihr Ruf sind

2020 war defi­ni­tiv DAS Jahr für Online-Dates („what to do on a vir­tual date“ war einer der Such­an­fra­gen-Trends[1]).  Im ers­ten Moment fühlt es sich wie ein mage­rer Trost­preis an, aber Online-Dates haben durch­aus ihre Vor­züge gegen­über einem Tref­fen in einer Bar oder einem Café. Beleuch­ten wir ein paar posi­tive Sei­ten eines (ers­ten) Dates über einer Videokonferenz-Plattform:

Keine Ablen­kun­gen

Das Para­de­bei­spiel für Ablen­kung wäre das klas­si­sche Kino-Date, bei dem man nach dem Film vom ande­ren weiß an wel­chen Stel­len er/sie lacht oder weint, aber viel mehr dann wohl auch nicht. Aber auch dort wo man nicht beim Spre­chen böse ange­zischt wird, lau­ern viele reiz­volle Ablen­kun­gen: Bars oder Restau­rants bie­ten eine Fülle an auf­merk­sam­keits-haschen­den Din­gen. Eine wei­tere typi­sche Situa­tion: Die Musik ist so laut, dass die Hälfte der Kon­ver­sa­tion aus „Was hast du gesagt?“ besteht. Ein Video-Call zwingt uns zur Basis zurück­zu­schrau­ben und uns ein­zig und allein auf unser Gegen­über zu fokus­sie­ren. (Falls jemand meint, der Com­pu­ter selbst sei die größte Ablen­kung: Schal­tet alles andere aus. Man merkt es wirk­lich, wenn jemand was ande­res am Com­pu­ter macht.)

Inti­mer

Es erscheint para­dox, aber ein Online-Date kann sogar inti­mer sein. Man lädt jeman­den vir­tu­ell in das eigene Zuhause ein – das ist schon ein gro­ßer Schritt 😉 Man kann das Haus­tier vor­stel­len oder sogar eine Haus­tour geben (zumin­dest von den auf­ge­räum­ten Ecken). Dabei kön­nen die eige­nen Inter­es­sen viel leben­di­ger sicht­bar wer­den und viel­leicht ent­deckt man auch Gemeinsamkeiten.

Zeit und Geld sparen

Es klingt viel­leicht banal, aber Online-Dates sind ein­fach güns­tig. Gerade am Anfang kann es unan­ge­nehm sein über Finan­zi­el­les zu reden. Ein Date kann preis­lich sehr unter­schied­lich aus­fal­len, je nach­dem ob man sich im Beisl trifft oder bei einem Din­ner in the dark. Und einen krea­ti­ven oder enthusia­ti­schen Vor­schlag wegen Geld abzu­leh­nen, kann nicht so leicht sein. Außer­dem erspart man sich bei einem Video-Date das ver­le­gene „Wer zahlt was“-Gespräch. Neben Geld wird auch noch Zeit gespart aus offen­sicht­li­chen Grün­den 😉 Durch COVID wer­den Video-Dates viel­fach als Scree­ning genutzt, um fest­zu­stel­len, ob genug Che­mie für ein Off­line-Tref­fen da ist.

Sicher­heit

Bei mei­nen Dating-Erfah­run­gen habe ich mich zum Glück immer sicher gefühlt, aber lei­der ist das keine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Bei einem Online-Date braucht man kei­nen Backup-Plan, muss nie­man­den infor­mie­ren sobald man sicher zu Hause ist oder braucht am Abend nicht auf sein Getränk zu achten.

Für viele mögen Online-Dates nicht die erste Wahl sein und zuge­ge­be­ner­ma­ßen waren wir selbst dabei auch keine Aus­nahme. Aber nach bald einem Jahr Online-Events sind sie mir an’s Herz gewachsen.

Valen­tins­tag

365 Valen­tins­tage:
5 Gründe, warum
es Roman­tik nicht
nur ein­mal im
Jahr geben sollte

Da ist er wie­der — der Valen­tins­tag! Der krank­haft süße Tag der Lie­bes­her­zen und Ted­dys, Pra­li­nen und Rosen, rosa­ro­tem Geschenk­pa­pier und hand­ge­schrie­be­nen Kar­ten. Aber warum sollte man Roman­tik auf nur einen Tag im Jahr beschränken?

1) Was wir erwar­ten, soll­ten wir auch sel­ber geben. Wenn man erwar­tet, regel­mä­ßig mit einem beson­de­ren Abend und eini­gen Geschen­ken ver­wöhnt zu wer­den, obwohl man selbst nicht die Absicht hat, das­selbe zu tun, dann sollte man dar­über noch­mal nach­den­ken. Nach und nach wird ein sol­ches Ungleich­ge­wicht bald zu Unmut auf bei­den Sei­ten füh­ren. Sprecht die Dinge durch, um Ent­täu­schun­gen das ganze Jahr über zu vermeiden.

.

2) Roman­tik ist ein­fa­cher, als man viel­leicht denkt.  Die Kre­dit­karte muss nicht bis zum Anschlag aus­ge­reizt wer­den, um das ganze Jahr über etwas Roman­tik zu tei­len. Eine hand­ge­schrie­bene Notiz, die in der Lunch­box oder im Buch ver­steckt ist, ist eine kos­ten­lose Form der alt­mo­di­schen Roman­tik, die den Unter­schied für die Stim­mung in der Bezie­hung aus­ma­chen kann.

3) Warum der Masse fol­gen?  Wir sind keine Lem­minge! Es ist das 21. Jahr­hun­dert und ihr habt das Recht, das Leben so zu gestal­ten, wie ihr das wirk­lich wollt. Macht euch keine Gedan­ken dar­über, was alle ande­ren tun. Kon­zen­triert euch auf das, was sich für euch und eure*n Partner*in rich­tig anfühlt.

4) Bezie­hun­gen brau­chen das ganze Jahr über Liebe. Eine Valen­tins­karte und ein paar schi­cke rote Des­sous rei­chen nicht aus, um das ganze Jahr über eine gesunde, glück­li­che Bezie­hung zu füh­ren. Man muss sich schon etwas mehr als nur ein­mal im Jahr anstren­gen, um eine Bezie­hung zu füh­ren, nach der man wohl sucht.

4) Bezie­hun­gen brau­chen das ganze Jahr über Liebe. Eine Valen­tins­karte und ein paar schi­cke rote Des­sous rei­chen nicht aus, um das ganze Jahr über eine gesunde, glück­li­che Bezie­hung zu füh­ren. Man muss sich schon etwas mehr als nur ein­mal im Jahr anstren­gen, um eine Bezie­hung zu füh­ren, nach der man wohl sucht.

5) Freund­schaft ist ein Ele­ment von Roman­tik. Aus­ge­fal­lene Geschenke und schi­cke Abend­essen sind schön genug, aber es gibt nichts Roman­ti­sche­res als zu wis­sen, dass jemand das ganze Jahr über hin­ter einem steht. Betrach­tet eure*n Partner*in als eure*n beste*n Freund*in und es wird dann viel ein­fa­cher sein, jeden Tag mit die­sem beson­de­ren Valen­tins­tag-Fun­keln zu erleben.

Das Wich­tigste: Folgt immer dem, was sich für euch (nicht für die Umge­bung) rich­tig anfühlt, wenn es um Liebe und Roman­tik geht. Lasst euch nicht von den gan­zen kom­mer­zi­el­len Bil­dern ver­un­si­chern, auch wenn sie uns stän­dig in den sozia­len Netz­ten zum Ver­glei­chen ein­la­den. Hört auf eure Intui­tion und sprecht offen mit eurem/eurer Partner*in dar­über, was für euch beide am bes­ten funktioniert.

Wenn euer idea­les Valen­tins­tags­er­leb­nis in Folie ver­packte Pra­li­nen und einen Bund roter Stiel­ro­sen beinhal­tet, dann passt das gut. Wenn nicht, dann pro­biert ein­fach ein paar neue, alter­na­tive Ideen aus. Führt ein Leben, das ihr liebt — Valen­tins­tag oder nicht!

14 Ideen für ein vir­tu­el­les Date

14 Ideen
für ein
virtuelles
Date

2020 war das Jahr, in dem das Leben online wurde. Gefühlt wird mitt­ler­weile schon alles online ange­bo­ten, vom Pila­tes-Work­shop bis zur Stadt­füh­rung. Der Krea­ti­vi­tät sind nur manch­mal tech­nisch Gren­zen gesetzt. Das gilt natür­lich auch für die Dating-Welt. Hier ein paar Ideen für euch für euer nächs­tes Online-Date:

Fra­ge­stunde

Natür­lich begin­nen wir mit dem Klas­si­ker: Ein gutes Set an Fra­gen. Es gibt eine schier unend­li­che Aus­wahl an Fra­ge­kar­ten. Schaut mal rein in die Liste, die als „36 Fra­gen zum Ver­lie­ben“ von Arthur Aron bekannt gewor­den ist, hier haben wir ein pdf zum Down­load erstellt: 36 Fra­gen. Und hier habt ihr einen Fra­gen­ka­ta­log von jeweils 10 ver­schie­de­nen tie­fer­ge­hen­den Fra­gen: Fra­gen­ka­ta­log A, Fra­gen­ka­ta­log B. Wenn ihr es gerne hap­tisch mögt, dann kön­nen wir euch die Sets von „{THE AND}“, „We’re not really stran­gers“ und „deeper con­nec­tion“ emp­feh­len.

Gemein­sam­kei­ten

Im Rah­men unse­rer Home talks letz­tes Jahr haben wir auch ein Set an „Speed­auf­ga­ben“ erstellt, bei denen man inner­halb von zwei Minu­ten eine bestimmte Gemein­sam­keit fin­den muss. Das Set fin­det ihr hier zum Down­loa­den: Speed­auf­ga­ben.

Per­sön­lich­keit entdecken

Einen Schritt wei­ter geht die­ser Pro­gramm­punkt. Viele Per­sön­lich­keits­tests kur­sie­ren im Inter­net herum, man­che davon sind eher auf der seriö­sen Seite und dann gibt es sol­che, die zB „What’s your spi­rit ani­mal?“ hei­ßen. Für so jeman­den wie mich ist es mega span­nend, sol­che Tests wie „What’s your Love Lan­guage“, einen Test über die Atta­che­ment Styles oder Helen Fisher’s Per­sön­lich­keits­test zu machen und dann gemein­sam über die Resul­tate zu reden. Was passt gut zu einem, wo liegt das Test­ergeb­nis viel­leicht dane­ben, was war über­ra­schend? Man muss nur vor­sich­tig sein, die Resul­tate nicht zu über­in­ter­pre­tie­ren. Nur weil ein Test viel­leicht aus­sagt, dass man nicht super kom­pa­ti­bel mit­ein­an­der ist, muss das nicht auch zutref­fen. Wenn man das Gefühl hat, davon nega­tiv beein­flusst zu wer­den, dann sollte man die­sen Pro­gramm­punkt viel­leicht auf spä­tere Dates verschieben.

Lis­ten checken

Für alle Freun­dIn­nen von Lis­ten: Die­ser Punkt ist für euch. Über­legt euch ein paar The­men, die euch inter­es­sie­ren und erstellt dann eure jewei­li­gen „Top 5“ (oder sogar „Top 10“) – zum Bei­spiel „Top 5 Filme, die ich mir immer wie­der anse­hen kann“, „Top 5 Dinge in mei­ner Küche“ (oder Schlaf­zim­mer), „Top 5 per­sön­li­che Urlaubs­er­in­ne­run­gen“, „Top 5 Per­so­nen, mit denen ich einen Abend ver­brin­gen möchte“, „Top 10 Lie­der, die mich beschrei­ben“ (kann auch zu einer län­ge­ren Spo­tify-Liste erwei­tert werden).

The game is on

Spie­len ver­bin­det. Es gibt Spiele, die von vorn­her­ein für die Online-Nut­zung kon­zi­piert wur­den und es gibt sol­che, die vom Brett in die Online-Welt gekom­men sind. Es gibt einige Anbie­ter, einer davon ist backy­ard, mit dem eines unse­rer Lieb­lings­spiele online spiel­bar wird: Code­na­mes! (dafür bedarf es aller­dings vier Per­so­nen). We love it! Aber auch einige andere sind ver­füg­bar, wie Figu­ren zeich­nen oder Schach. Spiele sor­gen für Leich­tig­keit und hel­fen, natür­li­cher zu inter­agie­ren. Beim Spie­len erkennt man auch schon viel von der Per­sön­lich­keit des anderen 😉

Film­abend

Strea­ming-Dienst­leis­ter haben sehr schnell Ange­bote ent­wi­ckelt, die einen gemein­sa­men Film­abend trotz phy­si­schen Abstands ermög­li­chen. Net­flix Party oder Meta­stream ermög­li­chen ein gemein­sa­mes Anschauen in Echtzeit.

Auf eine vir­tu­elle Reise gehen

Gemein­sam die Welt berei­sen. Google Maps Street View macht es mög­lich. Reist gemein­sam zu euren Lieb­lings­or­ten und erzählt, warum der Ort für euch eine Bedeu­tung hat. Dann könnt ihr auch dort hin­rei­sen, wo ihr schon immer mal hin­woll­tet. Viel­leicht fin­det ihr ja einen Ort, den ihr beide mal berei­sen möch­tet und ihr könnt schon über­le­gen, wel­che Akti­vi­tä­ten zu euch bei­den pas­sen könnten.

Museum, Gal­le­rie oder Zoo

Viele Orte bie­ten vir­tu­elle Tou­ren an. Fla­niert gemein­sam durch den Lou­vre, das Gug­gen­heim Museum oder spa­ziert ent­lang der Chi­ne­si­schen Mauer. Sogar ein Spa­zier­gang am Mars ist mög­lich. Mehr Ideen gibt es hier: 50 Free Vir­tual Tours of Uni­que and Famous Places

Gemein­sam kochen

Macht euch vorab aus, wel­ches Rezept ihr beide kocht (eher zu leicht als zu schwer) und habt ein vir­tu­el­les Date wäh­rend sepa­rat von­ein­an­der gekocht wird. Die Resul­tate las­sen sich zwar geschmack­lich nicht ver­glei­chen, aber es kann trotz­dem sehr inter­es­sant sein, wie ver­schie­den die Zugänge beim sel­ben Rezept sein kön­nen. Ein pas­sen­des Getränk und Ker­zen dazu und schon ist es ein Candle-light-Din­ner 🙂 Wer sich auch gleich mehr in das Kochen ver­tie­fen möchte, fin­det hier eine Reihe an (kos­ten­pflich­ti­gen) Online-Kur­sen: 7hauben. Aller­lei Alter­na­ti­ven fin­det ihr natür­lich auch auf YouTube 🙂

Gemein­sam krea­tiv werden

Ver­ein­bart ein gemein­sa­mes Pro­jekt – das kann ein Bas­tel­pro­jekt sein (oder um es bes­ser klin­gen zu las­sen: DIY), eine Geschichte, an der ihr abwech­selnd immer wie­der wei­ter­schreibt oder ein Gemälde malen (zum Bei­spiel bei einem Online-Kurs von Art­night)

Erleb­nisse aus der gan­zen Welt

Auch diverse Erleb­nisse sind umge­stellt wor­den zu Online Vari­an­ten – eine Platt­form mit einer gro­ßen Aus­wahl ist Airbnb Expe­ri­en­ces. Dort gibt es Koch- und Cock­tail­kurse, Zau­ber­shows, Medi­ta­tio­nen sowie Tanz­stun­den zu fin­den, aber auch unge­wöhn­li­chere Dinge wie „Triff und zeichne ein Lama“ oder „Bier­trin­ken mit den Briten“.

Online Escape Room

Zuge­ge­be­ner­ma­ßen ist uns online ein wenig die­ses „Befrei­ungs­ge­fühl“ abge­gan­gen, aber nicht­ses­to­trotz kann auch die Online Vari­ante der Escape Rooms eine nette Alter­na­tive sein. Wir haben die­ses Spiel zwar selbst noch nicht pro­biert, aber kürz­lich haben die Crime Run­ners eine Aus­zeich­nung für die beste Sto­ry­line erhal­ten für das digi­tale Aben­teuer „Back to the Con­gress­man“.

The­men­abend im vol­len Style

Wir befin­den uns im Fasching! Nach­dem wir heuer nicht wie üblich fei­ern kön­nen, kön­nen wir unsere Kos­tüme für unsere Online-Dates aus­pa­cken. Macht euch ein Thema aus und ver­klei­det euch pas­send dazu – wie zum Bei­spiel „Beach party“ und dazu könn­tet ihr zB bei einem Zoom-Call einen vir­tu­el­len Hin­ter­grund ein­stel­len, um euch direkt an den Strand zu beför­dern (zumin­dest bildlich).

Eine kleine Präsentation

Das Schöne am zu Hause sein ist, dass man keine Zuschauer fürch­ten muss und man bereits sehr Per­sön­li­ches zu Hause hat. Man könnte also einen Gegen­stand prä­sen­tie­ren, der einen sehr wich­tig ist oder auch das Haus­tier. Sehr Moti­vierte kön­nen sogar eine kurze Power-Point Prä­sen­ta­tion vor­be­rei­ten. Oder man geht den umge­kehr­ten Weg: Power Point Karaoke! Hier­bei erhält man zufäl­lig eine will­kür­li­che Power Point Prä­sen­ta­tion, zu der man impro­vi­siert. Bei­spiels­weise gibt es bei Kapopo Vorlagen.

Wir hof­fen, da war auch was für euch dabei 🙂 Natür­lich freuen wir uns, eure Erfah­run­gen zu hören!

„Wie schenke ich einen Gut­schein für ein Slow Dating Event?“

„Wie schenke ich einen Gut­schein für ein Slow Dating Event?“

„Es würde so gut zu ihm pas­sen, aber ich kann doch nicht mei­nem 60-jäh­ri­gen Onkel einen Dating Event Gut­schein schen­ken?“ Wir fra­gen uns: Warum nicht?

Schen­ken ist eine Inter­ak­ti­ons­form, die uns mit dem Beschenk­ten ver­bin­det. Gary Chap­man defi­nierte Schen­ken als eine der „5 love lan­guages“, durch die wir Zunei­gung zu ande­ren aus­drü­cken (in jeg­li­chen Bezie­hun­gen, nicht nur roman­ti­schen). Somit birgt ein ehr­li­ches, per­sön­li­ches Geschenk das Risiko, dass diese Zunei­gung nicht ent­spre­chend erwi­dert wird: Freut sich der Beschenkte also nicht so sehr über das Geschenk wie wir es erwar­tet hät­ten, so füh­len wir eine Ableh­nung – die sich dann ebenso per­sön­lich anfüh­len kann. „In der Gabe mischen sich Per­son und Sache, wer gibt, gibt einen Teil von sich, wer nimmt, macht eine ‚Frem­derfah­rung mit dem Ande­ren‘.“ (Mar­cel Mauss, 1923)

„Wäre ein Slow Dating Gut­schein als Geschenk nicht so wie Haar­wuchs­mit­tel? Ich weise auf einen Makel hin und drü­cke damit aus, dass die­ser kor­ri­giert wer­den muss?“ Das kommt ganz auf den/die Schenkende/n an: Aus wel­chen Grün­den wurde die­ses Geschenk aus­ge­wählt? Beim Haar­wuchs­mit­tel wahr­schein­lich, damit die Haare wie­der wach­sen. Und beim Slow Dating Gut­schein? Wenn ich als schen­kende Per­son den Sta­tus „Sin­gle“ als Makel, der kor­ri­giert wer­den muss, ansehe, dann könnte der Gut­schein eine ähn­li­che Ener­gie wie das Haar­wuchs­mit­tel ver­mit­teln. Aber liegt der Fokus auf einem beson­de­ren Erleb­nis, pas­send zum Beschenk­ten, dann bekommt das Geschenk eine ganz andere Ener­gie. Es geht nicht darum, einen Makel zu besei­ti­gen, es geht darum, etwas ganz Wun­der­ba­res zu erschaf­fen: Erin­ne­run­gen ver­knüpft mit Emo­tio­nen ent­ste­hen zu lassen.

Wie bei allen Geschen­ken kommt es dar­auf an, was zum Beschenk­ten passt. Jeman­den mit einer Affi­ni­tät für Wein oder jemand, der schon immer mal eine Kanu-Tour mit­ma­chen wollte, den Gut­schein zu schen­ken mit dem Hin­weis auf genau jene pas­sen­den Events, zeigt, dass man auf die per­sön­li­chen Vor­lie­ben des Beschenk­ten ein­ge­gan­gen ist. Und setzt den Fokus auch wie­der auf das Erleben.

Schen­ken ver­bin­det. Ist es dann nicht eine schöne Sym­bo­lik, etwas zu schen­ken, das Men­schen mit­ein­an­der verbindet?

Sprich mich an! Über unser Tagesseminar

Sprich mich an! Unser
Tagesseminar

Ein Tanz an der Grenze der Kom­fort­zone – eine der Teil­neh­me­rin­nen an unse­rem ers­ten Tages­se­mi­nar gibt Ein­bli­cke in einen auf­re­gen­den und ein­zig­ar­ti­gen Tag.

Sams­tag, 10:0 Uhr in der Früh. Noch ein biss­chen ver­schla­fen und müde, stol­pere ich zu der klei­nen Gruppe dazu, die im Burg­gar­ten am Boden in einem Kreis sitzt. Gemüt­lich auf Pick­nick­de­cken, mit Abstand, mit Sitz­pols­tern, mit von Till und Helena bereit geleg­ten Scho­ko­rie­geln (Danke! 😊). Wir, das sind neben Till und Helena, sechs neu­gie­rige, auf­ge­regte und noch etwas schüch­terne Seminarteilnehmer.

Doch schon inner­halb kür­zes­ter Zeit lockert sich die Stim­mung. Die Übung zum Ken­nen­ler­nen erreicht ganz unver­krampft und schnell eine unge­wohnte Tiefe. Inner­halb weni­ger Minu­ten fühle ich mich den bis­her unbe­kann­ten Mit-Teil­neh­mern ver­traut ver­bun­den und meine mor­gend­li­che Träg­heit ver­fliegt. Was unser Ziel für den heu­ti­gen Tag ist, fragt Till. Ich bin mir nicht ganz sicher, ich will mich ein­fach aus­pro­bie­ren, meine Gren­zen aus­tes­ten, mich selbst aus mei­ner Kom­fort­zone schub­sen. Dafür brau­che ich Input und dabei möchte ich beglei­tet wer­den, von Per­so­nen, die gerade das­selbe erle­ben und mit denen ich mich dann aus­tau­schen kann.

Der erste Input folgt auch sofort. In 2‑er Teams sol­len wir her­um­ge­hen und Geschich­ten sam­meln. Was sich leicht anhört, wird zur stra­te­gi­schen Auf­gabe: Wen spricht man an, wie spricht man an, wann spricht man an und was spricht man an?

Wir schei­tern und unter­stüt­zen uns, wir sind erfolg­reich und beju­beln uns – erst im Klei­nen, dann in der gro­ßen Runde.

Gleich anschlie­ßend die nächste Auf­gabe. Wie­der geht es los und wir zie­hen unsere Kreise. Wie­der ist man­ches ein­fa­cher als erwar­tet. Wie­der komme ich drauf, dass man man­che Dinge nicht zer­den­ken sollte, son­dern ein­fach tun muss!

Die anschlie­ßende Mit­tags­pause tut gut. Nach der gan­zen Auf­re­gung, dem Balan­cie­ren an den eige­nen Gren­zen, den Momen­ten des Frusts, dem neu Moti­vie­ren, den anschlie­ßen­den vie­len freu­di­gen Begeg­nun­gen mit Frem­den bin ich erschöpft, aber glücklich.

Der Nach­mit­tag: Kurze Schnapp­at­mung, als ich höre, wel­che Auf­ga­ben zur Wahl ste­hen. Zwar erschei­nen mir man­che extrem leicht, fast ein biss­chen lang­wei­lig, ein oder zwei ver­set­zen mich aller­dings nur schon bei der Vor­stel­lung in Höchst-Stress. Ich wähle daher eine mit­tel­schwere aus und lasse mich dafür blind in der Stadt her­um­füh­ren. Erstaun­li­cher­weise sind es dabei uner­war­tete Dinge, die mich for­dern: Wie das Gespräch mit der Frau am Lau­fen zu hal­ten, die mich eine gefühlte Ewig­keit durch die Stadt gelei­tet. Das Aus­ge­lie­fert­sein ist da die gerin­gere Herausforderung.

Anschlie­ßend ist noch etwas Zeit. Und da ich mich in mei­ner Klein­gruppe, wir sind zufäl­lig zu viert, sehr wohl fühle, traue ich mich auch noch an mei­nen „End­geg­ner“ – die Auf­gabe, die mich nur beim Hören schon in Angst und Schre­cken ver­setzt hat: Das Besich­ti­gen einer Suite eines Luxus­ho­tels. Und das in den aus­ge­latsch­ten, dre­cki­gen und kaput­ten Schu­hen die ich trage! Aber… es ist gar nicht schlimm! Obwohl ich auf­ge­regt und ner­vös bin, wer­den wir freund­lich her­um­ge­führt und ich frage mich, warum ich über­haupt so viel Respekt davor hatte…

Am Ende des Tages sind wir alle extrem auf­ge­kratzt. Man­che eupho­ri­siert, man­che ein biss­chen frus­triert, alle haben wir viel durch­ge­macht und viel erlebt. Durch den stän­di­gen Aus­tausch nach jeder Auf­gabe und den Grup­pen-Übun­gen dazwi­schen, sind wir zusam­men­ge­wach­sen und wol­len uns noch nicht tren­nen. So wenig, dass wir als Team noch auf ein Getränk gehen und damit die posi­tive, respekt­volle, ehr­li­che und offene Stim­mung des Tages noch ein biss­chen in den Abend ziehen…

© Bild Hea­der: Wien­Tou­ris­mus / Peter Rigaud

Die Zeit vor einem Video/Audio Date

Die Zeit

vor einem

Video/Audio

Date

„Wie bereite ich mich auf mein Online Date vor?“ Immer häu­fi­ger sind wir in Zei­ten von Corona die­ser Frage gegen­über­ge­stellt. Viele mögen sich in diese Erfah­rung rein­ge­drängt füh­len, aber ein Skype Date oder der­glei­chen hat auch durch­aus seine Vorzüge.

Oft sind es prak­ti­sche Gründe, die zu einem Video/Audio Date füh­ren: Man „tes­tet“ gleich mal wie sehr sich ein Tref­fen lohnt, oder man wohnt wei­ter ent­fernt, bzw. man fin­det keine Zeit für ein Tref­fen oder schließ­lich die Haupt­mo­ti­va­tion in die­sen Corona-Zei­ten: Man sollte die Woh­nung nicht ver­las­sen. Abseits von den prak­ti­schen Aspek­ten, kann es auch ein­fach total inter­es­sant sein, jeman­den so stück­chen­weise ken­nen­zu­ler­nen. Zuerst ein Audio Call: Nur die Stimme und das was gesagt wird, ohne Ablen­kung. Wenn man sich dann schließ­lich trifft, hat man vorab schon eine Ver­traut­heit erschaf­fen, die sonst nicht exis­tiert hätte. Aber wie berei­tet man sich nun auf ein Video/Audio Date vor? Hier haben wir ein paar Tipps für euch gesammelt:

Macht euch eine
genaue Uhr­zeit aus

Da man ja sowieso daheim ist, ist es ver­lo­ckend ein­fach nur „am Abend“ zu sagen. Aber wenn man keine genaue Uhr­zeit hat, kann das eine/n von bei­den (oder sogar beide) in eine unan­ge­nehme War­te­po­si­tion brin­gen und das Gefühl aus­lö­sen, man müsse all­zeit bereit sein, vor allem wenn man etwas ner­vös ist.

Nehmt euch Zeit

Ver­sucht euer Date nicht irgend­wie noch rein­zu­quet­schen. Ers­tens, seid ihr so ent­spann­ter und zwei­tens, wer weiß wie es läuft? Ein Tele­fon­date von mir hat ein­mal damit geen­det, dass wir acht Stun­den lang die Nacht durch­t­e­le­fo­niert haben. Da wir uns am sel­ben Tag erst ken­nen­ge­lernt hat­ten, kam das ziem­lich überraschend.

Seid tech­nisch
up to date

Du setzt dich hin, fühlst dich bereit für das Date und dann: Kein Akku mehr. Um sol­che Frus­tra­tio­nen zu ver­mei­den, achte dar­auf, dass alles auf­ge­la­den ist bzw. Lade­ka­bel in der Nähe sind. Mach dich außer­dem mit der Platt­form, die ihr nut­zen wer­det, ver­traut. Bei Zoom bei­spiels­weise muss vor­her das Pro­gramm instal­liert wer­den, das nor­ma­ler­weise eine Sache von zwei Klicks ist, aber falls es zu Pro­ble­men wie Berech­ti­gun­gen kommt, dann hast du noch genug Zeit, um diese zu lösen. Ein Klas­si­ker sind auch die Berech­ti­gun­gen von Mikro­fon und Web­cam: Wenn ihr gerade nicht fin­det, wo man die Berech­ti­gun­gen ertei­len kann, dann könnt ihr auch auf das Handy wech­seln, dort ist es nor­ma­ler­weise auto­ma­tisch. Wie gut ist eure Inter­net­ver­bin­dung? Es ist unglaub­lich ner­vig, wenn man nur jedes zweite Wort sei­nes Gegen­übers ver­steht. Um sicher zu gehen, könnt ihr den Abstand zu eurem Modem klein hal­ten oder ein Netz­werk­ka­bel bereit­hal­ten, um eine direkte Ver­bin­dung zwi­schem Modem und Lap­top herzustellen.

Sucht euch einen
guten Platz

Die nächs­ten Punkte sind zwar selbst­re­dend, aber manch­mal ver­gisst man gerade auf das Offen­sicht­lichste. Sucht euch einen ruhi­gen und beque­men Platz, an dem ihr nicht gestört wer­det und auch län­ger gemüt­lich sit­zen könnt. Ähn­li­ches gilt auch für euren Lap­top: Eine eben­mä­ßige Unter­lage, so dass die Lüf­tun­gen gut frei sind.

Sobald eine Kamera auf euch gerich­tet ist, wird Licht immer ein gro­ßes Thema. Stim­mungs­voll gedimm­tes Licht führt zu einem sehr dunk­len Bild. Im Gegen­satz dazu, kann eine direkt anstrah­lende Lampe zu über­be­lich­te­ten wei­ßen Fle­cken füh­ren. Ist das Licht direkt hin­ter euch posi­tio­niert, dann erkennt man euch schwer. Bes­ten­falls kann man euch halb­wegs gut erken­nen, aber es muss jetzt auch keine Hol­ly­wood-Belich­tung werden 😉

Fin­det einen
guten Bildausschnitt

Bei Video­calls sucht euch eine Posi­tion, in der ihr euch optisch wohl­fühlt (Dop­pel­kinn kann schnell mal ent­ste­hen). Ach­tet auch dar­auf, ob im Hin­ter­grund etwas sicht­bar ist, das ihr noch nicht preis­ge­ben wollt.

Falls ihr euer Gespräch inkl. Video mit eurem Handy führt, dann sucht euch einen guten Platz, um das Handy abzu­stel­len. Wenn ihr es wäh­rend der gesam­ten Zeit in der Hand hal­tet, dann bekommt ihr einer­seits einen Ten­nis­arm und ande­rer­seits ist das Resul­tat auf der gegen­über­lie­gen­den Seite wahr­schein­lich ein ziem­lich wacke­li­ges Bild.

Wählt bewusst
eure Kleidung

Nicht immer ist das meh­rere Tage getra­gene Homie-Out­fit auch gleich­zei­tig das Out­fit, mit dem wir uns prä­sen­tie­ren möch­ten. Umge­kehrt kann es auch sehr auf­ge­setzt wir­ken, wenn man so aus­sieht als würde man gerade in die Oper gehen. Wie immer gilt: Macht das, was sich für euch gut anfühlt. Bringt ihr euch in gute Stim­mung, wenn ihr viel Vor­be­rei­tungs­zeit im Bade­zim­mer ver­bringt? Go for it! Fin­det ihr es authen­tisch, wenn euer Gegen­über euch gleich im Schlab­be­r­out­fit ken­nen­lernt? Dann her damit.

Macht gute Laune

Lasst es euch vor dem Online Date noch gut gehen – was auch immer das für euch bedeu­tet. Noch­mal zum Lieb­lings­lied abtan­zen, ein ent­span­nen­des Bad neh­men, gemüt­lich essen (Hun­ger kann ganz schön ablen­kend sein 😀 Neben dem Hun­ger sollte man auch den Durst beden­ken (oder zumin­dest einen tro­cke­nen Hals): Stellt euch etwas zum Trin­ken bereit. Neben dem Glas Was­ser auch etwas für den Genuss 😉

Stay safe
and have fun

Der Sicher­heits­aspekt soll nicht uner­wähnt blei­ben: Gebt nicht zu schnell eure per­sön­li­chen Daten preis und behal­tet immer im Hin­ter­kopf, dass es sich viel­leicht mal so anfüh­len mag, als wür­det ihr ein­an­der gegen­über­sit­zen, aber es ist immer noch eine Video­über­tra­gung. Tech­nisch ist es zum Bei­spiel sehr ein­fach, Screen­shots zu machen. Daher teilt auch über Video immer nur das, bei dem ihr euch sicher seid. Ich möchte euch auf kei­nen Fall ein mul­mi­ges Gefühl berei­ten, aber ich finde es wich­tig, dass man sich die­ser Dinge bewusst ist, um spä­ter nichts zu bereuen. Bedenkt auch, dass ihr jeder­zeit das Gespräch been­den könnt, wenn ihr euch unwohl fühlt.

Als Abschluss­worte bleibt nur noch zu sagen: Habt Spaß! Ein Online-Date kann mehr als nur eine nette Alter­na­tive zum rea­len Tref­fen sein. Durch den Online-Fak­tor könnt ihr ganz neue Dinge aus­pro­bie­ren, die sonst schwe­rer mög­lich sind, oder bei denen ihr euch nicht wohl­füh­len wür­det (zB blind ken­nen­ler­nen). Lasst euch von unse­rem Blog­ar­ti­kel „Ideen für ein Online-Date“ inspi­rie­ren, was alles mög­lich ist. Wir wün­schen euch eine schöne Zeit 🙂

Dating trotz Corona?

Dating

trotz

Corona?

Nie­mals hät­ten wir gedacht, dass unser Name so sehr Rea­li­tät wer­den würde – in Zei­ten von Corona wird Slow Dating gerade ziem­lich all­täg­lich. Wenn der gan­zen Welt eine Pause auf­er­legt wurde, wird dann auch das Dating-Leben stillgelegt?

Das Dating-Leben erfährt defi­nitv eine Ver­än­de­rung – selbst auf-erlegte Regeln, wie „wenig chat­ten, schnell tref­fen“, müs­sen über-arbei­tet wer­den und viel­zi­tierte Regeln, wie „Kein Sex beim ers­ten Date“, sind nun keine Frage der per­sön­li­chen Ein­stel­lung mehr. Statt­des­sen ist „Social Distancing“ der Leit­spruch der Stunde. Das Befürf­nis nach sozia­lem Kon­takt lässt sich aber nicht so ein­fach ab-schal­ten. 86 % unse­rer Kun­dIn­nen möch­ten laut unse­rer Umfrage auch wäh­rend den Aus­gangs­be­schrän­kun­gen (oder gerade we-gen?) neue Leute ken­nen­ler­nen. Der ein­zig mach­bare Weg liegt auf der Hand: Face-to-Face wird zu Face­Time-to-Face­Time. Die Tech-nik macht es mög­lich. Dadurch wird die Unter­schei­dung viel kla­rer: „Phy­si­cal Distancing“ bedeu­tet nicht gleich „Social Distancing“.

Vir­tu­el­les
Slow Dating?

Das, was für viele und auch für uns als Not­lö­sung emp­fun­den wurde, könnte aber gleich­zei­tig viele Chan­cen ber­gen. Vor allem emo­tio­nale Nähe bekommt nun viele Gele­gen­hei­ten, sich lang­sam zu ent­wi­ckeln, da sehr viel Ablen­kung weg­fällt. In ein paar Tagen hät­ten unter ande­ren Umstän­den unsere „Blind Date in the Dark“-Events statt­ge­fun­den. Der Fokus liegt auf Ken­nen­ler­nen in abso-luter Dun­kel­heit bei einem per­sön­li­chen Gespräch, ohne ein Bild vom Gegen­über zu hat­ten. Also online gespro­chen: Ein­fach die Web­cam aus­schal­ten. Es kann wahn­sin­nig inten­siv sein, jeman-den „blind“ ken­nen­zu­ler­nen. Letzte Woche haben wir Men­schen zu 1:1 Online-Gesprä­chen mit Per­so­nen ein­ge­la­den, die sich vor-her in keins­ter Weise gese­hen haben. Dabei gab es kein Bild, nur die Stimme aus den Laut­spre­chern. Eines der Paare hat seit­dem diese Online-Gesprä­che jeden Tag wie­der­holt und erst beim fünf-ten Gespräch die Kame­ras ein­ge­schal­ten. Vier Gesprä­che lang war ihr Ken­nen­ler­nen extrem redu­ziert: Ein­fach ihre Stim­men und das, was sie mit­ein­an­der tei­len wollten.

Beide erzähl­ten uns von einer Nähe, die sie noch nie so schnell mit einer frem­den Per­son auf­ge­baut hät­ten. So lässt sich Nähe in der Ferne aufbauen.

Gestal­tung eines
vir­tu­el­len Dates

Auch vir­tu­ell las­sen sich die Dates ver­schie­den gestal­ten. Zum einen durch die Gesprächs­in­halte. Bei unse­ren 1:1 Gesprä­chen haben wir dabei ver­schie­dene Leit­fä­den ange­bo­ten: Ein Set von ver­schie­de­nen tie­fer­ge­hen­den Fra­gen oder Gesprächs­ausfga­ben. Auch die „36 Fra­gen zum Ver­lie­ben“ von Arthur Aron waren sehr beliebt. Wenn man sich inspi­rie­ren las­sen möchte, las­sen sich im Inter­net aller­lei inter­es­sante oder wit­zige Fra­gen fin­den. Die ande-re Seite einer krea­ti­ve­ren Gestal­tung von Online-Dates betrifft die Akti­vi­tä­ten. So kann z.B. vor der Kamera der glei­che Wein getrun­ken und das glei­che Gericht gekocht wer­den. Wenn man künst­le­risch ver­an­lagt ist, könnte man sich gegen­sei­tig zeich­nen – oder sich bei den Fit­ness­übun­gen gegen­sei­tig moti­vie­ren oder das Net­flix & Chill mit „Net­flix Party“ (ein Plug-In, das gemein­sa­mes Schauen ermög-lich) ersetzen.

Gemein­sa­mes vir­tu­el­les Kochen kann die Moti­va­tion für die Es-sens­zu­be­rei­tung steigern.

Ist das nicht
unromantisch?

Kommt ganz dar­auf an, wie man Roman­tik defi­niert. Für mich sind es vor allem diese klei­nen, erin­ne­rungs­wür­di­gen, auf­merk­sa­men Momente. Wenn ein Musi­ker vor sei­nem Lap­top an sei­ner Gitarre für mich zupft, dann klopft auch aus wei­ter Ent­fer­nung mein Herz (da bin ich aller­dings schon immer ganz kli­scheemä­ßig schwach ge-wor­den). Schmet­ter­linge im Bauch las­sen sich nicht von Aus­gangs-beschrän­kun­gen abschrecken.

Und mach­mal hat es auch einen Vor­teil, wenn es nur ums Bild geht: Bei mei­nen Koch­küns­ten ist es ein Glück, dass mein Online-Dating Part­ner mein Essen nur sehen kann, anstatt es zu schmecken.