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Dating Story: Wie mir beim ers­ten Date die Worte wegblieben

Wie mir beim ers­ten Date die Worte wegblieben

Diese Dating-Story erstreckt sich über zwei Events — daher auch über zwei Blog­ar­ti­kel 🙂 Lest hier im ers­ten Teil, wie Monja ihr ers­tes Event bei uns erlebt hat.

Es war wie­der ein­mal so weit. Erst in der Woche zuvor hatte ich mei­ner Arbeits­kol­le­gin Nadja eupho­risch von Julien und den vier groß­ar­ti­gen Dates mit ihm erzählt. Doch auf ein­mal blie­ben meine Whats­apps unbe­ant­wor­tet und ich musste mir ein­ge­ste­hen, dass ich wohl vor­erst doch nicht mit ihm bei Son­nen­un­ter­gang durch Mont­pel­lier fla­nie­ren würde. Ehr­lich gesagt weiß ich aber nicht, was schlim­mer ist: das Ghos­ting an sich oder die obli­ga­to­ri­sche Ver­kupp­lungs­ak­tio­nen von Nadja, die auf jede mei­ner geschei­ter­ten Roman­zen folgt. Tat­säch­lich fühle ich mich ihret­we­gen jedes Mal in eine Szene aus Harry und Sally ver­setzt. Nein, nicht die „Ich-will-genau-das-was-sie-hatte“-Szene, son­dern die, in der Car­rie Fisher ihre frisch getrennte Freun­din „trös­tet“, indem sie einen Kar­tei­kas­ten zückt, gefüllt mit poten­ti­el­len Mis­ter Rights. Nur hat Nadja keine Kar­tei­kar­ten.  Wir haben schließ­lich nicht mehr 1987 und es würde sich auch nicht loh­nen. Denn schnell kamen wir zur Erkennt­nis, dass der ein­zige Sin­gle-Mann, den sie kennt, um die 20 Jahre älter ist als wir sind. Sie ließ aber nicht locker. „Irgendwo in Wien muss man doch Män­ner ken­nen­ler­nen kön­nen. Was ist denn mit dei­nem Jiu-Jitsu-Ver­ein? Und über­haupt, was hast du eigent­lich gegen Dating-Apps?“.  Tat­säch­lich ist es mit Dating-Apps und mir sind so eine Sache. Ich bin näm­lich weder durch Bauch­mus­keln noch durch Glo­be­trot­ter-Geprahle zu beein­dru­cken (hat deine Greta immer Pause?). Zudem fällt es mir als Recht­schreib­pe­dan­tin ziem­lich schwer, Män­nern eine Chance zu geben, die sich als „empha­tisch“ bezeich­nen und die „Nicht Rau­che­rin­nen“ suchen.

Unser Gespräch ging jeden­falls ewig so wei­ter. Ich weiß auch nicht mehr wie genau es dazu kam, aber es endete mit einer Anmel­dung beim Silent Dating. Ich hatte schon öfter Anzei­gen davon gese­hen und die Idee klang für mich immer ganz span­nend. Wie der Name schon sagt, schaut man sich dabei 90 Sekun­den lang stumm in die Augen. Dadurch fällt fades Geplän­kel wie „Und, was sind so deine Hob­bies?“ (lass mich raten: Sport, Rei­sen und Foto­gra­fie­ren) erst ein­mal weg. Aller­dings wäre ich von selbst nie auf die Idee gekom­men, mich anzu­mel­den. Ich glaube, ich habe mich auch nur aus purer Resi­gna­tion von Nadja dazu über­re­den las­sen, denn nach der noch fri­schen Ent­täu­schung war meine Moti­va­tion, jemand Neues ken­nen­zu­ler­nen doch eher im Kel­ler.  Obwohl, etwas Neu­gier war auch dabei und so ließ ich mich auf das Ganze ein.

Am Mor­gen des Events recher­chierte ich noch schnell auf der Web­site über even­tu­ell vor­han­dene Dress­codes. Es gab kei­nen und so ent­schied ich mich für Jeans und eine Bluse, die um ein My schi­cker war als was ich nor­ma­ler­weise trage. Natür­lich musste ich dann auf der Arbeit fest­stel­len, dass Nadja spon­tan krank gewor­den war. Wenn es ein­mal läuft…. Aber das Ticket war ja schon bezahlt und so frischte ich mir am Abend noch kurz die Wim­pern­tu­sche auf und ging eben alleine hin. Als ich dort ankam, war ich erleich­tert, dass alles mega­ent­spannt zuging. Nach einem Glas Pro­secco ging es auch schon mit Auf­wärm­spie­len los. Ohne zu spre­chen ver­steht sich.

Nach einer Pause begann dann das eigent­li­che High­light: Das Eye­ga­zing. Beglei­tet von rühr­se­li­ger Instru­men­tal­mu­sik wech­selte man alle 90 Sekun­den den Tisch — und schaute sich an. Zuge­ge­ben: Die ers­ten zwei Run­den waren gewöh­nungs­be­dürf­tig, aber dann viel es mir immer leich­ter, den Blick­kon­takt zu hal­ten. Posi­tiv in Erin­ne­rung geblie­ben sind mir dabei beson­ders drei Teil­neh­mer. Nr. 5, Mar­tin, der eine enorme Ruhe aus­strahlte, dann Nr. 10, Alex, der zwi­schen­durch immer wie­der lachen musste und auch optisch mein Fall war und Nr. 12. Sei­nen Namen weiß ich nicht mehr, aber seine Brille hat mir gefallen.

Nach dem Event war ich in Hoch­stim­mung. Nicht weil ich allzu große Hoff­nun­gen hatte, der Liebe mei­nes Lebens begeg­net zu sein, son­dern weil es ins­ge­samt ein urschö­ner und beson­de­rer Abend war.

Zwei Tage spä­ter wurde man dann über die Matches benach­rich­tigt. Noch bevor ich die Mail öff­nete, kam die Nach­richt von Alex. Er bedankte sich für das Match und kurze Zeit spä­ter hat­ten wir eine Ver­ab­re­dung zum Eis essen ausgemacht.

An das Date selbst kann ich mich noch gut erin­nern. Wenn ich mir heute aller­dings die Sprach­nach­richt anhöre, die ich danach mei­ner beste Freun­din geschickt habe, wird ziem­lich schnell klar, warum dar­aus nichts wer­den konnte:  In der 11-minü­ti­gen Nach­richt (das ist gar nichts, Freunde) ging es erst ein­mal 2 Minu­ten um eine bevor­ste­hende Reise, dann folg­ten für 5 Minu­ten Mut­ma­ßun­gen, was das neue Pro­fil­foto von Julien wohl zu bedeu­ten habe. Eine Minute lang ließ ich mich dar­über aus, dass alle Män­ner feige sind, bevor ich in den letz­ten 3 Minu­ten vom Datin­ge­vent zu spre­chen kam. Das Date selbst war in etwa 50 Sekun­den erzählt. Es war ein schö­ner Nach­mit­tag, wir hat­ten uns viel zu erzäh­len, bla bla.

„Und, wirst du dich wie­der mit ihm treffen?“

„Grü­bel-Emoji. Ich weiß nicht.“

Nor­ma­ler­weise bin ich immer für ein zwei­tes Date und ergreife auch gerne die Initia­tive. Aber die­ses Mal zögerte ich. „Falls er sich noch mal mel­det, dann viel­leicht schon“.

Er tat es nicht. Aber ehr­lich gesagt war ich in den dar­auf­fol­gen­den Wochen ziem­lich beschäf­tigt und dachte auch nicht mehr daran. Heute weiß, dass ich selbst ein­fach noch nicht bereit war.

Und das war es dann…

für‘s Erste.  Auf die Gefahr hin zu spoi­lern: zu Ende ist die Geschichte noch nicht. Denn wie sich her­aus­stel­len sollte, war es auch für ihn damals ein­fach nicht der rich­tige Zeit­punkt gewesen.

Wie COVID unser Dating-Leben ver­än­dert hat

Wie COVID unser
Dating-Leben
ver­än­dert hat

Die Pan­de­mie beein­flusst jeden Aspekt unse­res Lebens und Dating ist hier­bei keine Aus­nahme. Man­che Paare haben näher zuein­an­der gefun­den, bei ande­ren wurde die Sin­gle-Quote erhöht wäh­rend sich Sin­gles Gedan­ken über Lock­down-Part­ne­rIn­nen-Mög­lich­kei­ten gemacht haben. Dating heute ist nicht mehr das­selbe wie es noch vor einem Jahr war – aber was hat sich durch COVID verändert?

Lang­sa­mes Kennenlernen

Der viel genutzte Neu­jah­res­vor­satz, ein­mal lang­sa­mer zu schal­ten, wurde mit COVID in bru­ta­ler Geschwin­dig­keit Rea­li­tät. Ein Fuß am Brems­pe­dal und der andere am inner­li­chen Gas, um schnell jeman­den für den nächs­ten Lock­down zu fin­den. Das Ergeb­nis: Dating, aber lang­sam. Schnelle Tref­fen sind lan­ger digi­ta­ler Kom­mu­ni­ka­tion gewi­chen. Jeder per­sön­li­che Kon­takt unter­liegt einer vor­he­ri­gen Risi­ko­ab­schät­zung. Um ein Risiko ein­zu­ge­hen, bedarf es der Aus­sicht eines ent­spre­chend hohen Gewin­nes. Daher braucht man Infor­ma­tio­nen. Im Dating­kon­text lässt sich die­ser „Gewinn“ umso bes­ser vor­her­sa­gen, je mehr man schon mit­ein­an­der geschrie­ben oder tele­fo­niert hat. Die­ses „Scree­ning“ hat durch COVID eine sol­che Bedeu­tung bekom­men, dass sich das erste Tref­fen wie ein rich­tig gro­ßer Schritt anfühlt.

Der Babye­le­phant

Die Pan­de­mie hat uns von den Men­schen weg­ge­drängt, im phy­si­schen Sinne. Dating ohne Aus­sicht auf kör­per­li­che Nähe sor­tiert schon mal die­je­ni­gen aus, denen es nur darum geht. Aller­dings sind die klei­nen, kaum merk­ba­ren Berüh­run­gen ein wich­ti­ger Teil der non­ver­ba­len Kom­mu­ni­ka­tion (und sor­gen für Span­nung beim Flir­ten). Die Nähe, die sonst über die gerin­ger wer­dende phy­si­sche Distanz her­ge­stellt wer­den kann, muss nun über die kom­mu­ni­ka­tive Ebene ihren Weg fin­den. Wie lässt sich diese Inti­mi­tät her­stel­len? Über tie­fer­ge­hende Gesprächs­the­men. Es gibt einige Fra­ge­kar­ten auf dem Markt, die dabei der ideale Hel­fer sind. Wir emp­feh­len: „{THE AND}“, „We’re not really stran­gers“ und „deeper con­nec­tion“. Einen Fra­gen­ka­ta­log von uns mit jeweils 10 ver­schie­de­nen tie­fer­ge­hen­den Fra­gen gibt es hier zum Down­load: Fra­gen­ka­ta­log A, Fra­gen­ka­ta­log B oder die 36 Fra­gen von Arthur Aron.

Neue Arten des Kennenlernens

Die Ein­schrän­kun­gen durch die Pan­de­mie zwin­gen uns dazu, krea­ti­ver zu wer­den. Was lässt sich online machen? Wie kann man Zeit mit­ein­an­der ver­brin­gen, ohne ein zu hohes Risiko ein­zu­ge­hen? Die meis­ten Leute sind wahr­schein­lich noch nie so oft spa­zie­ren gegan­gen bei einem Tref­fen wie je zuvor (eine wesent­lich gesün­dere Alter­na­tive zum Klas­si­ker „in einer Bar tref­fen“) oder haben ihr Date in einer Pyja­ma­hose getrof­fen (die gemüt­li­che Seite des online Ken­nen­ler­nens). Ideen für Online-Tref­fen fin­det ihr hier: 14 Ideen für ein vir­tu­el­les Date

Her­aus­for­de­rung zu Beginn

Frü­her war die Lokal­wahl noch die schwerste Abspra­che vor einem Date, heute sind es die The­men rund um Abstand, Maske, Test. Das sind durch­aus schwie­rige The­men, zu denen wohl mitt­ler­weile jede/r seine eige­nen Ansich­ten hat. Unab­hän­gig davon ob man von die­sel­ben oder unter­schied­li­che Ansich­ten ver­tritt, wenn man es schafft, sich auf einen gemein­sa­men Nen­ner zu eini­gen, kann man das durch­aus als posi­ti­ves Zei­chen sehen. Eine andere Her­aus­for­de­rung steckt in dem Tref­fen selbst: Wenn wir unser Date als mög­li­che Gefah­ren­quelle betrach­ten, dann hat das unbe­wusst auch Aus­wir­kun­gen dar­auf, wie wir ein­an­der wahr­neh­men. Wir sind weni­ger offen und redu­zie­ren unse­ren Augen­kon­takt. Bereits 2009 zeigte eine Stu­die, dass je schwä­cher wir uns vor Krank­hei­ten geschützt füh­len, umso weni­ger wir uns bei einem Date von unse­rem Gegen­über ange­zo­gen füh­len. Umge­kehrt wir­ken wir auch distan­ziert und unfreund­lich ande­ren gegen­über.[1]

Bezie­hungs­ge­sprä­che

Die Frage wen man sonst noch so trifft, hatte schnell mal einen Hauch von Eifer­sucht. Durch COVID ist sie schnell nor­mal gewor­den, um fest­zu­stel­len, ob man mit sei­nem per­sön­li­chen COVID-Kon­zept zusam­men­passt. Es herrscht mehr Druck, klä­rende Bezie­hungs­ge­sprä­che zu füh­ren. „Zu mir oder zu dir?“ wurde wäh­rend dem ers­ten Lock­down die Frage, wo man sich wäh­rend dem Lock­down ein­nis­tet. Bezie­hungs­the­men, die sonst erst lang­sam Schritt für Schritt geklärt wer­den, kön­nen durch COVID schwe­rer hin­aus­ge­zö­gert wer­den. Gleich­zei­tig bie­ten diese Gesprä­che auch die Chance, die Bezie­hung schnel­ler voranzubringen.

Auf sich selbst konzentrieren

Die Pan­de­mie hat uns dazu gebracht, uns mehr mit uns selbst zu beschäf­ti­gen. Was ver­mis­sen wir am meis­ten? Was brau­chen wir wirk­lich, wenn alle Ablen­kun­gen weg­fal­len? Diese Selbst­re­fle­xion kann die Rück­kehr ins Dating-Leben rei­cher und inter­es­san­ter gestal­ten, da uns mög­li­cher­weise bes­ser bewusst­wird, wonach wir suchen. In der Folge kön­nen wir dies auch kla­rer kom­mu­ni­zie­ren und schät­zen die ein­zel­nen Tref­fen mehr.

Die COVID-19-Pan­de­mie hat das Dating-Leben defi­ni­tiv ver­än­dert. Es bleibt abzu­war­ten, wie sich diese Ver­än­de­run­gen ent­wi­ckeln wer­den, wenn sich die glo­bale Gesund­heits­si­tua­tion ändert. Einige Dinge blei­ben ver­mut­lich, zB haben Online-Dates durch­aus ihre Vor­züge. Aber wir kön­nen es kaum mehr erwar­ten bis wir wie­der ohne Abstand daten können 😉

Quel­len

[1] Les­ley A. Dun­cana,*, Mark Schal­lera, Jus­tin H. Park, Per­cei­ved vul­nera­bi­lity to dise­ase: Deve­lo­p­ment and vali­da­tion of a 15-item self-report instru­ment, Uni­ver­sity of Bri­tish Colum­bia: 2009. https://www2.psych.ubc.ca/~schaller/DuncanSchallerPark2009.pdf

Warum Online-Dates bes­ser als ihr Ruf sind

Warum
Online-Dates
bes­ser als
ihr Ruf sind

2020 war defi­ni­tiv DAS Jahr für Online-Dates („what to do on a vir­tual date“ war einer der Such­an­fra­gen-Trends[1]).  Im ers­ten Moment fühlt es sich wie ein mage­rer Trost­preis an, aber Online-Dates haben durch­aus ihre Vor­züge gegen­über einem Tref­fen in einer Bar oder einem Café. Beleuch­ten wir ein paar posi­tive Sei­ten eines (ers­ten) Dates über einer Videokonferenz-Plattform:

Keine Ablen­kun­gen

Das Para­de­bei­spiel für Ablen­kung wäre das klas­si­sche Kino-Date, bei dem man nach dem Film vom ande­ren weiß an wel­chen Stel­len er/sie lacht oder weint, aber viel mehr dann wohl auch nicht. Aber auch dort wo man nicht beim Spre­chen böse ange­zischt wird, lau­ern viele reiz­volle Ablen­kun­gen: Bars oder Restau­rants bie­ten eine Fülle an auf­merk­sam­keits-haschen­den Din­gen. Eine wei­tere typi­sche Situa­tion: Die Musik ist so laut, dass die Hälfte der Kon­ver­sa­tion aus „Was hast du gesagt?“ besteht. Ein Video-Call zwingt uns zur Basis zurück­zu­schrau­ben und uns ein­zig und allein auf unser Gegen­über zu fokus­sie­ren. (Falls jemand meint, der Com­pu­ter selbst sei die größte Ablen­kung: Schal­tet alles andere aus. Man merkt es wirk­lich, wenn jemand was ande­res am Com­pu­ter macht.)

Inti­mer

Es erscheint para­dox, aber ein Online-Date kann sogar inti­mer sein. Man lädt jeman­den vir­tu­ell in das eigene Zuhause ein – das ist schon ein gro­ßer Schritt 😉 Man kann das Haus­tier vor­stel­len oder sogar eine Haus­tour geben (zumin­dest von den auf­ge­räum­ten Ecken). Dabei kön­nen die eige­nen Inter­es­sen viel leben­di­ger sicht­bar wer­den und viel­leicht ent­deckt man auch Gemeinsamkeiten.

Zeit und Geld sparen

Es klingt viel­leicht banal, aber Online-Dates sind ein­fach güns­tig. Gerade am Anfang kann es unan­ge­nehm sein über Finan­zi­el­les zu reden. Ein Date kann preis­lich sehr unter­schied­lich aus­fal­len, je nach­dem ob man sich im Beisl trifft oder bei einem Din­ner in the dark. Und einen krea­ti­ven oder enthusia­ti­schen Vor­schlag wegen Geld abzu­leh­nen, kann nicht so leicht sein. Außer­dem erspart man sich bei einem Video-Date das ver­le­gene „Wer zahlt was“-Gespräch. Neben Geld wird auch noch Zeit gespart aus offen­sicht­li­chen Grün­den 😉 Durch COVID wer­den Video-Dates viel­fach als Scree­ning genutzt, um fest­zu­stel­len, ob genug Che­mie für ein Off­line-Tref­fen da ist.

Sicher­heit

Bei mei­nen Dating-Erfah­run­gen habe ich mich zum Glück immer sicher gefühlt, aber lei­der ist das keine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Bei einem Online-Date braucht man kei­nen Backup-Plan, muss nie­man­den infor­mie­ren sobald man sicher zu Hause ist oder braucht am Abend nicht auf sein Getränk zu achten.

Für viele mögen Online-Dates nicht die erste Wahl sein und zuge­ge­be­ner­ma­ßen waren wir selbst dabei auch keine Aus­nahme. Aber nach bald einem Jahr Online-Events sind sie mir an’s Herz gewachsen.

Valen­tins­tag

365 Valen­tins­tage:
5 Gründe, warum
es Roman­tik nicht
nur ein­mal im
Jahr geben sollte

Da ist er wie­der — der Valen­tins­tag! Der krank­haft süße Tag der Lie­bes­her­zen und Ted­dys, Pra­li­nen und Rosen, rosa­ro­tem Geschenk­pa­pier und hand­ge­schrie­be­nen Kar­ten. Aber warum sollte man Roman­tik auf nur einen Tag im Jahr beschränken?

1) Was wir erwar­ten, soll­ten wir auch sel­ber geben. Wenn man erwar­tet, regel­mä­ßig mit einem beson­de­ren Abend und eini­gen Geschen­ken ver­wöhnt zu wer­den, obwohl man selbst nicht die Absicht hat, das­selbe zu tun, dann sollte man dar­über noch­mal nach­den­ken. Nach und nach wird ein sol­ches Ungleich­ge­wicht bald zu Unmut auf bei­den Sei­ten füh­ren. Sprecht die Dinge durch, um Ent­täu­schun­gen das ganze Jahr über zu vermeiden.

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2) Roman­tik ist ein­fa­cher, als man viel­leicht denkt.  Die Kre­dit­karte muss nicht bis zum Anschlag aus­ge­reizt wer­den, um das ganze Jahr über etwas Roman­tik zu tei­len. Eine hand­ge­schrie­bene Notiz, die in der Lunch­box oder im Buch ver­steckt ist, ist eine kos­ten­lose Form der alt­mo­di­schen Roman­tik, die den Unter­schied für die Stim­mung in der Bezie­hung aus­ma­chen kann.

3) Warum der Masse fol­gen?  Wir sind keine Lem­minge! Es ist das 21. Jahr­hun­dert und ihr habt das Recht, das Leben so zu gestal­ten, wie ihr das wirk­lich wollt. Macht euch keine Gedan­ken dar­über, was alle ande­ren tun. Kon­zen­triert euch auf das, was sich für euch und eure*n Partner*in rich­tig anfühlt.

4) Bezie­hun­gen brau­chen das ganze Jahr über Liebe. Eine Valen­tins­karte und ein paar schi­cke rote Des­sous rei­chen nicht aus, um das ganze Jahr über eine gesunde, glück­li­che Bezie­hung zu füh­ren. Man muss sich schon etwas mehr als nur ein­mal im Jahr anstren­gen, um eine Bezie­hung zu füh­ren, nach der man wohl sucht.

4) Bezie­hun­gen brau­chen das ganze Jahr über Liebe. Eine Valen­tins­karte und ein paar schi­cke rote Des­sous rei­chen nicht aus, um das ganze Jahr über eine gesunde, glück­li­che Bezie­hung zu füh­ren. Man muss sich schon etwas mehr als nur ein­mal im Jahr anstren­gen, um eine Bezie­hung zu füh­ren, nach der man wohl sucht.

5) Freund­schaft ist ein Ele­ment von Roman­tik. Aus­ge­fal­lene Geschenke und schi­cke Abend­essen sind schön genug, aber es gibt nichts Roman­ti­sche­res als zu wis­sen, dass jemand das ganze Jahr über hin­ter einem steht. Betrach­tet eure*n Partner*in als eure*n beste*n Freund*in und es wird dann viel ein­fa­cher sein, jeden Tag mit die­sem beson­de­ren Valen­tins­tag-Fun­keln zu erleben.

Das Wich­tigste: Folgt immer dem, was sich für euch (nicht für die Umge­bung) rich­tig anfühlt, wenn es um Liebe und Roman­tik geht. Lasst euch nicht von den gan­zen kom­mer­zi­el­len Bil­dern ver­un­si­chern, auch wenn sie uns stän­dig in den sozia­len Netz­ten zum Ver­glei­chen ein­la­den. Hört auf eure Intui­tion und sprecht offen mit eurem/eurer Partner*in dar­über, was für euch beide am bes­ten funktioniert.

Wenn euer idea­les Valen­tins­tags­er­leb­nis in Folie ver­packte Pra­li­nen und einen Bund roter Stiel­ro­sen beinhal­tet, dann passt das gut. Wenn nicht, dann pro­biert ein­fach ein paar neue, alter­na­tive Ideen aus. Führt ein Leben, das ihr liebt — Valen­tins­tag oder nicht!

Dates und Des­serts: Eine Wissenschaft

Dates und
Desserts -
eine Wissen-
schaft

Liebe geht bekannt­lich durch den Magen, aber der Weg führt an der Kuchen­ga­bel nicht vorbei.

Das Des­sert ist bei einem Date meist das Zei­chen, dass es eigent­lich ziem­lich gut läuft. Der Gesprächs­fa­den ist noch nicht geris­sen und jetzt rückt die Frage nach einem wei­te­ren Date unwei­ger­lich immer näher. Dann heißt es aber gerade beim Des­sert alles rich­tig zu machen, denn hier gibt es wis­sen­schaft­lich so man­ches zu beachten.

Grund­sätz­lich gilt: Mit Scho­ko­lade macht man nichts falsch. Wes­halb das jedoch so ist, ist ihrer aphro­di­sie­ren­den Eigen­schaft geschul­det. Aphro­di­sie­rende Zuta­ten als völ­lig natür­li­che, stim­mungs­auf­hel­lende Mit­tel sind seit Jahr­hun­der­ten bekannt. Unbe­kann­ter ist jedoch, dass in vie­len Des­serts sol­che Aphro­di­siaka ent­hal­ten sind.

So sind Zimt, Honig, Vanille, Erd­bee­ren oder ein Schuss Alko­hol gute Bei­spiele dafür. Sowie der Klas­si­ker: Scho­ko­lade. Wich­tig dabei ist jedoch, auf einen hohen Kakao­an­teil in der Scho­ko­lade zu ach­ten, denn nur dunkle Scho­ko­lade mit hohem Kakao­an­teil lässt Endor­phine frei wer­den, die glück­lich machen. [1]

Tira­misù und Weddingcake

Wich­tig ist außer­dem die ideale Kom­bi­na­tion der oben genann­ten Zuta­ten. Wirk­lich gelun­gen finde ich per­sön­lich dabei ein Tira­misù. Nicht umsonst heißt Tira-mi-sù aus dem Ita­lie­ni­schen über­setzt „Zieh mich hoch“. Das Auf­hel­len der Stim­mung erfolgt hier über Bis­kot­ten getränkt mit Rum, ein biss­chen Zimt und viel Kakao­pul­ver oben drü­ber. Kein Wun­der, dass es oft­mals als roman­ti­sches Des­sert ange­bo­ten wird! [2]

Mein Valen­tins­spe­cial im Wie­ner Back­sa­lon ist aber eine Torte, die in den USA auch als klas­si­scher Wed­ding­cake bekannt ist. Wer jetzt kurz ner­vös gewor­den ist, keine Sorge – der Kuchen schmeckt auch ohne Antrag her­vor­ra­gend. Beson­ders macht die Torte näm­lich die Kom­bi­na­tion aus Vanil­le­bo­den beträu­felt mit Rum. Gefüllt ist die­ser mit einer Erd­beer-Honig-Creme mit einem Hauch Zimt und einer Scho­ko­la­den­gla­sur. In Herz­form ver­steht sich.

Wer auf­ge­passt hat weiß, dass es jetzt nicht mehr an den auf­hel­len­den Zuta­ten schei­tern kann. Ideal für einen roman­ti­schen Abend, den man in Pan­de­mie-Zei­ten heuer wohl in den eige­nen 4 Wän­den ver­brin­gen wird.

Auch abge­se­hen vom Valen­tins­tag gibt es beim Essen im Restau­rant hin­sicht­lich der Menü­aus­wahl ein paar Punkte zu beach­ten: Stu­dien zei­gen, dass das Bestel­len der glei­chen Spei­sen wie die Beglei­tung, unter­be­wusst dabei hilft, eine Bezie­hung und Ver­trauen zwi­schen den Betei­lig­ten auf­zu­bauen. Auch ganz ohne aphro­di­sie­rende Inhaltsstoffe.

Jetzt könnte man mei­nen, mit der rosa­ro­ten Brille auf schmeckt ohne­hin alles gut — jedoch wurde diese Hypo­these auch bei Fond­ma­na­gern vor Ver­trags­ab­schluss getes­tet. Haben jeweils beide das­selbe geges­sen, waren sie sich deut­lich schnel­ler einig als die Kon­troll­gruppe mit abwei­chen­den Bestel­lun­gen im Restau­rant. [3]

Wer noch einen Schritt wei­ter gehen möchte und bereit ist, das Essen auch mit sei­nem Date zu tei­len, schafft es dar­über hin­aus, die Bin­dung unter­ein­an­der zu stärken.

Kon­se­quent jedoch vom Getränk bis zum Des­sert das­selbe zu bestel­len wie das Gegen­über, oder dar­auf zu behar­ren alles an Essen zu tei­len, ist wohl beim ers­ten Date eher hin­der­lich als för­der­lich. Die­ses Wis­sen gilt es dem­nach nur punk­tu­ell und geschickt anzuwenden.

Das wich­tigste ist ohne­hin der Schluss, genauer gesagt der süße Schluss.

In der For­schung hat sich erge­ben, dass Per­so­nen nach süßen Spei­sen mit einer höhe­ren Wahr­schein­lich­keit eine Bezie­hung ein­ge­hen wür­den als Men­schen, die mit sau­rem oder sal­zi­gem Essen ein Menü schlie­ßen. Es liegt daher nahe, dass süße Geschmacks­emp­fin­dun­gen mit roman­ti­schen Gefüh­len ver­bun­den sein könn­ten. Denn es funk­tio­niert auch in der Gegen­rich­tung: Sind Per­so­nen ver­liebt, neh­men sie Des­serts deut­lich süßer wahr. [4]

Was das nun kon­kret heißt:

Die Frage nach einem wei­te­ren Date gilt es am bes­ten nach einem Des­sert zu stel­len und ist das Des­sert süßer als sonst, ist wohl bereits Liebe in der Luft!

Wie­ner Backsalon

Und wenn´s irgend­wann zum Bedarf einer Valen­tinstorte oder sogar einer Hoch­zeits­torte kommt, tät es mich freuen mit dem Wie­ner Back­sa­lon hier eben­falls die­nen zu können.

Dating-Story: Gemein­sa­mes Herzpumpen

Gemein­sa­mes Herzpumpen

Eine ganz beson­dere Dating-Story für uns, denn: Sie kommt von einem Gast! Vor einem Jahr am Valen­tins­tag hat Jes­sica sich zu unse­rem “Fit­ness Dating” getraut. Wie das für sie so war, könnt ihr hier nachlesen:

Es begann, als mich eine Freun­din von der Uni fragte, ob ich sie zu einem soge­nann­ten Event namens „Fit­ness-Dating“ beglei­ten möchte. Sie ver­suchte mich damit zu über­zeu­gen, dass sie schon durch Bekannte viel Posi­ti­ves über die Orga­ni­sa­tion und das Kon­zept des Slow­da­tings gehört habe und sie es sich daher gerne ein­mal per­sön­lich anse­hen würde. Gelang­weilt, über­reizt und gene­rell unbe­frie­digt von all dem Tin­dern, ent­schied ich dazu, einem neuen, acht­sa­me­ren Ansatz eine Chance zu geben.

Was konnte ich denn schon ver­lie­ren? Im bes­ten Fall würde ich die Liebe mei­nes Lebens fin­den und ansons­ten würde ich bestimmt mit span­nen­den Ein­drü­cken, Erfah­run­gen und Selbst­er­kennt­nis­sen wie­der nach Hause gehen.

Bereit mich die­ser neuen, aben­teu­er­li­chen Her­aus­for­de­rung zu stel­len, erschien ich also am Abend in den Sport­räum­lich­kei­ten von Slow Dating Events Vienna.

Zu Beginn war ich sehr ner­vös, so wie ich es von mir selbst in die­ser Sache gar nicht kannte. Die neue Situa­tion und die Unge­wiss­heit, was mich gleich erwar­ten würde, lie­ßen mein Herz rasen. Und dann…

Bereits die Anmel­dung emp­fand ich als sehr per­sön­lich und herz­lich. Gleich wäh­rend ich mei­nen Namen in die Liste ein­trug, wurde ich durch Helena von Slow Dating Events Vienna mit die­sen ange­spro­chen und mit einem so tiefen­ent­spann­ten Lächeln begrüßt, dass mit einem Mal alle Ner­vo­si­tät von mir abfiel.

Nach einer kur­zen Ein­füh­rung folgte dann auch schon gleich die erste Ken­nen­lern­übung, die meine letz­ten Zwei­fel gänz­lich in Luft auf­löste. Sie erin­nerte an das Ankom­men in einem Impro­vi­sa­ti­ons­thea­ter-Work­shop. Oder an die Team­buil­ding Übun­gen, wie man sie vom Beginn eines Semi­nar­wo­chen­en­des kennt. Die­ser Start sorgte dafür, dass jede Sorge, es könnte selt­sam wer­den, mit ande­ren Frauen in einem Raum um ein­zelne Män­ner zu buh­len, sofort wie weg­ge­bla­sen war. Genau das Gegen­teil war der Fall: Es wurde eine ange­nehme und gemüt­li­che Atmo­sphäre geschaf­fen, bei der man jeder Per­son im Raum, egal ob Mann oder Frau, zutiefst wohl­wol­lend geson­nen war.

Und so fand ich mich in null Komma nichts in ver­schie­dens­ten Gesprä­chen mit ganz unter­schied­li­chen Män­nern wie­der. Zwar rück­ten die Sport­übun­gen damit einer­seits in den Hin­ter­grund, ande­rer­seits gab es dadurch die Mög­lich­keit, durch viele kleine Berüh­run­gen in Form von Stütz- und Dehn­hil­fen gleich einen gesun­den Grad an Kör­per­kon­takt herzustellen.

Dabei fiel mir einer der Typen immer wie­der beson­ders auf. Und, wie sich im Nach­hin­ein her­aus­stellte, ich ihm auch. Aber das war mir damals natür­lich noch nicht klar und ich war daher, als es zum Ende des Abends kam, ich meine Matching-Aus­wahl traf und meine Num­mer hin­ter­ließ, ent­spre­chend auf­ge­regt, ob ich jemals etwas von ihm hören würde…

Und wie geht es mir – oder bes­ser gesagt — UNS heute?

Ich kann manch­mal gar nicht fas­sen, wel­ches Glück ich hatte, einen so beson­de­ren Men­schen ken­nen zu ler­nen. Der seit­dem jeden Tag mein Leben berei­chert und auch in einem so schwe­ren Jahr — ent­ge­gen jeder Logik- es zu einem wun­der­schö­nen und berei­chern­den Jahr gemacht hat…

Danke Helena und Till für euren stän­di­gen uner­bitt­li­chen Ein­satz für die Liebe!
Eure Liebe zur Liebe inspi­riert täglich.

14 Ideen für ein vir­tu­el­les Date

14 Ideen
für ein
virtuelles
Date

2020 war das Jahr, in dem das Leben online wurde. Gefühlt wird mitt­ler­weile schon alles online ange­bo­ten, vom Pila­tes-Work­shop bis zur Stadt­füh­rung. Der Krea­ti­vi­tät sind nur manch­mal tech­nisch Gren­zen gesetzt. Das gilt natür­lich auch für die Dating-Welt. Hier ein paar Ideen für euch für euer nächs­tes Online-Date:

Fra­ge­stunde

Natür­lich begin­nen wir mit dem Klas­si­ker: Ein gutes Set an Fra­gen. Es gibt eine schier unend­li­che Aus­wahl an Fra­ge­kar­ten. Schaut mal rein in die Liste, die als „36 Fra­gen zum Ver­lie­ben“ von Arthur Aron bekannt gewor­den ist, hier haben wir ein pdf zum Down­load erstellt: 36 Fra­gen. Und hier habt ihr einen Fra­gen­ka­ta­log von jeweils 10 ver­schie­de­nen tie­fer­ge­hen­den Fra­gen: Fra­gen­ka­ta­log A, Fra­gen­ka­ta­log B. Wenn ihr es gerne hap­tisch mögt, dann kön­nen wir euch die Sets von „{THE AND}“, „We’re not really stran­gers“ und „deeper con­nec­tion“ emp­feh­len.

Gemein­sam­kei­ten

Im Rah­men unse­rer Home talks letz­tes Jahr haben wir auch ein Set an „Speed­auf­ga­ben“ erstellt, bei denen man inner­halb von zwei Minu­ten eine bestimmte Gemein­sam­keit fin­den muss. Das Set fin­det ihr hier zum Down­loa­den: Speed­auf­ga­ben.

Per­sön­lich­keit entdecken

Einen Schritt wei­ter geht die­ser Pro­gramm­punkt. Viele Per­sön­lich­keits­tests kur­sie­ren im Inter­net herum, man­che davon sind eher auf der seriö­sen Seite und dann gibt es sol­che, die zB „What’s your spi­rit ani­mal?“ hei­ßen. Für so jeman­den wie mich ist es mega span­nend, sol­che Tests wie „What’s your Love Lan­guage“, einen Test über die Atta­che­ment Styles oder Helen Fisher’s Per­sön­lich­keits­test zu machen und dann gemein­sam über die Resul­tate zu reden. Was passt gut zu einem, wo liegt das Test­ergeb­nis viel­leicht dane­ben, was war über­ra­schend? Man muss nur vor­sich­tig sein, die Resul­tate nicht zu über­in­ter­pre­tie­ren. Nur weil ein Test viel­leicht aus­sagt, dass man nicht super kom­pa­ti­bel mit­ein­an­der ist, muss das nicht auch zutref­fen. Wenn man das Gefühl hat, davon nega­tiv beein­flusst zu wer­den, dann sollte man die­sen Pro­gramm­punkt viel­leicht auf spä­tere Dates verschieben.

Lis­ten checken

Für alle Freun­dIn­nen von Lis­ten: Die­ser Punkt ist für euch. Über­legt euch ein paar The­men, die euch inter­es­sie­ren und erstellt dann eure jewei­li­gen „Top 5“ (oder sogar „Top 10“) – zum Bei­spiel „Top 5 Filme, die ich mir immer wie­der anse­hen kann“, „Top 5 Dinge in mei­ner Küche“ (oder Schlaf­zim­mer), „Top 5 per­sön­li­che Urlaubs­er­in­ne­run­gen“, „Top 5 Per­so­nen, mit denen ich einen Abend ver­brin­gen möchte“, „Top 10 Lie­der, die mich beschrei­ben“ (kann auch zu einer län­ge­ren Spo­tify-Liste erwei­tert werden).

The game is on

Spie­len ver­bin­det. Es gibt Spiele, die von vorn­her­ein für die Online-Nut­zung kon­zi­piert wur­den und es gibt sol­che, die vom Brett in die Online-Welt gekom­men sind. Es gibt einige Anbie­ter, einer davon ist backy­ard, mit dem eines unse­rer Lieb­lings­spiele online spiel­bar wird: Code­na­mes! (dafür bedarf es aller­dings vier Per­so­nen). We love it! Aber auch einige andere sind ver­füg­bar, wie Figu­ren zeich­nen oder Schach. Spiele sor­gen für Leich­tig­keit und hel­fen, natür­li­cher zu inter­agie­ren. Beim Spie­len erkennt man auch schon viel von der Per­sön­lich­keit des anderen 😉

Film­abend

Strea­ming-Dienst­leis­ter haben sehr schnell Ange­bote ent­wi­ckelt, die einen gemein­sa­men Film­abend trotz phy­si­schen Abstands ermög­li­chen. Net­flix Party oder Meta­stream ermög­li­chen ein gemein­sa­mes Anschauen in Echtzeit.

Auf eine vir­tu­elle Reise gehen

Gemein­sam die Welt berei­sen. Google Maps Street View macht es mög­lich. Reist gemein­sam zu euren Lieb­lings­or­ten und erzählt, warum der Ort für euch eine Bedeu­tung hat. Dann könnt ihr auch dort hin­rei­sen, wo ihr schon immer mal hin­woll­tet. Viel­leicht fin­det ihr ja einen Ort, den ihr beide mal berei­sen möch­tet und ihr könnt schon über­le­gen, wel­che Akti­vi­tä­ten zu euch bei­den pas­sen könnten.

Museum, Gal­le­rie oder Zoo

Viele Orte bie­ten vir­tu­elle Tou­ren an. Fla­niert gemein­sam durch den Lou­vre, das Gug­gen­heim Museum oder spa­ziert ent­lang der Chi­ne­si­schen Mauer. Sogar ein Spa­zier­gang am Mars ist mög­lich. Mehr Ideen gibt es hier: 50 Free Vir­tual Tours of Uni­que and Famous Places

Gemein­sam kochen

Macht euch vorab aus, wel­ches Rezept ihr beide kocht (eher zu leicht als zu schwer) und habt ein vir­tu­el­les Date wäh­rend sepa­rat von­ein­an­der gekocht wird. Die Resul­tate las­sen sich zwar geschmack­lich nicht ver­glei­chen, aber es kann trotz­dem sehr inter­es­sant sein, wie ver­schie­den die Zugänge beim sel­ben Rezept sein kön­nen. Ein pas­sen­des Getränk und Ker­zen dazu und schon ist es ein Candle-light-Din­ner 🙂 Wer sich auch gleich mehr in das Kochen ver­tie­fen möchte, fin­det hier eine Reihe an (kos­ten­pflich­ti­gen) Online-Kur­sen: 7hauben. Aller­lei Alter­na­ti­ven fin­det ihr natür­lich auch auf YouTube 🙂

Gemein­sam krea­tiv werden

Ver­ein­bart ein gemein­sa­mes Pro­jekt – das kann ein Bas­tel­pro­jekt sein (oder um es bes­ser klin­gen zu las­sen: DIY), eine Geschichte, an der ihr abwech­selnd immer wie­der wei­ter­schreibt oder ein Gemälde malen (zum Bei­spiel bei einem Online-Kurs von Art­night)

Erleb­nisse aus der gan­zen Welt

Auch diverse Erleb­nisse sind umge­stellt wor­den zu Online Vari­an­ten – eine Platt­form mit einer gro­ßen Aus­wahl ist Airbnb Expe­ri­en­ces. Dort gibt es Koch- und Cock­tail­kurse, Zau­ber­shows, Medi­ta­tio­nen sowie Tanz­stun­den zu fin­den, aber auch unge­wöhn­li­chere Dinge wie „Triff und zeichne ein Lama“ oder „Bier­trin­ken mit den Briten“.

Online Escape Room

Zuge­ge­be­ner­ma­ßen ist uns online ein wenig die­ses „Befrei­ungs­ge­fühl“ abge­gan­gen, aber nicht­ses­to­trotz kann auch die Online Vari­ante der Escape Rooms eine nette Alter­na­tive sein. Wir haben die­ses Spiel zwar selbst noch nicht pro­biert, aber kürz­lich haben die Crime Run­ners eine Aus­zeich­nung für die beste Sto­ry­line erhal­ten für das digi­tale Aben­teuer „Back to the Con­gress­man“.

The­men­abend im vol­len Style

Wir befin­den uns im Fasching! Nach­dem wir heuer nicht wie üblich fei­ern kön­nen, kön­nen wir unsere Kos­tüme für unsere Online-Dates aus­pa­cken. Macht euch ein Thema aus und ver­klei­det euch pas­send dazu – wie zum Bei­spiel „Beach party“ und dazu könn­tet ihr zB bei einem Zoom-Call einen vir­tu­el­len Hin­ter­grund ein­stel­len, um euch direkt an den Strand zu beför­dern (zumin­dest bildlich).

Eine kleine Präsentation

Das Schöne am zu Hause sein ist, dass man keine Zuschauer fürch­ten muss und man bereits sehr Per­sön­li­ches zu Hause hat. Man könnte also einen Gegen­stand prä­sen­tie­ren, der einen sehr wich­tig ist oder auch das Haus­tier. Sehr Moti­vierte kön­nen sogar eine kurze Power-Point Prä­sen­ta­tion vor­be­rei­ten. Oder man geht den umge­kehr­ten Weg: Power Point Karaoke! Hier­bei erhält man zufäl­lig eine will­kür­li­che Power Point Prä­sen­ta­tion, zu der man impro­vi­siert. Bei­spiels­weise gibt es bei Kapopo Vorlagen.

Wir hof­fen, da war auch was für euch dabei 🙂 Natür­lich freuen wir uns, eure Erfah­run­gen zu hören!

Dating-Story: Freie Fahrt

Freie Fahrt

Wir star­ten mit unse­rer Dating-Story Reihe! Dating-Geschich­ten, die Men­schen erlebt und uns zuge­schickt haben. Den Beginn macht Erik:

Ich habe mich bei unse­rem ers­ten Date in meine jet­zige Frau ver­liebt, was eigent­lich gar kein Date sein sollte. Wir haben uns in den ers­ten Mona­ten des Stu­di­ums ken­nen­ge­lernt und sind Teil der­sel­ben Gruppe von Freun­den gewor­den. Wir sind in der Gruppe und bei Ver­an­stal­tun­gen rum­ge­han­gen, aber nie­mals nur wir beide.

Sie hatte kein Auto, ich schon – und das stellte sich als gro­ßer Vor­teil her­aus. Wir hin­gen zwi­schen den Vor­le­sun­gen im Café ab und sie spürte eine Erkäl­tung aufkommen.

Sie brauchte Medi­zin, sofort!

Ich mit mei­nem Auto — und schon leicht ver­knallt in der Hoff­nung sie würde es erwi­dern — bot an, sie zum Ein­kaufs­zen­trum zu fah­ren, um die Medi­zin zu holen. Sie stimmte zu und es ging los.

Ich war noch nie so ner­vös beim Auto fah­ren gewe­sen. Mein Herz pochte in mei­ner Brust und meine Hände schwitz­ten am Lenk­rad, aber wir kamen gesund und mun­ter an und unter­hiel­ten uns wäh­rend dem Weg über unser Leben.

Wir haben die Medi­zin bekom­men, dann habe ich Pizza vor­ge­schla­gen. Als sich das Gespräch über ein paar Stü­cke bil­li­ger Pizza ver­tiefte, beschlos­sen wir beide, unsere nächste Vor­le­sung zu schwän­zen und statt­des­sen spa­zie­ren zu gehen. Die Herbst­luft und die wech­seln­den Blät­ter waren eine wun­der­schöne Kulisse, als wir durch die Stadt gin­gen, über unsere Hoff­nun­gen und Träume spra­chen und uns verliebten.

Zumin­dest ich ver­liebte mich, aber spä­ter fand ich her­aus, dass sie es auch tat. Puh.

Schließ­lich, als die Sonne unter den Ber­gen unter­ging und den Him­mel färbte, beschlos­sen wir, nach Hause zu fah­ren. Die Ner­vo­si­tät, die ich auf dem Weg zum Ein­kaufs­zen­trum ver­spürte, war durch ein Gefühl der Zufrie­den­heit ersetzt wor­den. Ihre zarte Hand ruhte auf meiner.

Als ich sie schließ­lich vor ihrem Wohn­heim absetzte, war diese Ner­vo­si­tät zurück­ge­kehrt. Ich wollte sie küs­sen, aber hatte Angst, den schö­nen Tag, den wir hat­ten, zu rui­nie­ren. Zum Glück traf sie die Wahl für mich und gab mir einen leich­ten Kuss auf meine Wange, bevor sie hineinrannte.

Ich konnte das Grin­sen für den Rest der Nacht nicht von mei­nem Gesicht bekom­men. Ehr­lich gesagt kann ich es immer noch nicht, wenn ich nur daran denke, wie unser gemein­sa­mes Leben bei die­sem ers­ten Date begann.

Foto­credit: Joy Kirr

„Wie schenke ich einen Gut­schein für ein Slow Dating Event?“

„Wie schenke ich einen Gut­schein für ein Slow Dating Event?“

„Es würde so gut zu ihm pas­sen, aber ich kann doch nicht mei­nem 60-jäh­ri­gen Onkel einen Dating Event Gut­schein schen­ken?“ Wir fra­gen uns: Warum nicht?

Schen­ken ist eine Inter­ak­ti­ons­form, die uns mit dem Beschenk­ten ver­bin­det. Gary Chap­man defi­nierte Schen­ken als eine der „5 love lan­guages“, durch die wir Zunei­gung zu ande­ren aus­drü­cken (in jeg­li­chen Bezie­hun­gen, nicht nur roman­ti­schen). Somit birgt ein ehr­li­ches, per­sön­li­ches Geschenk das Risiko, dass diese Zunei­gung nicht ent­spre­chend erwi­dert wird: Freut sich der Beschenkte also nicht so sehr über das Geschenk wie wir es erwar­tet hät­ten, so füh­len wir eine Ableh­nung – die sich dann ebenso per­sön­lich anfüh­len kann. „In der Gabe mischen sich Per­son und Sache, wer gibt, gibt einen Teil von sich, wer nimmt, macht eine ‚Frem­derfah­rung mit dem Ande­ren‘.“ (Mar­cel Mauss, 1923)

„Wäre ein Slow Dating Gut­schein als Geschenk nicht so wie Haar­wuchs­mit­tel? Ich weise auf einen Makel hin und drü­cke damit aus, dass die­ser kor­ri­giert wer­den muss?“ Das kommt ganz auf den/die Schenkende/n an: Aus wel­chen Grün­den wurde die­ses Geschenk aus­ge­wählt? Beim Haar­wuchs­mit­tel wahr­schein­lich, damit die Haare wie­der wach­sen. Und beim Slow Dating Gut­schein? Wenn ich als schen­kende Per­son den Sta­tus „Sin­gle“ als Makel, der kor­ri­giert wer­den muss, ansehe, dann könnte der Gut­schein eine ähn­li­che Ener­gie wie das Haar­wuchs­mit­tel ver­mit­teln. Aber liegt der Fokus auf einem beson­de­ren Erleb­nis, pas­send zum Beschenk­ten, dann bekommt das Geschenk eine ganz andere Ener­gie. Es geht nicht darum, einen Makel zu besei­ti­gen, es geht darum, etwas ganz Wun­der­ba­res zu erschaf­fen: Erin­ne­run­gen ver­knüpft mit Emo­tio­nen ent­ste­hen zu lassen.

Wie bei allen Geschen­ken kommt es dar­auf an, was zum Beschenk­ten passt. Jeman­den mit einer Affi­ni­tät für Wein oder jemand, der schon immer mal eine Kanu-Tour mit­ma­chen wollte, den Gut­schein zu schen­ken mit dem Hin­weis auf genau jene pas­sen­den Events, zeigt, dass man auf die per­sön­li­chen Vor­lie­ben des Beschenk­ten ein­ge­gan­gen ist. Und setzt den Fokus auch wie­der auf das Erleben.

Schen­ken ver­bin­det. Ist es dann nicht eine schöne Sym­bo­lik, etwas zu schen­ken, das Men­schen mit­ein­an­der verbindet?

How to compliment

How to

com­pli­ment

Machst Du Dir immer wie­der Gedan­ken dar­über wie Du Kom­pli­mente rich­tig ein­setzt oder wie Du damit umgehst, wenn Du selbst eines bekommst? Dann bist Du hier genau rich­tig! Wir bie­ten Dir neue Per­spek­ti­ven zum Weiterdenken.

Ob beim ers­ten Date oder auf offe­ner Straße, häu­fig wür­den wir einer Per­son gerne etwas net­tes sagen und wis­sen irgend­wie nicht so rich­tig, wie wir das ange­hen sol­len. Man möchte nicht auf­dring­lich sein oder für Unbe­ha­gen sor­gen und ent­schei­det sich aus Angst dazu, es lie­ber doch blei­ben zu las­sen. Ganz nach dem Motto: lie­ber schwei­gen, als etwas Fal­sches sagen. Wir sind der Mei­nung: Trau dich einfach!

Kom­pli­mente –
eine Frage des
Geschlechts?

Ob in Fil­men, Songs oder in der Rea­li­tät, in der Ver­gan­gen­heit waren Kom­pli­mente Män­ner­sa­che und Frauen hat­ten diese dan­kend zur Kennt­nis zu neh­men. Doch trifft das heute immer noch zu? Selbst wenn es noch keine Ver­än­de­rung gege­ben hätte, soll­ten zumin­dest die Lese­rIn­nen die­ses Blog­posts eine moderne Per­spek­tive gewin­nen. Denn auch Män­ner dür­fen ein­mal mit einem net­ten Kom­pli­ment erfreut wer­den. Posi­tive Bestär­kung sei­ner Per­sön­lich­keit, sei­nes Ver­hal­tens oder sei­nes Aus­se­hens erfreut jeder­mann und jeder­frau. Des­halb soll­ten wir uns häu­fi­ger trauen unse­ren Mit­men­schen ein ehr­li­ches Kom­pli­ment aus­zu­spre­chen. Dabei ist es oft gar nicht so wich­tig was genau gesagt wird. Ein lie­ber Kom­men­tar kann sei­nem Gegen­über bereits den gan­zen Tag verschönern.

Der rich­tige
Zeitpunkt

Grund­sätz­lich gibt es für Kom­pli­mente nicht den rich­ti­gen oder fal­schen Zeit­punkt. Die einen freuen sich gleich mit einem Kom­pli­ment begrüßt zu wer­den, andere schät­zen es, am Ende eines gemein­sa­men Dates abschlie­ßend etwas Net­tes zu hören und wie­der andere füh­len sich wäh­rend des Ken­nen­ler­nens durch einen posi­ti­ven Kom­men­tar bestä­tigt. Hier hilft es vor allem, sich auf die Per­son ein­zu­las­sen und mit Ein­füh­lungs­ver­mö­gen ein­zu­schät­zen, wann es gerade ange­bracht erscheint. Oft fällt einem wäh­rend des Gesprächs etwas posi­tiv auf und die Situa­tion eig­net sich per­fekt, um die­ses Merk­mal her­vor­zu­he­ben. Wich­tig ist, dass ihr euch nicht gezwun­gen fühlt, eurem Gegen­über ein Kom­pli­ment zu machen.  Mach Kom­pli­mente nicht, um etwas zu errei­chen, son­dern weil du Dei­nem Gegen­über eine Freude machen möch­test. Sollte sich beim ers­ten Date noch nicht der rich­tige Zeit­punkt erge­ben, ergreife ein­fach beim nächs­ten Mal die Chance.

Ver­su­che ein­mal spon­tan auf offe­ner Straße jeman­dem ein Kom­pli­ment zu machen. Ich bin mir sicher, dass es eine berei­chernde Erfah­rung sein wird.

Beson­der­hei­ten

Sein Date mit Kom­pli­men­ten zu über­häu­fen, könnte unehr­lich wir­ken und sein Gegen­über über­for­dern. Such Dir des­halb lie­ber etwas, das Dir an Dei­nem Date beson­ders gut gefällt. Men­schen, die immer nur Kom­pli­mente für ihr Aus­se­hen bekom­men, könn­ten mit der Zeit frus­triert davon sein, nie etwas zu ihrer Per­sön­lich­keit zu hören und anders reagie­ren als Per­so­nen, die sel­ten Lob für Äußer­lich­kei­ten erhal­ten. Ein Mann, der zum 10. Mal beim ers­ten Date eine Bestä­ti­gung für seine schö­nen Augen bekommt, würde sich viel­leicht mehr über einen Kom­men­tar zu sei­nem Out­fit freuen, des­sen Aus­wahl ihn drei Stun­den gekos­tet hat. Eine Frau mit wun­der­schö­nen Engels­lo­cken hört viel­leicht lie­ber ein­mal wie sym­pa­thisch ihr Lächeln ist. Die Merk­male, die Dir bei einer Per­son sofort ins Auge sprin­gen, sind viel­leicht gar nicht jene, die diese Per­son so beson­ders für Dich machen. Lass Dir also ruhig Zeit, um Dein Date zu mus­tern und bes­ser ken­nen­zu­ler­nen und wähle dann etwas aus, das Du in einer ande­ren Per­son nicht so schnell wie­der­fin­dest. Viel­leicht ist es eine ange­nehme Stimme, eine außer­ge­wöhn­li­che Wort­ge­wandt­heit oder beein­dru­ckende Tätig­kei­ten, die einen Men­schen für Dich so inter­es­sant machen.

Ver­su­che ein­mal eine Woche lang jeden Tag einer Per­son aus dei­nem Freun­des­kreis ein Kom­pli­ment aus­zu­spre­chen. Das trai­niert dein Gespür für das Posi­tive und Du ver­lierst viel­leicht die Scheu davor es Dir auch bei Frem­den zu trauen.

Kom­pli­mente
annehmen

Jeder bekommt gerne Kom­pli­mente, doch so man­cher weiß viel­leicht nicht genau, wie man damit umgeht. Man­che Men­schen haben das Gefühl, es wäre ein­ge­bil­det es schlicht­weg anzu­neh­men. Es ist aber viel unan­ge­neh­mer für sei­nen Gegen­über, wenn man ihr/sein Kom­men­tar her­un­ter­spielt und nicht ernst nimmt. Aus­sa­gen wie „das höre ich öfter“ wir­ken ande­rer­seits schnell über­heb­lich und ent­wer­tet außer­dem das Gesagte Dei­nes Gegen­übers. Meis­tens reicht ein simp­les „Danke“ oder „Das freut mich“ voll­kom­men aus. Zusätz­lich ist es wich­tig, Kom­pli­mente nur dann zurück zu geben, wenn sie ernst gemeint sind. Der Druck, ein Kom­pli­ment zurück geben zu müs­sen, ent­steht nur in einem selbst. Denn kaum ein Mensch, der gerade ein Kom­pli­ment gemacht hat, erwar­tet sich, sofort eines zurück­zu­be­kom­men. Häu­fig erschei­nen diese auch eher erzwun­gen und unehr­lich. Ver­su­che also das nächste Mal locker zu blei­ben und das Kom­pli­ment ein­fach anzunehmen.