Helena

Über Helena

Die Themen rund um Liebe, Beziehung und alles zwischenmenschliche sind nicht nur eine berufliche Leidenschaft, sondern auch eine private. Daher stapelt sich schon das Bücherregal. Erfahre mehr über die Gründerin von Slow Dating Events Vienna auf unserer Über uns Seite.

4 Gedan­ken für mehr Spaß im Dating

4 Gedan­ken für mehr Spaß im Dating

Hand aufs Herz: Wie ent­spannt seid ihr wirk­lich, wenn es um euer Dating-Leben geht? Wie oft habt ihr schon über die Effi­zi­enz nach­ge­dacht, wenn es sich um Matches oder Dates han­delt und ein erfolg­rei­ches Date daran gemes­sen, wie viele Check­bo­xen erfüllt wur­den? Wenn sich die Dates immer mehr nach Job-Inter­views anfüh­len, dann lohnt es sich auf jeden Fall ein­mal einen Schritt zurück zu gehen, tief Luft zu holen und dann:

Den Druck wegnehmen

Sin­gles sind einer Menge Druck aus­ge­setzt. Ein wesent­li­cher Teil davon wird durch die Erwar­tun­gen gefüt­tert, die an den/die potentielle/n Partner*in und auch an den Abend selbst gestellt wer­den. Aber, news­flash — das ist nicht eure Schuld. Viele die­ser Erwar­tun­gen kom­men von der Gesell­schaft und impli­zie­ren (aller­lei ver­al­tete) Ver­hal­tens­re­geln, sowie dass die Fun­ken flie­gen müs­sen und natür­lich, dass es Liebe auf den ers­ten Blick sein sollte. Gebt Dis­ney die Schuld.

Fan­gen wir also damit an: Spaß bei Dates zu haben, muss kein wei­te­rer Druck sein! Es ist okay, wenn man bei einem Date weni­ger Spaß hatte als bei der drit­ten Wie­der­ho­lung von Friends. Nichts­des­to­trotz kann es sich loh­nen, vor einem Date bereits dar­über nach­zu­den­ken, wie man die­ses gestal­ten möchte. Dating ist die Vor­stufe zu einer Bezie­hung – für Spaß IN der Bezie­hung ist das WIE beim Daten ein guter Anfang. Also ein­fach dar­auf kon­zen­trie­ren, eine gute Zeit zu haben anstatt „Ergeb­nisse zu erzie­len“ und neu­gie­rig auf die ver­schie­de­nen Facet­ten der ande­ren Per­son sein.

Neu­gie­rig werden

Ihr trefft immer den­sel­ben “Typ Frau/Mann“? Ihr wisst ganz genau, was ihr von eurem Date erwar­tet? Zu einem gewis­sen Grad ist es gut, zu wis­sen was man will – aber wenn die Liste an Anfor­de­run­gen schon län­ger wird als die Ein­kaufs­liste für die nächste Party, dann wird es ein­mal Zeit diese Liste (meta­pho­risch) zur Seite zu legen. Warum kon­zen­triert ihr euch nicht statt­des­sen auf eine der gro­ßen Freu­den des Lebens: die Neugierde.

Neu­gie­rig zu wer­den auf alle Arten von Men­schen, selbst auf sol­che, die man nie in Betracht gezo­gen hat, kann Wun­der bewir­ken, um neue Türen, Denk­wei­sen und Mög­lich­kei­ten zu öff­nen. Bei über 7 Mil­li­ar­den Men­schen auf der Erde weiß man nie, wen man trifft oder was man lernt – über andere UND sich selbst. Anstatt also zu einem Date zu gehen mit der Absicht “das zu fin­den, was ich will”, lasst uns statt­des­sen die Inten­tion haben “was ent­de­cke ich heute?”. Lasst euch von der Welt überraschen 😉

Bucket List Dates

Dates las­sen sich wun­der­bar kom­bi­nie­ren mit Din­gen, die man län­ger schon mal aus­pro­bie­ren wollte.

Lust auf einen Kunst­kurs mit einem Flach­mann Wein?

Die­ser Apfel­stru­del-Work­shop geht euch nicht aus dem Kopf?

Oder woll­tet ihr ein­fach immer schon mal unbe­dingt Axt­wer­fen ausprobieren?

Macht euch eine Liste mit Akti­vi­tä­ten, die für euch beim ers­ten Date pas­sen sind, Ideen dafür fin­det ihr auch bei uns, zB 8 krea­tive Dating Ideen.

Unge­wöhn­li­che und anders­ar­tige erste Dates brin­gen nicht nur Spaß, son­dern schaf­fen Gesprächs­the­men, neh­men Druck raus und ver­bes­sern die Mög­lich­kei­ten ein­an­der kennenzulernen.

Bitte lächeln

Viel­leicht füh­len sich man­che Dates ein wenig ent­mu­ti­gend, lang­wei­lig oder ener­gie­r­au­bend an. Viel­leicht hast du manch­mal das Gefühl, dass du nie jeman­den triffst für den/die du dich inter­es­sierst oder umge­kehrt, dass sich die Rich­ti­gen nicht für dich inter­es­sie­ren. Du bist nicht alleine mit die­sem Gefühl. Das ist wirk­lich nor­mal und ist lei­der die andere Seite der Medaille von Dating.

Aber der Wunsch andere ken­nen­zu­ler­nen, ist eine wun­der­schöne Sache! Ihr seid gerade nicht so gut drauf? Erin­nert euch an all die Dinge, die ihr an euch selbst liebt. Außer­dem lässt sich das Gehirn gut aus­trick­sen: Stellt euch vor, ihr hät­tet gute Laune und strahlt mit einem brei­ten Grin­sen im Spie­gel euch selbst entgegen.

Ihr habt eine gute Zeit bei einem Date? Groß­ar­tig, dann sag das dei­nem Date – ganz egal, ob du bereits ana­ly­siert hast, was er/sie rein hypo­the­tisch für dich emp­fin­den könnte. Macht Kom­pli­mente, erzählt Witze, stellt Fra­gen, tauscht Ideen aus — zeigt eure Per­sön­lich­keit, indem ihr authen­tisch seid! Ein­fach man selbst sein macht den meis­ten Spaß 😉

Über­legt euch schon mal wel­che Idee euch bei eurem nächs­ten Date so rich­tig Spaß machen würde. Aber denkt daran:

Spaß ist kein wei­te­rer Druck, son­dern eine wun­der­bare Ent­schei­dung, um mehr wun­der­volle Momente zu schaffen.

Unsere acht liebs­ten Pick­nick­plätze in Wien

Unsere 8
liebsten
Picknick-
plätze
in Wien

Ein­fach die Decke aus­brei­ten, Essen und Trin­ken drauf und fer­tig ist ein roman­ti­sches Pick­nick. Wo wir es beson­ders schön fin­den, haben wir in die­sem Arti­kel für euch zusammengefasst.

Burg­gar­ten

Im Her­zen Wiens, ein­ge­bet­tet zwi­schen Oper und Hel­den­platz. Der Burg­gar­ten ist der per­fekte Ort, um zwi­schen einer Sight­see­ing­tour eine Pause ein­zu­le­gen oder sich zum After­work Pick­nick zu tref­fen. Auch der Blick auf das im Jugend­stil gebaute Pal­men­haus ist etwas ganz Spezielles!

Alte Donau

Die alte Donau hat viele wun­der­bare Plätz­chen. Der große Vor­teil: Das Was­ser ist wär­mer als an der neuen Donau oder dem Haupt­fluss der Donau und ruhig wie ein See. Eine der net­ten Wie­sen aus­su­chen und es sich dort gemüt­lich machen, mit Pick­nick­korb und zwi­schen­durch zum Erfri­schen ins Was­ser abtau­chen. Roma­wi­ese, Arbei­te­rIn­nen­strand, Wiese des Kai­ser­was­sers, Holz­stege an der unte­ren alten Donau etc. Wer es ein biss­chen sport­li­cher mag, borgt sich ein Boot (Motor­boot, Tret­boot) aus, erkun­det die ver­steck­ten Nischen der alten Donau und pad­delt in den Son­nen­un­ter­gang. Alter­na­tiv dann mit dem Stand up board, das ist dann defi­ni­tiv sport­lich. Am Bes­ten mit unse­rem Koope­ra­ti­ons­parn­ter Flo­tus. Oder Lust auf was Neues? Wie wäre es mit Dating am Stan­dup­pad­del?

Am Him­mel

Die wun­der­bare Aus­sicht über Wien mit Donau in Rich­tung Bra­tis­lava genie­ßen und beim Baum­kreis sei­nen Lebens­baum suchen. Jedes Stern­zei­chen hat einen pas­sen­den Baum und dadurch lässt sich ein Stück­chen mehr über sich und sein Gegen­über erfah­ren. Wer gerne wan­dert: Von hier aus kann man noch Rich­tung Kahlenberg/Cobenzl wei­ter­zie­hen oder gleich hier Pick­nick­korb und Decke aus­brei­ten und genießen.

Schön­brunn, Gloriette

Auf den Spu­ren von Franz & Sissi unter­wegs. Durch den Gar­ten Schön­brunns schlen­dern bis rauf zur Glo­ri­ette. Als Beloh­nung gibts einen tol­len Aus­blick über Wien bis hin zum Wie­ner­wald. Auch der Wald rund um die Glo­ri­ette ladet zum Spa­zie­ren ein. Für Tierliebhaber*innen gibt es natür­lich auch die Mög­lich­keit, über den Tiro­lerhof in den Tier­park Schön­brunn gehen. Oder einen Abste­cher ins Schön­brun­ner­bad machen, um sich abzukühlen.

Lain­zer Tiergarten

Län­gere und kür­zere Wege mit­ten im wun­der­schö­nen Wald, mit etwas Glück trifft man auf Wild­schweine, Hir­sche, Muff­lons etc. Wir emp­feh­len am Niko­lai­tor zu star­ten und beim Wie­ner Blick die erste Pause ein­zu­le­gen – wun­der­ba­rer Aus­sichts­punkt über Wien. Dann wei­ter zur Huber­tus­warte oder zum Johann­ser Kogel oder ganz andere Wege ein­schla­gen. Ein­fach am Plan nach geeig­ne­ten Rou­ten suchen. Geschichtsliebhaber*innen kön­nen den Weg Rich­tung Her­mes­villa ein­schla­gen, lie­be­voll auch „Das Schloß der Träume“ genannt und die Villa der Kai­se­rin Eli­sa­beth besich­ti­gen, es gibt auch immer wie­der Son­der­aus­stel­lun­gen. Genug Pro­vi­ant ein­ste­cken oder in eines der Gast­häu­ser ein­keh­ren – Öff­nungs­zei­ten beachten!

Donau­ka­nal

Der urbanste Platz, ent­lang der Graf­fi­ti­wände und klei­nen Loka­len. Immer wie­der laden nette Wie­sen und Plätz­chen zum Ver­wei­len ein. Klei­ner Tipp, auf Höhe der Salz­tor­brü­cke auf der Freda-Meiss­ner-Blau Pro­me­nade auf den Stu­fen im Schat­ten der gro­ßen Bäume ein küh­les Bier (sel­ber mit­ge­nom­men) genie­ßen und die Atmo­sphäre auf sich wir­ken las­sen. Spa­ziert man Rich­tung Frie­dens­brü­cke wer­den die Plätze (vor allem stadt­aus­wärts) auch immer grü­ner. Das Bade­schiff kön­nen wir auch Wärms­tens emp­feh­len, mit ihrem Spei­sen­an­ge­bot von „Spei­sen ohne Gren­zen“ und einem eige­nen Swim­ming­pool an Deck, ein gemüt­li­cher & alter­na­ti­ver Platz mit­ten am Wasser.

Kur­park Oberlaa

Beson­ders ent­zü­ckend in die­sem spe­zi­el­len Park sind die vie­len klei­nen Tei­che. Leicht fin­det man ein unge­stör­tes Plätz­chen unter einer Trau­er­weide oder sogar eine der Lie­ge­stühle auf den Wie­sen. Zeit neh­men, um den gan­zen Park zu erkund­schaf­ten! Stau­den­gar­ten, Lie­bes­gar­ten, Trep­pen­gar­ten, Schwanensee….um nur einige High­lights zu nennen.

Tür­ken­schanz­park

DIE Grü­n­oase mit Geschichte mit sei­nen Tei­chen, Sta­tuen und Aus­sichts­punk­ten ein ganz beson­de­res Erleb­nis. Unbe­dingt auch den tür­ki­schen Brun­nen besuchen!

Ver­lo­sung Picknickkistl!

Wollt ihr das Pick­nick noch beson­ders auf­pep­pen? Die Pick­nick­kistln von Fresh­mans sind die fesches­ten, die wir bis­her gese­hen haben! Ziem­lich foto­gen, wie wir beim Pho­to­shoot fest­stel­len konn­ten 😂 Schaut auf unse­ren Insta­gram oder Face­book-Kanal, dort ver­lo­sen wir gerade eines 😉

Teil­nah­me­be­din­gun­gen Verlosung

COVID & Dating: Mög­lich­keit zur Selbstentwicklung

COVID & Dating: Mög­lich­keit zur Selbst-entwicklung

Was neh­men wir für uns selbst mit, aus die­ser durch COVID so beein­fluss­ten Dating­phase in unse­rem Leben? Mit ein wenig Krea­ti­vi­tät und Offen­heit bie­tet sich eine ganz neue Per­spek­tive — mit Din­gen, die wir für uns selbst und unsere Zukunft ler­nen kön­nen. Die­ser Blog­ar­ti­kel wirft einen genaue­ren Blick darauf:

Im Hier und Jetzt bleiben

Die glo­bale Pan­de­mie hat dazu geführt, dass sich viele Men­schen auf die Ver­gan­gen­heit oder die Zukunft kon­zen­trie­ren. Retro­spek­tiv wer­den Hand­lun­gen kri­tisch betrach­tet und den Erleb­nis­sen vor Corona wird weh­mü­tig nach­ge­blickt. Welch Ängste bei dem Blick in die Zukunft durch COVID aus­ge­löst wur­den, müs­sen gar nicht erst erwähnt wer­den. Daher ist Dating wäh­rend COVID eine gute Gele­gen­heit, sich auf das Hier und Jetzt, den gegen­wär­ti­gen Moment, zu fokus­sie­ren, anstatt sich mit der Ver­gan­gen­heit oder der Zukunft zu belas­ten. Im Hier und Jetzt zu blei­ben, wird schon von der Gestalt­the­ra­pie von Fritz Perls als the­ra­peu­tisch angesehen.

Wäh­rend dem Dating kann man viel über sich selbst ler­nen, indem man fest­stellt, was man in die­sem gegen­wär­ti­gen Moment fühlt, denkt, will oder braucht. Der gegen­wär­tige Moment ist alles, was wir jemals haben. Sich die Fülle des gegen­wär­ti­gen Augen­blicks zu erlau­ben, wäh­rend man das Date erlebt, bie­tet einen Reich­tum an Erfah­rung. Das ist ein Kon­zept, das die Figur in Hein­rich Bölls Roman Der Clown gut (Link) ausdrückt:

“Ich sammle Momente”.

Den eige­nen Instink­ten vertrauen

Dating per Video­an­ruf ver­mit­telt ein Gefühl von Unmit­tel­bar­keit. Ohne dem Umfeld eines Restau­rants, Thea­ters oder einer ande­ren Umge­bung gibt es weni­ger Ablen­kung und weni­ger externe gegen­sei­tige Dis­kus­si­ons­punkte. Alles was bleibt sind du und dein Date. Da kommt es leich­ter als im „rea­len Leben“ zu dem soge­nann­ten „Ent­hem­mungs­ef­fekt“. Ein Teil davon besagt, dass wir bei Online-Kom­mu­ni­ka­tion eher dazu nei­gen, mehr über uns selbst zu erzäh­len, als wenn wir uns von Ange­sicht zu Ange­sicht sehen wür­den). Online-Kom­mu­ni­ka­tion kann den Pro­zess der Ver­bun­den­heit und Inti­mi­tät beschleu­ni­gen. Das kann zu rascher Nähe füh­ren und ist eine Gele­gen­heit, sich mit einem hohen Grad an Ver­wund­bar­keit und Offen­heit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Es birgt aber auch die Gefahr, zuviel von sich preis­zu­ge­ben. Nimm dir daher einen Moment Zeit, um dich auf deine Instinkte, dein Gespür für dich selbst und deine Wün­sche und Bedürf­nisse ein­zu­stim­men, anstatt beim ers­ten Date zu schnell, zu viel von dir mit dei­nem Gesprächs­part­ner zu tei­len. Trai­nier die­ses Bauch­ge­fühl, das dich warnt, lang­sa­mer zu tre­ten, dei­nen Instinkt, der dir hilft, den Ent­hem­mungs­ef­fekt zu ver­mei­den. Online-Dating bie­tet eine wich­tige Mög­lich­keit, zur Selbst­ent­wick­lung, da es hilft, sich mit sei­nen Instink­ten zu verbinden.

Es gibt einen Satz, der die­ses Kon­zept der nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen von Oversha­ring schön bild­lich darstellt:

“Du kannst Zahn­pasta nicht wie­der in die Tube geben.”

Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten Entwickeln

Indem wir uns auf unsere Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten bei Online- oder Tele­fon-Dates ver­las­sen müs­sen, trai­nie­ren wir sie auch gleich­zei­tig. Nor­ma­ler­weise erhal­ten und geben wir unend­lich viele non-ver­bale Hin­weise in einer Begeg­nung, die Online oder per Tele­fon weg­fal­len. Selbst bei einem Video­an­ruf zei­gen wir nor­ma­ler­weise nur Kopf und Schul­tern auf dem Bild­schirm. Das heißt, dass wir das ner­vöse Zit­tern vom Bein nicht bemer­ken oder jeg­li­che Auf­re­gung und Begeis­te­rung, die sich über die Gren­zen des Gesichts hin­aus aus­drü­cken. Wenn die non-ver­bale Kom­mu­ni­ka­tion so der­ma­ßen ein­ge­schränkt ist, lohnt es sich, an sei­ner ver­ba­len Kom­mu­ni­ka­tion zu arbei­ten. Ja, es schafft Her­aus­for­de­run­gen – aber auch Chan­cen. Gele­gen­hei­ten, die eigene Kom­mu­ni­ka­tion und die Signale und Nach­rich­ten, die man von sei­nem Date erhält, zu ver­bes­sern. Chan­cen, sich für die Art und Weise zu inter­es­sie­ren, wie beide Gesprächs­part­ner kom­mu­ni­zie­ren. Es ist eine per­fekte Gele­gen­heit zur Selbst­ent­wick­lung. Mit Offen­heit und Neu­gierde maxi­miert man das poten­zi­elle per­sön­li­che Wachstum.

8 krea­tive Dating-Ideen wäh­rend Corona

8 krea­tive Dating-Ideen wäh­rend Corona

Der­zeit sind Dating-Klas­si­ker wie Kino, Lokal, Thea­ter oder Museum keine wirk­li­che Option (wobei wir auf das Auto­kino hof­fen). Durch Lock­down ent­we­der ganz unmög­lich oder, wenn geöff­net, dann mit Maske eher unsexy – wie soll man sich locker und leicht näher­kom­men und wie soll es zum lang ersehn­ten und roman­ti­schen Kuss kom­men, wenn erst ein­mal der Mund­na­sen­schutz her­un­ter­ge­ris­sen wer­den muss?!

Trotz­dem will geda­tet wer­den! Wir haben daher ein paar Ideen zusam­men­ge­tra­gen, die Dating auch unter den der­zeit schwie­ri­ge­ren Bedin­gun­gen locker und leicht machen und uns eine Pan­de­mie ver­ges­sen lassen.

  • Pick­nick: Ein Klas­si­ker. Und auch nicht beson­ders ori­gi­nell – das ist uns bewusst. Aber halt ein­fach schön. Vor allem an den vie­len ganz beson­de­ren Plät­zen in Wien. Die Him­mel­wiese im 19. Bezirk mit dem berühm­ten Baum­kreis zum Bei­spiel, der St. Mar­xer Fried­hof mit sei­nem Flie­der-Traum, der japa­ni­sche Setagaya Park (wenn auch nur auf Bän­ken geses­sen wer­den darf), der Donau­park, um nur ein paar andere Orte neben Pra­ter, Donau­in­sel oder alte Donau zu nennen.
  • Wenn wir schon in der Natur sind, warum dann nicht auch ein­fach gemein­sam Bär­lauch­pflü­cken im Pra­ter oder bei der Jubi­lä­ums­warte, Schwam­merl­su­chen im Wie­ner Wald oder gemein­sam ins Erd­beer­land? Auch da gibt viele viele Mög­lich­kei­ten in Wien und Umgebung.
  • Gemein­sa­mer Sport ver­bin­det – ihr erlebt etwas gemein­sam, seid an der fri­schen Luft und bewegt euch…was will man mehr?! Da fal­len uns ganz spon­tan gemein­sa­mes Rad­fah­ren auf der Donau­in­sel, „Yoga im Park“ oder Stand Up Paddling (Unsere Emp­feh­lung: Flo­tus) ein. Bei Ten­nis braucht man sich über den Sicher­heits­ab­stand keine Sor­gen machen 😂 Oder warum nicht ein­fach etwas ganz Neues aus­pro­bie­ren – wie ein gemein­sa­mer Aus­ritt im Prater?
  • Tiere las­sen unsere Her­zen meis­tens etwas höher­schla­gen. Ihnen ganz nahe zu kom­men geht zum Bei­spiel in einem nahe­ge­le­ge­nen Strei­chel­zoo. Es wer­den auch Wan­de­run­gen mit einem der Trend-Tiere schlecht­hin – dem Lama – ange­bo­ten, z.B. in Möd­ling, gleich im Süden von Wien.
  • Soll es ein biss­chen krea­tiv sein? Ytong-Steine kön­nen in jedem Bau­markt besorgt wer­den und las­sen sich ganz leicht mit einer leich­ten Säge und Feile bear­bei­ten. Die ent­stan­de­nen Skulp­tu­ren sind ein wun­der­ba­res Erin­ne­rungs­stück! Vor­sicht nur, der weiße Staub ist dann wirk­lich ÜBERALL! Einer­seits ein guter Grund, um danach gemein­sam baden zu gehen – ande­rer­seits könnt ihr auch gleich auf Graf­fiti aus­wei­chen – die lega­len Plätze dafür fin­det ihr bei Wie­ner­wand.
  • Wollt ihr ganz sicher gehen und eurer natür­li­chen Anzie­hung mit Adre­na­lin ein biss­chen nach­hel­fen? Dann ladet euren Augen­schein zu einer Tour durch den Würs­tel­pra­ter ein (wenn es ein biss­chen sanf­ter sein soll, reicht auch der Böh­mi­sche Pra­ter) oder besucht die Som­mer­ro­del­bahn auf der Hohen Wand Wiese. Genauso span­nend sind auch die vie­len Klet­ter­parks in Wien – wie auf der Donau­in­sel oder der Hoch­seil­klet­ter­gar­ten am Kah­len­berg, um nur zwei zu nennen.
  • Etwas für die Umwelt tun – das klingt viel­leicht nicht so sexy, aber auch beim gemein­sa­men Müll sam­meln kann man viel beim ande­ren ent­de­cken. Und natür­lich bei ande­ren Frei­wil­li­gen­ar­bei­ten!
  • Und für alle, die sich roman­tisch und mit mehr Tiefe ken­nen­ler­nen wol­len, emp­feh­len wir immer gerne (gar nicht eigen­nüt­zig natür­lich) unsere „Verliebt-in-Wien“-Tour! Aus­ge­rüs­tet mit span­nen­den Fra­gen und lie­be­vol­len Auf­ga­ben spa­ziert ihr durch Wien und lernt dabei euch, eure Träume und Wün­sche, sowie die Stadt bes­ser kennen!

Wie COVID unser Dating-Leben ver­än­dert hat

Wie COVID unser
Dating-Leben
ver­än­dert hat

Die Pan­de­mie beein­flusst jeden Aspekt unse­res Lebens und Dating ist hier­bei keine Aus­nahme. Man­che Paare haben näher zuein­an­der gefun­den, bei ande­ren wurde die Sin­gle-Quote erhöht wäh­rend sich Sin­gles Gedan­ken über Lock­down-Part­ne­rIn­nen-Mög­lich­kei­ten gemacht haben. Dating heute ist nicht mehr das­selbe wie es noch vor einem Jahr war – aber was hat sich durch COVID verändert?

Lang­sa­mes Kennenlernen

Der viel genutzte Neu­jah­res­vor­satz, ein­mal lang­sa­mer zu schal­ten, wurde mit COVID in bru­ta­ler Geschwin­dig­keit Rea­li­tät. Ein Fuß am Brems­pe­dal und der andere am inner­li­chen Gas, um schnell jeman­den für den nächs­ten Lock­down zu fin­den. Das Ergeb­nis: Dating, aber lang­sam. Schnelle Tref­fen sind lan­ger digi­ta­ler Kom­mu­ni­ka­tion gewi­chen. Jeder per­sön­li­che Kon­takt unter­liegt einer vor­he­ri­gen Risi­ko­ab­schät­zung. Um ein Risiko ein­zu­ge­hen, bedarf es der Aus­sicht eines ent­spre­chend hohen Gewin­nes. Daher braucht man Infor­ma­tio­nen. Im Dating­kon­text lässt sich die­ser „Gewinn“ umso bes­ser vor­her­sa­gen, je mehr man schon mit­ein­an­der geschrie­ben oder tele­fo­niert hat. Die­ses „Scree­ning“ hat durch COVID eine sol­che Bedeu­tung bekom­men, dass sich das erste Tref­fen wie ein rich­tig gro­ßer Schritt anfühlt.

Der Babye­le­phant

Die Pan­de­mie hat uns von den Men­schen weg­ge­drängt, im phy­si­schen Sinne. Dating ohne Aus­sicht auf kör­per­li­che Nähe sor­tiert schon mal die­je­ni­gen aus, denen es nur darum geht. Aller­dings sind die klei­nen, kaum merk­ba­ren Berüh­run­gen ein wich­ti­ger Teil der non­ver­ba­len Kom­mu­ni­ka­tion (und sor­gen für Span­nung beim Flir­ten). Die Nähe, die sonst über die gerin­ger wer­dende phy­si­sche Distanz her­ge­stellt wer­den kann, muss nun über die kom­mu­ni­ka­tive Ebene ihren Weg fin­den. Wie lässt sich diese Inti­mi­tät her­stel­len? Über tie­fer­ge­hende Gesprächs­the­men. Es gibt einige Fra­ge­kar­ten auf dem Markt, die dabei der ideale Hel­fer sind. Wir emp­feh­len: „{THE AND}“, „We’re not really stran­gers“ und „deeper con­nec­tion“. Einen Fra­gen­ka­ta­log von uns mit jeweils 10 ver­schie­de­nen tie­fer­ge­hen­den Fra­gen gibt es hier zum Down­load: Fra­gen­ka­ta­log A, Fra­gen­ka­ta­log B oder die 36 Fra­gen von Arthur Aron.

Neue Arten des Kennenlernens

Die Ein­schrän­kun­gen durch die Pan­de­mie zwin­gen uns dazu, krea­ti­ver zu wer­den. Was lässt sich online machen? Wie kann man Zeit mit­ein­an­der ver­brin­gen, ohne ein zu hohes Risiko ein­zu­ge­hen? Die meis­ten Leute sind wahr­schein­lich noch nie so oft spa­zie­ren gegan­gen bei einem Tref­fen wie je zuvor (eine wesent­lich gesün­dere Alter­na­tive zum Klas­si­ker „in einer Bar tref­fen“) oder haben ihr Date in einer Pyja­ma­hose getrof­fen (die gemüt­li­che Seite des online Ken­nen­ler­nens). Ideen für Online-Tref­fen fin­det ihr hier: 14 Ideen für ein vir­tu­el­les Date

Her­aus­for­de­rung zu Beginn

Frü­her war die Lokal­wahl noch die schwerste Abspra­che vor einem Date, heute sind es die The­men rund um Abstand, Maske, Test. Das sind durch­aus schwie­rige The­men, zu denen wohl mitt­ler­weile jede/r seine eige­nen Ansich­ten hat. Unab­hän­gig davon ob man von die­sel­ben oder unter­schied­li­che Ansich­ten ver­tritt, wenn man es schafft, sich auf einen gemein­sa­men Nen­ner zu eini­gen, kann man das durch­aus als posi­ti­ves Zei­chen sehen. Eine andere Her­aus­for­de­rung steckt in dem Tref­fen selbst: Wenn wir unser Date als mög­li­che Gefah­ren­quelle betrach­ten, dann hat das unbe­wusst auch Aus­wir­kun­gen dar­auf, wie wir ein­an­der wahr­neh­men. Wir sind weni­ger offen und redu­zie­ren unse­ren Augen­kon­takt. Bereits 2009 zeigte eine Stu­die, dass je schwä­cher wir uns vor Krank­hei­ten geschützt füh­len, umso weni­ger wir uns bei einem Date von unse­rem Gegen­über ange­zo­gen füh­len. Umge­kehrt wir­ken wir auch distan­ziert und unfreund­lich ande­ren gegen­über.[1]

Bezie­hungs­ge­sprä­che

Die Frage wen man sonst noch so trifft, hatte schnell mal einen Hauch von Eifer­sucht. Durch COVID ist sie schnell nor­mal gewor­den, um fest­zu­stel­len, ob man mit sei­nem per­sön­li­chen COVID-Kon­zept zusam­men­passt. Es herrscht mehr Druck, klä­rende Bezie­hungs­ge­sprä­che zu füh­ren. „Zu mir oder zu dir?“ wurde wäh­rend dem ers­ten Lock­down die Frage, wo man sich wäh­rend dem Lock­down ein­nis­tet. Bezie­hungs­the­men, die sonst erst lang­sam Schritt für Schritt geklärt wer­den, kön­nen durch COVID schwe­rer hin­aus­ge­zö­gert wer­den. Gleich­zei­tig bie­ten diese Gesprä­che auch die Chance, die Bezie­hung schnel­ler voranzubringen.

Auf sich selbst konzentrieren

Die Pan­de­mie hat uns dazu gebracht, uns mehr mit uns selbst zu beschäf­ti­gen. Was ver­mis­sen wir am meis­ten? Was brau­chen wir wirk­lich, wenn alle Ablen­kun­gen weg­fal­len? Diese Selbst­re­fle­xion kann die Rück­kehr ins Dating-Leben rei­cher und inter­es­san­ter gestal­ten, da uns mög­li­cher­weise bes­ser bewusst­wird, wonach wir suchen. In der Folge kön­nen wir dies auch kla­rer kom­mu­ni­zie­ren und schät­zen die ein­zel­nen Tref­fen mehr.

Die COVID-19-Pan­de­mie hat das Dating-Leben defi­ni­tiv ver­än­dert. Es bleibt abzu­war­ten, wie sich diese Ver­än­de­run­gen ent­wi­ckeln wer­den, wenn sich die glo­bale Gesund­heits­si­tua­tion ändert. Einige Dinge blei­ben ver­mut­lich, zB haben Online-Dates durch­aus ihre Vor­züge. Aber wir kön­nen es kaum mehr erwar­ten bis wir wie­der ohne Abstand daten können 😉

Quel­len

[1] Les­ley A. Dun­cana,*, Mark Schal­lera, Jus­tin H. Park, Per­cei­ved vul­nera­bi­lity to dise­ase: Deve­lo­p­ment and vali­da­tion of a 15-item self-report instru­ment, Uni­ver­sity of Bri­tish Colum­bia: 2009. https://www2.psych.ubc.ca/~schaller/DuncanSchallerPark2009.pdf

Warum Online-Dates bes­ser als ihr Ruf sind

Warum
Online-Dates
bes­ser als
ihr Ruf sind

2020 war defi­ni­tiv DAS Jahr für Online-Dates („what to do on a vir­tual date“ war einer der Such­an­fra­gen-Trends[1]).  Im ers­ten Moment fühlt es sich wie ein mage­rer Trost­preis an, aber Online-Dates haben durch­aus ihre Vor­züge gegen­über einem Tref­fen in einer Bar oder einem Café. Beleuch­ten wir ein paar posi­tive Sei­ten eines (ers­ten) Dates über einer Videokonferenz-Plattform:

Keine Ablen­kun­gen

Das Para­de­bei­spiel für Ablen­kung wäre das klas­si­sche Kino-Date, bei dem man nach dem Film vom ande­ren weiß an wel­chen Stel­len er/sie lacht oder weint, aber viel mehr dann wohl auch nicht. Aber auch dort wo man nicht beim Spre­chen böse ange­zischt wird, lau­ern viele reiz­volle Ablen­kun­gen: Bars oder Restau­rants bie­ten eine Fülle an auf­merk­sam­keits-haschen­den Din­gen. Eine wei­tere typi­sche Situa­tion: Die Musik ist so laut, dass die Hälfte der Kon­ver­sa­tion aus „Was hast du gesagt?“ besteht. Ein Video-Call zwingt uns zur Basis zurück­zu­schrau­ben und uns ein­zig und allein auf unser Gegen­über zu fokus­sie­ren. (Falls jemand meint, der Com­pu­ter selbst sei die größte Ablen­kung: Schal­tet alles andere aus. Man merkt es wirk­lich, wenn jemand was ande­res am Com­pu­ter macht.)

Inti­mer

Es erscheint para­dox, aber ein Online-Date kann sogar inti­mer sein. Man lädt jeman­den vir­tu­ell in das eigene Zuhause ein – das ist schon ein gro­ßer Schritt 😉 Man kann das Haus­tier vor­stel­len oder sogar eine Haus­tour geben (zumin­dest von den auf­ge­räum­ten Ecken). Dabei kön­nen die eige­nen Inter­es­sen viel leben­di­ger sicht­bar wer­den und viel­leicht ent­deckt man auch Gemeinsamkeiten.

Zeit und Geld sparen

Es klingt viel­leicht banal, aber Online-Dates sind ein­fach güns­tig. Gerade am Anfang kann es unan­ge­nehm sein über Finan­zi­el­les zu reden. Ein Date kann preis­lich sehr unter­schied­lich aus­fal­len, je nach­dem ob man sich im Beisl trifft oder bei einem Din­ner in the dark. Und einen krea­ti­ven oder enthusia­ti­schen Vor­schlag wegen Geld abzu­leh­nen, kann nicht so leicht sein. Außer­dem erspart man sich bei einem Video-Date das ver­le­gene „Wer zahlt was“-Gespräch. Neben Geld wird auch noch Zeit gespart aus offen­sicht­li­chen Grün­den 😉 Durch COVID wer­den Video-Dates viel­fach als Scree­ning genutzt, um fest­zu­stel­len, ob genug Che­mie für ein Off­line-Tref­fen da ist.

Sicher­heit

Bei mei­nen Dating-Erfah­run­gen habe ich mich zum Glück immer sicher gefühlt, aber lei­der ist das keine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Bei einem Online-Date braucht man kei­nen Backup-Plan, muss nie­man­den infor­mie­ren sobald man sicher zu Hause ist oder braucht am Abend nicht auf sein Getränk zu achten.

Für viele mögen Online-Dates nicht die erste Wahl sein und zuge­ge­be­ner­ma­ßen waren wir selbst dabei auch keine Aus­nahme. Aber nach bald einem Jahr Online-Events sind sie mir an’s Herz gewachsen.

Valen­tins­tag

365 Valen­tins­tage:
5 Gründe, warum
es Roman­tik nicht
nur ein­mal im
Jahr geben sollte

Da ist er wie­der — der Valen­tins­tag! Der krank­haft süße Tag der Lie­bes­her­zen und Ted­dys, Pra­li­nen und Rosen, rosa­ro­tem Geschenk­pa­pier und hand­ge­schrie­be­nen Kar­ten. Aber warum sollte man Roman­tik auf nur einen Tag im Jahr beschränken?

1) Was wir erwar­ten, soll­ten wir auch sel­ber geben. Wenn man erwar­tet, regel­mä­ßig mit einem beson­de­ren Abend und eini­gen Geschen­ken ver­wöhnt zu wer­den, obwohl man selbst nicht die Absicht hat, das­selbe zu tun, dann sollte man dar­über noch­mal nach­den­ken. Nach und nach wird ein sol­ches Ungleich­ge­wicht bald zu Unmut auf bei­den Sei­ten füh­ren. Sprecht die Dinge durch, um Ent­täu­schun­gen das ganze Jahr über zu vermeiden.

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2) Roman­tik ist ein­fa­cher, als man viel­leicht denkt.  Die Kre­dit­karte muss nicht bis zum Anschlag aus­ge­reizt wer­den, um das ganze Jahr über etwas Roman­tik zu tei­len. Eine hand­ge­schrie­bene Notiz, die in der Lunch­box oder im Buch ver­steckt ist, ist eine kos­ten­lose Form der alt­mo­di­schen Roman­tik, die den Unter­schied für die Stim­mung in der Bezie­hung aus­ma­chen kann.

3) Warum der Masse fol­gen?  Wir sind keine Lem­minge! Es ist das 21. Jahr­hun­dert und ihr habt das Recht, das Leben so zu gestal­ten, wie ihr das wirk­lich wollt. Macht euch keine Gedan­ken dar­über, was alle ande­ren tun. Kon­zen­triert euch auf das, was sich für euch und eure*n Partner*in rich­tig anfühlt.

4) Bezie­hun­gen brau­chen das ganze Jahr über Liebe. Eine Valen­tins­karte und ein paar schi­cke rote Des­sous rei­chen nicht aus, um das ganze Jahr über eine gesunde, glück­li­che Bezie­hung zu füh­ren. Man muss sich schon etwas mehr als nur ein­mal im Jahr anstren­gen, um eine Bezie­hung zu füh­ren, nach der man wohl sucht.

4) Bezie­hun­gen brau­chen das ganze Jahr über Liebe. Eine Valen­tins­karte und ein paar schi­cke rote Des­sous rei­chen nicht aus, um das ganze Jahr über eine gesunde, glück­li­che Bezie­hung zu füh­ren. Man muss sich schon etwas mehr als nur ein­mal im Jahr anstren­gen, um eine Bezie­hung zu füh­ren, nach der man wohl sucht.

5) Freund­schaft ist ein Ele­ment von Roman­tik. Aus­ge­fal­lene Geschenke und schi­cke Abend­essen sind schön genug, aber es gibt nichts Roman­ti­sche­res als zu wis­sen, dass jemand das ganze Jahr über hin­ter einem steht. Betrach­tet eure*n Partner*in als eure*n beste*n Freund*in und es wird dann viel ein­fa­cher sein, jeden Tag mit die­sem beson­de­ren Valen­tins­tag-Fun­keln zu erleben.

Das Wich­tigste: Folgt immer dem, was sich für euch (nicht für die Umge­bung) rich­tig anfühlt, wenn es um Liebe und Roman­tik geht. Lasst euch nicht von den gan­zen kom­mer­zi­el­len Bil­dern ver­un­si­chern, auch wenn sie uns stän­dig in den sozia­len Netz­ten zum Ver­glei­chen ein­la­den. Hört auf eure Intui­tion und sprecht offen mit eurem/eurer Partner*in dar­über, was für euch beide am bes­ten funktioniert.

Wenn euer idea­les Valen­tins­tags­er­leb­nis in Folie ver­packte Pra­li­nen und einen Bund roter Stiel­ro­sen beinhal­tet, dann passt das gut. Wenn nicht, dann pro­biert ein­fach ein paar neue, alter­na­tive Ideen aus. Führt ein Leben, das ihr liebt — Valen­tins­tag oder nicht!

14 Ideen für ein vir­tu­el­les Date

14 Ideen
für ein
virtuelles
Date

2020 war das Jahr, in dem das Leben online wurde. Gefühlt wird mitt­ler­weile schon alles online ange­bo­ten, vom Pila­tes-Work­shop bis zur Stadt­füh­rung. Der Krea­ti­vi­tät sind nur manch­mal tech­nisch Gren­zen gesetzt. Das gilt natür­lich auch für die Dating-Welt. Hier ein paar Ideen für euch für euer nächs­tes Online-Date:

Fra­ge­stunde

Natür­lich begin­nen wir mit dem Klas­si­ker: Ein gutes Set an Fra­gen. Es gibt eine schier unend­li­che Aus­wahl an Fra­ge­kar­ten. Schaut mal rein in die Liste, die als „36 Fra­gen zum Ver­lie­ben“ von Arthur Aron bekannt gewor­den ist, hier haben wir ein pdf zum Down­load erstellt: 36 Fra­gen. Und hier habt ihr einen Fra­gen­ka­ta­log von jeweils 10 ver­schie­de­nen tie­fer­ge­hen­den Fra­gen: Fra­gen­ka­ta­log A, Fra­gen­ka­ta­log B. Wenn ihr es gerne hap­tisch mögt, dann kön­nen wir euch die Sets von „{THE AND}“, „We’re not really stran­gers“ und „deeper con­nec­tion“ emp­feh­len.

Gemein­sam­kei­ten

Im Rah­men unse­rer Home talks letz­tes Jahr haben wir auch ein Set an „Speed­auf­ga­ben“ erstellt, bei denen man inner­halb von zwei Minu­ten eine bestimmte Gemein­sam­keit fin­den muss. Das Set fin­det ihr hier zum Down­loa­den: Speed­auf­ga­ben.

Per­sön­lich­keit entdecken

Einen Schritt wei­ter geht die­ser Pro­gramm­punkt. Viele Per­sön­lich­keits­tests kur­sie­ren im Inter­net herum, man­che davon sind eher auf der seriö­sen Seite und dann gibt es sol­che, die zB „What’s your spi­rit ani­mal?“ hei­ßen. Für so jeman­den wie mich ist es mega span­nend, sol­che Tests wie „What’s your Love Lan­guage“, einen Test über die Atta­che­ment Styles oder Helen Fisher’s Per­sön­lich­keits­test zu machen und dann gemein­sam über die Resul­tate zu reden. Was passt gut zu einem, wo liegt das Test­ergeb­nis viel­leicht dane­ben, was war über­ra­schend? Man muss nur vor­sich­tig sein, die Resul­tate nicht zu über­in­ter­pre­tie­ren. Nur weil ein Test viel­leicht aus­sagt, dass man nicht super kom­pa­ti­bel mit­ein­an­der ist, muss das nicht auch zutref­fen. Wenn man das Gefühl hat, davon nega­tiv beein­flusst zu wer­den, dann sollte man die­sen Pro­gramm­punkt viel­leicht auf spä­tere Dates verschieben.

Lis­ten checken

Für alle Freun­dIn­nen von Lis­ten: Die­ser Punkt ist für euch. Über­legt euch ein paar The­men, die euch inter­es­sie­ren und erstellt dann eure jewei­li­gen „Top 5“ (oder sogar „Top 10“) – zum Bei­spiel „Top 5 Filme, die ich mir immer wie­der anse­hen kann“, „Top 5 Dinge in mei­ner Küche“ (oder Schlaf­zim­mer), „Top 5 per­sön­li­che Urlaubs­er­in­ne­run­gen“, „Top 5 Per­so­nen, mit denen ich einen Abend ver­brin­gen möchte“, „Top 10 Lie­der, die mich beschrei­ben“ (kann auch zu einer län­ge­ren Spo­tify-Liste erwei­tert werden).

The game is on

Spie­len ver­bin­det. Es gibt Spiele, die von vorn­her­ein für die Online-Nut­zung kon­zi­piert wur­den und es gibt sol­che, die vom Brett in die Online-Welt gekom­men sind. Es gibt einige Anbie­ter, einer davon ist backy­ard, mit dem eines unse­rer Lieb­lings­spiele online spiel­bar wird: Code­na­mes! (dafür bedarf es aller­dings vier Per­so­nen). We love it! Aber auch einige andere sind ver­füg­bar, wie Figu­ren zeich­nen oder Schach. Spiele sor­gen für Leich­tig­keit und hel­fen, natür­li­cher zu inter­agie­ren. Beim Spie­len erkennt man auch schon viel von der Per­sön­lich­keit des anderen 😉

Film­abend

Strea­ming-Dienst­leis­ter haben sehr schnell Ange­bote ent­wi­ckelt, die einen gemein­sa­men Film­abend trotz phy­si­schen Abstands ermög­li­chen. Net­flix Party oder Meta­stream ermög­li­chen ein gemein­sa­mes Anschauen in Echtzeit.

Auf eine vir­tu­elle Reise gehen

Gemein­sam die Welt berei­sen. Google Maps Street View macht es mög­lich. Reist gemein­sam zu euren Lieb­lings­or­ten und erzählt, warum der Ort für euch eine Bedeu­tung hat. Dann könnt ihr auch dort hin­rei­sen, wo ihr schon immer mal hin­woll­tet. Viel­leicht fin­det ihr ja einen Ort, den ihr beide mal berei­sen möch­tet und ihr könnt schon über­le­gen, wel­che Akti­vi­tä­ten zu euch bei­den pas­sen könnten.

Museum, Gal­le­rie oder Zoo

Viele Orte bie­ten vir­tu­elle Tou­ren an. Fla­niert gemein­sam durch den Lou­vre, das Gug­gen­heim Museum oder spa­ziert ent­lang der Chi­ne­si­schen Mauer. Sogar ein Spa­zier­gang am Mars ist mög­lich. Mehr Ideen gibt es hier: 50 Free Vir­tual Tours of Uni­que and Famous Places

Gemein­sam kochen

Macht euch vorab aus, wel­ches Rezept ihr beide kocht (eher zu leicht als zu schwer) und habt ein vir­tu­el­les Date wäh­rend sepa­rat von­ein­an­der gekocht wird. Die Resul­tate las­sen sich zwar geschmack­lich nicht ver­glei­chen, aber es kann trotz­dem sehr inter­es­sant sein, wie ver­schie­den die Zugänge beim sel­ben Rezept sein kön­nen. Ein pas­sen­des Getränk und Ker­zen dazu und schon ist es ein Candle-light-Din­ner 🙂 Wer sich auch gleich mehr in das Kochen ver­tie­fen möchte, fin­det hier eine Reihe an (kos­ten­pflich­ti­gen) Online-Kur­sen: 7hauben. Aller­lei Alter­na­ti­ven fin­det ihr natür­lich auch auf YouTube 🙂

Gemein­sam krea­tiv werden

Ver­ein­bart ein gemein­sa­mes Pro­jekt – das kann ein Bas­tel­pro­jekt sein (oder um es bes­ser klin­gen zu las­sen: DIY), eine Geschichte, an der ihr abwech­selnd immer wie­der wei­ter­schreibt oder ein Gemälde malen (zum Bei­spiel bei einem Online-Kurs von Art­night)

Erleb­nisse aus der gan­zen Welt

Auch diverse Erleb­nisse sind umge­stellt wor­den zu Online Vari­an­ten – eine Platt­form mit einer gro­ßen Aus­wahl ist Airbnb Expe­ri­en­ces. Dort gibt es Koch- und Cock­tail­kurse, Zau­ber­shows, Medi­ta­tio­nen sowie Tanz­stun­den zu fin­den, aber auch unge­wöhn­li­chere Dinge wie „Triff und zeichne ein Lama“ oder „Bier­trin­ken mit den Briten“.

Online Escape Room

Zuge­ge­be­ner­ma­ßen ist uns online ein wenig die­ses „Befrei­ungs­ge­fühl“ abge­gan­gen, aber nicht­ses­to­trotz kann auch die Online Vari­ante der Escape Rooms eine nette Alter­na­tive sein. Wir haben die­ses Spiel zwar selbst noch nicht pro­biert, aber kürz­lich haben die Crime Run­ners eine Aus­zeich­nung für die beste Sto­ry­line erhal­ten für das digi­tale Aben­teuer „Back to the Con­gress­man“.

The­men­abend im vol­len Style

Wir befin­den uns im Fasching! Nach­dem wir heuer nicht wie üblich fei­ern kön­nen, kön­nen wir unsere Kos­tüme für unsere Online-Dates aus­pa­cken. Macht euch ein Thema aus und ver­klei­det euch pas­send dazu – wie zum Bei­spiel „Beach party“ und dazu könn­tet ihr zB bei einem Zoom-Call einen vir­tu­el­len Hin­ter­grund ein­stel­len, um euch direkt an den Strand zu beför­dern (zumin­dest bildlich).

Eine kleine Präsentation

Das Schöne am zu Hause sein ist, dass man keine Zuschauer fürch­ten muss und man bereits sehr Per­sön­li­ches zu Hause hat. Man könnte also einen Gegen­stand prä­sen­tie­ren, der einen sehr wich­tig ist oder auch das Haus­tier. Sehr Moti­vierte kön­nen sogar eine kurze Power-Point Prä­sen­ta­tion vor­be­rei­ten. Oder man geht den umge­kehr­ten Weg: Power Point Karaoke! Hier­bei erhält man zufäl­lig eine will­kür­li­che Power Point Prä­sen­ta­tion, zu der man impro­vi­siert. Bei­spiels­weise gibt es bei Kapopo Vorlagen.

Wir hof­fen, da war auch was für euch dabei 🙂 Natür­lich freuen wir uns, eure Erfah­run­gen zu hören!

„Wie schenke ich einen Gut­schein für ein Slow Dating Event?“

„Wie schenke ich einen Gut­schein für ein Slow Dating Event?“

„Es würde so gut zu ihm pas­sen, aber ich kann doch nicht mei­nem 60-jäh­ri­gen Onkel einen Dating Event Gut­schein schen­ken?“ Wir fra­gen uns: Warum nicht?

Schen­ken ist eine Inter­ak­ti­ons­form, die uns mit dem Beschenk­ten ver­bin­det. Gary Chap­man defi­nierte Schen­ken als eine der „5 love lan­guages“, durch die wir Zunei­gung zu ande­ren aus­drü­cken (in jeg­li­chen Bezie­hun­gen, nicht nur roman­ti­schen). Somit birgt ein ehr­li­ches, per­sön­li­ches Geschenk das Risiko, dass diese Zunei­gung nicht ent­spre­chend erwi­dert wird: Freut sich der Beschenkte also nicht so sehr über das Geschenk wie wir es erwar­tet hät­ten, so füh­len wir eine Ableh­nung – die sich dann ebenso per­sön­lich anfüh­len kann. „In der Gabe mischen sich Per­son und Sache, wer gibt, gibt einen Teil von sich, wer nimmt, macht eine ‚Frem­derfah­rung mit dem Ande­ren‘.“ (Mar­cel Mauss, 1923)

„Wäre ein Slow Dating Gut­schein als Geschenk nicht so wie Haar­wuchs­mit­tel? Ich weise auf einen Makel hin und drü­cke damit aus, dass die­ser kor­ri­giert wer­den muss?“ Das kommt ganz auf den/die Schenkende/n an: Aus wel­chen Grün­den wurde die­ses Geschenk aus­ge­wählt? Beim Haar­wuchs­mit­tel wahr­schein­lich, damit die Haare wie­der wach­sen. Und beim Slow Dating Gut­schein? Wenn ich als schen­kende Per­son den Sta­tus „Sin­gle“ als Makel, der kor­ri­giert wer­den muss, ansehe, dann könnte der Gut­schein eine ähn­li­che Ener­gie wie das Haar­wuchs­mit­tel ver­mit­teln. Aber liegt der Fokus auf einem beson­de­ren Erleb­nis, pas­send zum Beschenk­ten, dann bekommt das Geschenk eine ganz andere Ener­gie. Es geht nicht darum, einen Makel zu besei­ti­gen, es geht darum, etwas ganz Wun­der­ba­res zu erschaf­fen: Erin­ne­run­gen ver­knüpft mit Emo­tio­nen ent­ste­hen zu lassen.

Wie bei allen Geschen­ken kommt es dar­auf an, was zum Beschenk­ten passt. Jeman­den mit einer Affi­ni­tät für Wein oder jemand, der schon immer mal eine Kanu-Tour mit­ma­chen wollte, den Gut­schein zu schen­ken mit dem Hin­weis auf genau jene pas­sen­den Events, zeigt, dass man auf die per­sön­li­chen Vor­lie­ben des Beschenk­ten ein­ge­gan­gen ist. Und setzt den Fokus auch wie­der auf das Erleben.

Schen­ken ver­bin­det. Ist es dann nicht eine schöne Sym­bo­lik, etwas zu schen­ken, das Men­schen mit­ein­an­der verbindet?

Sprich mich an! Über unser Tagesseminar

Sprich mich an! Unser
Tagesseminar

Ein Tanz an der Grenze der Kom­fort­zone – eine der Teil­neh­me­rin­nen an unse­rem ers­ten Tages­se­mi­nar gibt Ein­bli­cke in einen auf­re­gen­den und ein­zig­ar­ti­gen Tag.

Sams­tag, 10:0 Uhr in der Früh. Noch ein biss­chen ver­schla­fen und müde, stol­pere ich zu der klei­nen Gruppe dazu, die im Burg­gar­ten am Boden in einem Kreis sitzt. Gemüt­lich auf Pick­nick­de­cken, mit Abstand, mit Sitz­pols­tern, mit von Till und Helena bereit geleg­ten Scho­ko­rie­geln (Danke! 😊). Wir, das sind neben Till und Helena, sechs neu­gie­rige, auf­ge­regte und noch etwas schüch­terne Seminarteilnehmer.

Doch schon inner­halb kür­zes­ter Zeit lockert sich die Stim­mung. Die Übung zum Ken­nen­ler­nen erreicht ganz unver­krampft und schnell eine unge­wohnte Tiefe. Inner­halb weni­ger Minu­ten fühle ich mich den bis­her unbe­kann­ten Mit-Teil­neh­mern ver­traut ver­bun­den und meine mor­gend­li­che Träg­heit ver­fliegt. Was unser Ziel für den heu­ti­gen Tag ist, fragt Till. Ich bin mir nicht ganz sicher, ich will mich ein­fach aus­pro­bie­ren, meine Gren­zen aus­tes­ten, mich selbst aus mei­ner Kom­fort­zone schub­sen. Dafür brau­che ich Input und dabei möchte ich beglei­tet wer­den, von Per­so­nen, die gerade das­selbe erle­ben und mit denen ich mich dann aus­tau­schen kann.

Der erste Input folgt auch sofort. In 2‑er Teams sol­len wir her­um­ge­hen und Geschich­ten sam­meln. Was sich leicht anhört, wird zur stra­te­gi­schen Auf­gabe: Wen spricht man an, wie spricht man an, wann spricht man an und was spricht man an?

Wir schei­tern und unter­stüt­zen uns, wir sind erfolg­reich und beju­beln uns – erst im Klei­nen, dann in der gro­ßen Runde.

Gleich anschlie­ßend die nächste Auf­gabe. Wie­der geht es los und wir zie­hen unsere Kreise. Wie­der ist man­ches ein­fa­cher als erwar­tet. Wie­der komme ich drauf, dass man man­che Dinge nicht zer­den­ken sollte, son­dern ein­fach tun muss!

Die anschlie­ßende Mit­tags­pause tut gut. Nach der gan­zen Auf­re­gung, dem Balan­cie­ren an den eige­nen Gren­zen, den Momen­ten des Frusts, dem neu Moti­vie­ren, den anschlie­ßen­den vie­len freu­di­gen Begeg­nun­gen mit Frem­den bin ich erschöpft, aber glücklich.

Der Nach­mit­tag: Kurze Schnapp­at­mung, als ich höre, wel­che Auf­ga­ben zur Wahl ste­hen. Zwar erschei­nen mir man­che extrem leicht, fast ein biss­chen lang­wei­lig, ein oder zwei ver­set­zen mich aller­dings nur schon bei der Vor­stel­lung in Höchst-Stress. Ich wähle daher eine mit­tel­schwere aus und lasse mich dafür blind in der Stadt her­um­füh­ren. Erstaun­li­cher­weise sind es dabei uner­war­tete Dinge, die mich for­dern: Wie das Gespräch mit der Frau am Lau­fen zu hal­ten, die mich eine gefühlte Ewig­keit durch die Stadt gelei­tet. Das Aus­ge­lie­fert­sein ist da die gerin­gere Herausforderung.

Anschlie­ßend ist noch etwas Zeit. Und da ich mich in mei­ner Klein­gruppe, wir sind zufäl­lig zu viert, sehr wohl fühle, traue ich mich auch noch an mei­nen „End­geg­ner“ – die Auf­gabe, die mich nur beim Hören schon in Angst und Schre­cken ver­setzt hat: Das Besich­ti­gen einer Suite eines Luxus­ho­tels. Und das in den aus­ge­latsch­ten, dre­cki­gen und kaput­ten Schu­hen die ich trage! Aber… es ist gar nicht schlimm! Obwohl ich auf­ge­regt und ner­vös bin, wer­den wir freund­lich her­um­ge­führt und ich frage mich, warum ich über­haupt so viel Respekt davor hatte…

Am Ende des Tages sind wir alle extrem auf­ge­kratzt. Man­che eupho­ri­siert, man­che ein biss­chen frus­triert, alle haben wir viel durch­ge­macht und viel erlebt. Durch den stän­di­gen Aus­tausch nach jeder Auf­gabe und den Grup­pen-Übun­gen dazwi­schen, sind wir zusam­men­ge­wach­sen und wol­len uns noch nicht tren­nen. So wenig, dass wir als Team noch auf ein Getränk gehen und damit die posi­tive, respekt­volle, ehr­li­che und offene Stim­mung des Tages noch ein biss­chen in den Abend ziehen…

© Bild Hea­der: Wien­Tou­ris­mus / Peter Rigaud