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Über Storyteller

Hier schreiben ganz verschiedene Menschen ihre persönlichen Dating-Geschichten, die sie mit uns teilen.

Dating-Story: Gemein­sa­mes Herzpumpen

Gemein­sa­mes Herzpumpen

Eine ganz beson­dere Dating-Story für uns, denn: Sie kommt von einem Gast! Vor einem Jahr am Valen­tins­tag hat Jes­sica sich zu unse­rem “Fit­ness Dating” getraut. Wie das für sie so war, könnt ihr hier nachlesen:

Es begann, als mich eine Freun­din von der Uni fragte, ob ich sie zu einem soge­nann­ten Event namens „Fit­ness-Dating“ beglei­ten möchte. Sie ver­suchte mich damit zu über­zeu­gen, dass sie schon durch Bekannte viel Posi­ti­ves über die Orga­ni­sa­tion und das Kon­zept des Slow­da­tings gehört habe und sie es sich daher gerne ein­mal per­sön­lich anse­hen würde. Gelang­weilt, über­reizt und gene­rell unbe­frie­digt von all dem Tin­dern, ent­schied ich dazu, einem neuen, acht­sa­me­ren Ansatz eine Chance zu geben.

Was konnte ich denn schon ver­lie­ren? Im bes­ten Fall würde ich die Liebe mei­nes Lebens fin­den und ansons­ten würde ich bestimmt mit span­nen­den Ein­drü­cken, Erfah­run­gen und Selbst­er­kennt­nis­sen wie­der nach Hause gehen.

Bereit mich die­ser neuen, aben­teu­er­li­chen Her­aus­for­de­rung zu stel­len, erschien ich also am Abend in den Sport­räum­lich­kei­ten von Slow Dating Events Vienna.

Zu Beginn war ich sehr ner­vös, so wie ich es von mir selbst in die­ser Sache gar nicht kannte. Die neue Situa­tion und die Unge­wiss­heit, was mich gleich erwar­ten würde, lie­ßen mein Herz rasen. Und dann…

Bereits die Anmel­dung emp­fand ich als sehr per­sön­lich und herz­lich. Gleich wäh­rend ich mei­nen Namen in die Liste ein­trug, wurde ich durch Helena von Slow Dating Events Vienna mit die­sen ange­spro­chen und mit einem so tiefen­ent­spann­ten Lächeln begrüßt, dass mit einem Mal alle Ner­vo­si­tät von mir abfiel.

Nach einer kur­zen Ein­füh­rung folgte dann auch schon gleich die erste Ken­nen­lern­übung, die meine letz­ten Zwei­fel gänz­lich in Luft auf­löste. Sie erin­nerte an das Ankom­men in einem Impro­vi­sa­ti­ons­thea­ter-Work­shop. Oder an die Team­buil­ding Übun­gen, wie man sie vom Beginn eines Semi­nar­wo­chen­en­des kennt. Die­ser Start sorgte dafür, dass jede Sorge, es könnte selt­sam wer­den, mit ande­ren Frauen in einem Raum um ein­zelne Män­ner zu buh­len, sofort wie weg­ge­bla­sen war. Genau das Gegen­teil war der Fall: Es wurde eine ange­nehme und gemüt­li­che Atmo­sphäre geschaf­fen, bei der man jeder Per­son im Raum, egal ob Mann oder Frau, zutiefst wohl­wol­lend geson­nen war.

Und so fand ich mich in null Komma nichts in ver­schie­dens­ten Gesprä­chen mit ganz unter­schied­li­chen Män­nern wie­der. Zwar rück­ten die Sport­übun­gen damit einer­seits in den Hin­ter­grund, ande­rer­seits gab es dadurch die Mög­lich­keit, durch viele kleine Berüh­run­gen in Form von Stütz- und Dehn­hil­fen gleich einen gesun­den Grad an Kör­per­kon­takt herzustellen.

Dabei fiel mir einer der Typen immer wie­der beson­ders auf. Und, wie sich im Nach­hin­ein her­aus­stellte, ich ihm auch. Aber das war mir damals natür­lich noch nicht klar und ich war daher, als es zum Ende des Abends kam, ich meine Matching-Aus­wahl traf und meine Num­mer hin­ter­ließ, ent­spre­chend auf­ge­regt, ob ich jemals etwas von ihm hören würde…

Und wie geht es mir – oder bes­ser gesagt — UNS heute?

Ich kann manch­mal gar nicht fas­sen, wel­ches Glück ich hatte, einen so beson­de­ren Men­schen ken­nen zu ler­nen. Der seit­dem jeden Tag mein Leben berei­chert und auch in einem so schwe­ren Jahr — ent­ge­gen jeder Logik- es zu einem wun­der­schö­nen und berei­chern­den Jahr gemacht hat…

Danke Helena und Till für euren stän­di­gen uner­bitt­li­chen Ein­satz für die Liebe!
Eure Liebe zur Liebe inspi­riert täglich.

Dating-Story: Freie Fahrt

Freie Fahrt

Wir star­ten mit unse­rer Dating-Story Reihe! Dating-Geschich­ten, die Men­schen erlebt und uns zuge­schickt haben. Den Beginn macht Erik:

Ich habe mich bei unse­rem ers­ten Date in meine jet­zige Frau ver­liebt, was eigent­lich gar kein Date sein sollte. Wir haben uns in den ers­ten Mona­ten des Stu­di­ums ken­nen­ge­lernt und sind Teil der­sel­ben Gruppe von Freun­den gewor­den. Wir sind in der Gruppe und bei Ver­an­stal­tun­gen rum­ge­han­gen, aber nie­mals nur wir beide.

Sie hatte kein Auto, ich schon – und das stellte sich als gro­ßer Vor­teil her­aus. Wir hin­gen zwi­schen den Vor­le­sun­gen im Café ab und sie spürte eine Erkäl­tung aufkommen.

Sie brauchte Medi­zin, sofort!

Ich mit mei­nem Auto — und schon leicht ver­knallt in der Hoff­nung sie würde es erwi­dern — bot an, sie zum Ein­kaufs­zen­trum zu fah­ren, um die Medi­zin zu holen. Sie stimmte zu und es ging los.

Ich war noch nie so ner­vös beim Auto fah­ren gewe­sen. Mein Herz pochte in mei­ner Brust und meine Hände schwitz­ten am Lenk­rad, aber wir kamen gesund und mun­ter an und unter­hiel­ten uns wäh­rend dem Weg über unser Leben.

Wir haben die Medi­zin bekom­men, dann habe ich Pizza vor­ge­schla­gen. Als sich das Gespräch über ein paar Stü­cke bil­li­ger Pizza ver­tiefte, beschlos­sen wir beide, unsere nächste Vor­le­sung zu schwän­zen und statt­des­sen spa­zie­ren zu gehen. Die Herbst­luft und die wech­seln­den Blät­ter waren eine wun­der­schöne Kulisse, als wir durch die Stadt gin­gen, über unsere Hoff­nun­gen und Träume spra­chen und uns verliebten.

Zumin­dest ich ver­liebte mich, aber spä­ter fand ich her­aus, dass sie es auch tat. Puh.

Schließ­lich, als die Sonne unter den Ber­gen unter­ging und den Him­mel färbte, beschlos­sen wir, nach Hause zu fah­ren. Die Ner­vo­si­tät, die ich auf dem Weg zum Ein­kaufs­zen­trum ver­spürte, war durch ein Gefühl der Zufrie­den­heit ersetzt wor­den. Ihre zarte Hand ruhte auf meiner.

Als ich sie schließ­lich vor ihrem Wohn­heim absetzte, war diese Ner­vo­si­tät zurück­ge­kehrt. Ich wollte sie küs­sen, aber hatte Angst, den schö­nen Tag, den wir hat­ten, zu rui­nie­ren. Zum Glück traf sie die Wahl für mich und gab mir einen leich­ten Kuss auf meine Wange, bevor sie hineinrannte.

Ich konnte das Grin­sen für den Rest der Nacht nicht von mei­nem Gesicht bekom­men. Ehr­lich gesagt kann ich es immer noch nicht, wenn ich nur daran denke, wie unser gemein­sa­mes Leben bei die­sem ers­ten Date begann.

Foto­credit: Joy Kirr