Helena

Über Helena

Die Themen rund um Liebe, Beziehung und alles zwischenmenschliche sind nicht nur eine berufliche Leidenschaft, sondern auch eine private. Daher stapelt sich schon das Bücherregal. Erfahre mehr über die Gründerin von Slow Dating Events Vienna auf unserer Über uns Seite.

14 Ideen für ein virtuelles Date

14 Ideen
für ein
virtuelles
Date

2020 war das Jahr, in dem das Leben online wurde. Gefühlt wird mittlerweile schon alles online angeboten, vom Pilates-Workshop bis zur Stadtführung. Der Kreativität sind nur manchmal technisch Grenzen gesetzt. Das gilt natürlich auch für die Dating-Welt. Hier ein paar Ideen für euch für euer nächstes Online-Date:

Fragestunde

Natürlich beginnen wir mit dem Klassiker: Ein gutes Set an Fragen. Es gibt eine schier unendliche Auswahl an Fragekarten. Schaut mal rein in die Liste, die als „36 Fragen zum Verlieben“ von Arthur Aron bekannt geworden ist, hier haben wir ein pdf zum Download erstellt: 36 Fragen. Und hier habt ihr einen Fragenkatalog von jeweils 10 verschiedenen tiefergehenden Fragen: Fragenkatalog A, Fragenkatalog B. Wenn ihr es gerne haptisch mögt, dann können wir euch die Sets von „{THE AND}“, „We’re not really strangers“ und „deeper connection“ empfehlen.

Gemeinsamkeiten

Im Rahmen unserer Home talks letztes Jahr haben wir auch ein Set an „Speedaufgaben“ erstellt, bei denen man innerhalb von zwei Minuten eine bestimmte Gemeinsamkeit finden muss. Das Set findet ihr hier zum Downloaden: Speedaufgaben.

Persönlichkeit entdecken

Einen Schritt weiter geht dieser Programmpunkt. Viele Persönlichkeitstests kursieren im Internet herum, manche davon sind eher auf der seriösen Seite und dann gibt es solche, die zB „What’s your spirit animal?“ heißen. Für so jemanden wie mich ist es mega spannend, solche Tests wie „What’s your Love Language“, einen Test über die Attachement Styles oder Helen Fisher’s Persönlichkeitstest zu machen und dann gemeinsam über die Resultate zu reden. Was passt gut zu einem, wo liegt das Testergebnis vielleicht daneben, was war überraschend? Man muss nur vorsichtig sein, die Resultate nicht zu überinterpretieren. Nur weil ein Test vielleicht aussagt, dass man nicht super kompatibel miteinander ist, muss das nicht auch zutreffen. Wenn man das Gefühl hat, davon negativ beeinflusst zu werden, dann sollte man diesen Programmpunkt vielleicht auf spätere Dates verschieben.

Listen checken

Für alle FreundInnen von Listen: Dieser Punkt ist für euch. Überlegt euch ein paar Themen, die euch interessieren und erstellt dann eure jeweiligen „Top 5“ (oder sogar „Top 10“) – zum Beispiel „Top 5 Filme, die ich mir immer wieder ansehen kann“, „Top 5 Dinge in meiner Küche“ (oder Schlafzimmer), „Top 5 persönliche Urlaubserinnerungen“, „Top 5 Personen, mit denen ich einen Abend verbringen möchte“, „Top 10 Lieder, die mich beschreiben“ (kann auch zu einer längeren Spotify-Liste erweitert werden).

The game is on

Spielen verbindet. Es gibt Spiele, die von vornherein für die Online-Nutzung konzipiert wurden und es gibt solche, die vom Brett in die Online-Welt gekommen sind. Es gibt einige Anbieter, einer davon ist backyard, mit dem eines unserer Lieblingsspiele online spielbar wird: Codenames! (dafür bedarf es allerdings vier Personen). We love it! Aber auch einige andere sind verfügbar, wie Figuren zeichnen oder Schach. Spiele sorgen für Leichtigkeit und helfen, natürlicher zu interagieren. Beim Spielen erkennt man auch schon viel von der Persönlichkeit des anderen 😉

Filmabend

Streaming-Dienstleister haben sehr schnell Angebote entwickelt, die einen gemeinsamen Filmabend trotz physischen Abstands ermöglichen. Netflix Party oder Metastream ermöglichen ein gemeinsames Anschauen in Echtzeit.

Auf eine virtuelle Reise gehen

Gemeinsam die Welt bereisen. Google Maps Street View macht es möglich. Reist gemeinsam zu euren Lieblingsorten und erzählt, warum der Ort für euch eine Bedeutung hat. Dann könnt ihr auch dort hinreisen, wo ihr schon immer mal hinwolltet. Vielleicht findet ihr ja einen Ort, den ihr beide mal bereisen möchtet und ihr könnt schon überlegen, welche Aktivitäten zu euch beiden passen könnten.

Museum, Gallerie oder Zoo

Viele Orte bieten virtuelle Touren an. Flaniert gemeinsam durch den Louvre, das Guggenheim Museum oder spaziert entlang der Chinesischen Mauer. Sogar ein Spaziergang am Mars ist möglich. Mehr Ideen gibt es hier: 50 Free Virtual Tours of Unique and Famous Places

Gemeinsam kochen

Macht euch vorab aus, welches Rezept ihr beide kocht (eher zu leicht als zu schwer) und habt ein virtuelles Date während separat voneinander gekocht wird. Die Resultate lassen sich zwar geschmacklich nicht vergleichen, aber es kann trotzdem sehr interessant sein, wie verschieden die Zugänge beim selben Rezept sein können. Ein passendes Getränk und Kerzen dazu und schon ist es ein Candle-light-Dinner 🙂 Wer sich auch gleich mehr in das Kochen vertiefen möchte, findet hier eine Reihe an (kostenpflichtigen) Online-Kursen: 7hauben. Allerlei Alternativen findet ihr natürlich auch auf YouTube 🙂

Gemeinsam kreativ werden

Vereinbart ein gemeinsames Projekt – das kann ein Bastelprojekt sein (oder um es besser klingen zu lassen: DIY), eine Geschichte, an der ihr abwechselnd immer wieder weiterschreibt oder ein Gemälde malen (zum Beispiel bei einem Online-Kurs von Artnight)

Erlebnisse aus der ganzen Welt

Auch diverse Erlebnisse sind umgestellt worden zu Online Varianten – eine Plattform mit einer großen Auswahl ist Airbnb Experiences. Dort gibt es Koch- und Cocktailkurse, Zaubershows, Meditationen sowie Tanzstunden zu finden, aber auch ungewöhnlichere Dinge wie „Triff und zeichne ein Lama“ oder „Biertrinken mit den Briten“.

Online Escape Room

Zugegebenermaßen ist uns online ein wenig dieses „Befreiungsgefühl“ abgegangen, aber nichtsestotrotz kann auch die Online Variante der Escape Rooms eine nette Alternative sein. Wir haben dieses Spiel zwar selbst noch nicht probiert, aber kürzlich haben die Crime Runners eine Auszeichnung für die beste Storyline erhalten für das digitale Abenteuer „Back to the Congressman“.

Themenabend im vollen Style

Wir befinden uns im Fasching! Nachdem wir heuer nicht wie üblich feiern können, können wir unsere Kostüme für unsere Online-Dates auspacken. Macht euch ein Thema aus und verkleidet euch passend dazu – wie zum Beispiel „Beach party“ und dazu könntet ihr zB bei einem Zoom-Call einen virtuellen Hintergrund einstellen, um euch direkt an den Strand zu befördern (zumindest bildlich).

Eine kleine Präsentation

Das Schöne am zu Hause sein ist, dass man keine Zuschauer fürchten muss und man bereits sehr Persönliches zu Hause hat. Man könnte also einen Gegenstand präsentieren, der einen sehr wichtig ist oder auch das Haustier. Sehr Motivierte können sogar eine kurze Power-Point Präsentation vorbereiten. Oder man geht den umgekehrten Weg: Power Point Karaoke! Hierbei erhält man zufällig eine willkürliche Power Point Präsentation, zu der man improvisiert. Beispielsweise gibt es bei Kapopo Vorlagen.

Wir hoffen, da war auch was für euch dabei 🙂 Natürlich freuen wir uns, eure Erfahrungen zu hören!

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„Wie schenke ich einen Gutschein für ein Slow Dating Event?“

„Wie schenke ich einen Gutschein für ein Slow Dating Event?“

„Es würde so gut zu ihm passen, aber ich kann doch nicht meinem 60-jährigen Onkel einen Dating Event Gutschein schenken?“ Wir fragen uns: Warum nicht?

Schenken ist eine Interaktionsform, die uns mit dem Beschenkten verbindet. Gary Chapman definierte Schenken als eine der „5 love languages“, durch die wir Zuneigung zu anderen ausdrücken (in jeglichen Beziehungen, nicht nur romantischen). Somit birgt ein ehrliches, persönliches Geschenk das Risiko, dass diese Zuneigung nicht entsprechend erwidert wird: Freut sich der Beschenkte also nicht so sehr über das Geschenk wie wir es erwartet hätten, so fühlen wir eine Ablehnung – die sich dann ebenso persönlich anfühlen kann. „In der Gabe mischen sich Person und Sache, wer gibt, gibt einen Teil von sich, wer nimmt, macht eine ‚Fremderfahrung mit dem Anderen‘.“ (Marcel Mauss, 1923)

„Wäre ein Slow Dating Gutschein als Geschenk nicht so wie Haarwuchsmittel? Ich weise auf einen Makel hin und drücke damit aus, dass dieser korrigiert werden muss?“ Das kommt ganz auf den/die Schenkende/n an: Aus welchen Gründen wurde dieses Geschenk ausgewählt? Beim Haarwuchsmittel wahrscheinlich, damit die Haare wieder wachsen. Und beim Slow Dating Gutschein? Wenn ich als schenkende Person den Status „Single“ als Makel, der korrigiert werden muss, ansehe, dann könnte der Gutschein eine ähnliche Energie wie das Haarwuchsmittel vermitteln. Aber liegt der Fokus auf einem besonderen Erlebnis, passend zum Beschenkten, dann bekommt das Geschenk eine ganz andere Energie. Es geht nicht darum, einen Makel zu beseitigen, es geht darum, etwas ganz Wunderbares zu erschaffen: Erinnerungen verknüpft mit Emotionen entstehen zu lassen.

Wie bei allen Geschenken kommt es darauf an, was zum Beschenkten passt. Jemanden mit einer Affinität für Wein oder jemand, der schon immer mal eine Kanu-Tour mitmachen wollte, den Gutschein zu schenken mit dem Hinweis auf genau jene passenden Events, zeigt, dass man auf die persönlichen Vorlieben des Beschenkten eingegangen ist. Und setzt den Fokus auch wieder auf das Erleben.

Schenken verbindet. Ist es dann nicht eine schöne Symbolik, etwas zu schenken, das Menschen miteinander verbindet?

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Sprich mich an! Über unser Tagesseminar

Sprich mich an! Unser
Tagesseminar

Ein Tanz an der Grenze der Komfortzone – eine der Teilnehmerinnen an unserem ersten Tagesseminar gibt Einblicke in einen aufregenden und einzigartigen Tag.

Samstag, 10:0 Uhr in der Früh. Noch ein bisschen verschlafen und müde, stolpere ich zu der kleinen Gruppe dazu, die im Burggarten am Boden in einem Kreis sitzt. Gemütlich auf Picknickdecken, mit Abstand, mit Sitzpolstern, mit von Till und Helena bereit gelegten Schokoriegeln (Danke! 😊). Wir, das sind neben Till und Helena, sechs neugierige, aufgeregte und noch etwas schüchterne Seminarteilnehmer.

Doch schon innerhalb kürzester Zeit lockert sich die Stimmung. Die Übung zum Kennenlernen erreicht ganz unverkrampft und schnell eine ungewohnte Tiefe. Innerhalb weniger Minuten fühle ich mich den bisher unbekannten Mit-Teilnehmern vertraut verbunden und meine morgendliche Trägheit verfliegt. Was unser Ziel für den heutigen Tag ist, fragt Till. Ich bin mir nicht ganz sicher, ich will mich einfach ausprobieren, meine Grenzen austesten, mich selbst aus meiner Komfortzone schubsen. Dafür brauche ich Input und dabei möchte ich begleitet werden, von Personen, die gerade dasselbe erleben und mit denen ich mich dann austauschen kann.

Der erste Input folgt auch sofort. In 2-er Teams sollen wir herumgehen und Geschichten sammeln. Was sich leicht anhört, wird zur strategischen Aufgabe: Wen spricht man an, wie spricht man an, wann spricht man an und was spricht man an?

Wir scheitern und unterstützen uns, wir sind erfolgreich und bejubeln uns – erst im Kleinen, dann in der großen Runde.

Gleich anschließend die nächste Aufgabe. Wieder geht es los und wir ziehen unsere Kreise. Wieder ist manches einfacher als erwartet. Wieder komme ich drauf, dass man manche Dinge nicht zerdenken sollte, sondern einfach tun muss!

Die anschließende Mittagspause tut gut. Nach der ganzen Aufregung, dem Balancieren an den eigenen Grenzen, den Momenten des Frusts, dem neu Motivieren, den anschließenden vielen freudigen Begegnungen mit Fremden bin ich erschöpft, aber glücklich.

Der Nachmittag: Kurze Schnappatmung, als ich höre, welche Aufgaben zur Wahl stehen. Zwar erscheinen mir manche extrem leicht, fast ein bisschen langweilig, ein oder zwei versetzen mich allerdings nur schon bei der Vorstellung in Höchst-Stress. Ich wähle daher eine mittelschwere aus und lasse mich dafür blind in der Stadt herumführen. Erstaunlicherweise sind es dabei unerwartete Dinge, die mich fordern: Wie das Gespräch mit der Frau am Laufen zu halten, die mich eine gefühlte Ewigkeit durch die Stadt geleitet. Das Ausgeliefertsein ist da die geringere Herausforderung.

Anschließend ist noch etwas Zeit. Und da ich mich in meiner Kleingruppe, wir sind zufällig zu viert, sehr wohl fühle, traue ich mich auch noch an meinen „Endgegner“ – die Aufgabe, die mich nur beim Hören schon in Angst und Schrecken versetzt hat: Das Besichtigen einer Suite eines Luxushotels. Und das in den ausgelatschten, dreckigen und kaputten Schuhen die ich trage! Aber… es ist gar nicht schlimm! Obwohl ich aufgeregt und nervös bin, werden wir freundlich herumgeführt und ich frage mich, warum ich überhaupt so viel Respekt davor hatte…

Am Ende des Tages sind wir alle extrem aufgekratzt. Manche euphorisiert, manche ein bisschen frustriert, alle haben wir viel durchgemacht und viel erlebt. Durch den ständigen Austausch nach jeder Aufgabe und den Gruppen-Übungen dazwischen, sind wir zusammengewachsen und wollen uns noch nicht trennen. So wenig, dass wir als Team noch auf ein Getränk gehen und damit die positive, respektvolle, ehrliche und offene Stimmung des Tages noch ein bisschen in den Abend ziehen…

© Bild Header: WienTourismus / Peter Rigaud

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Die Zeit vor einem Video/Audio Date

Die Zeit

vor einem

Video/Audio

Date

„Wie bereite ich mich auf mein Online Date vor?“ Immer häufiger sind wir in Zeiten von Corona dieser Frage gegenübergestellt. Viele mögen sich in diese Erfahrung reingedrängt fühlen, aber ein Skype Date oder dergleichen hat auch durchaus seine Vorzüge.

Oft sind es praktische Gründe, die zu einem Video/Audio Date führen: Man „testet“ gleich mal wie sehr sich ein Treffen lohnt, oder man wohnt weiter entfernt, bzw. man findet keine Zeit für ein Treffen oder schließlich die Hauptmotivation in diesen Corona-Zeiten: Man sollte die Wohnung nicht verlassen. Abseits von den praktischen Aspekten, kann es auch einfach total interessant sein, jemanden so stückchenweise kennenzulernen. Zuerst ein Audio Call: Nur die Stimme und das was gesagt wird, ohne Ablenkung. Wenn man sich dann schließlich trifft, hat man vorab schon eine Vertrautheit erschaffen, die sonst nicht existiert hätte. Aber wie bereitet man sich nun auf ein Video/Audio Date vor? Hier haben wir ein paar Tipps für euch gesammelt:

Macht euch eine
genaue Uhrzeit aus

Da man ja sowieso daheim ist, ist es verlockend einfach nur „am Abend“ zu sagen. Aber wenn man keine genaue Uhrzeit hat, kann das eine/n von beiden (oder sogar beide) in eine unangenehme Warteposition bringen und das Gefühl auslösen, man müsse allzeit bereit sein, vor allem wenn man etwas nervös ist.

Nehmt euch Zeit

Versucht euer Date nicht irgendwie noch reinzuquetschen. Erstens, seid ihr so entspannter und zweitens, wer weiß wie es läuft? Ein Telefondate von mir hat einmal damit geendet, dass wir acht Stunden lang die Nacht durchtelefoniert haben. Da wir uns am selben Tag erst kennengelernt hatten, kam das ziemlich überraschend.

Seid technisch
up to date

Du setzt dich hin, fühlst dich bereit für das Date und dann: Kein Akku mehr. Um solche Frustrationen zu vermeiden, achte darauf, dass alles aufgeladen ist bzw. Ladekabel in der Nähe sind. Mach dich außerdem mit der Plattform, die ihr nutzen werdet, vertraut. Bei Zoom beispielsweise muss vorher das Programm installiert werden, das normalerweise eine Sache von zwei Klicks ist, aber falls es zu Problemen wie Berechtigungen kommt, dann hast du noch genug Zeit, um diese zu lösen. Ein Klassiker sind auch die Berechtigungen von Mikrofon und Webcam: Wenn ihr gerade nicht findet, wo man die Berechtigungen erteilen kann, dann könnt ihr auch auf das Handy wechseln, dort ist es normalerweise automatisch. Wie gut ist eure Internetverbindung? Es ist unglaublich nervig, wenn man nur jedes zweite Wort seines Gegenübers versteht. Um sicher zu gehen, könnt ihr den Abstand zu eurem Modem klein halten oder ein Netzwerkkabel bereithalten, um eine direkte Verbindung zwischem Modem und Laptop herzustellen.

Sucht euch einen
guten Platz

Die nächsten Punkte sind zwar selbstredend, aber manchmal vergisst man gerade auf das Offensichtlichste. Sucht euch einen ruhigen und bequemen Platz, an dem ihr nicht gestört werdet und auch länger gemütlich sitzen könnt. Ähnliches gilt auch für euren Laptop: Eine ebenmäßige Unterlage, so dass die Lüftungen gut frei sind.

Sobald eine Kamera auf euch gerichtet ist, wird Licht immer ein großes Thema. Stimmungsvoll gedimmtes Licht führt zu einem sehr dunklen Bild. Im Gegensatz dazu, kann eine direkt anstrahlende Lampe zu überbelichteten weißen Flecken führen. Ist das Licht direkt hinter euch positioniert, dann erkennt man euch schwer. Bestenfalls kann man euch halbwegs gut erkennen, aber es muss jetzt auch keine Hollywood-Belichtung werden 😉

Findet einen
guten Bildausschnitt

Bei Videocalls sucht euch eine Position, in der ihr euch optisch wohlfühlt (Doppelkinn kann schnell mal entstehen). Achtet auch darauf, ob im Hintergrund etwas sichtbar ist, das ihr noch nicht preisgeben wollt.

Falls ihr euer Gespräch inkl. Video mit eurem Handy führt, dann sucht euch einen guten Platz, um das Handy abzustellen. Wenn ihr es während der gesamten Zeit in der Hand haltet, dann bekommt ihr einerseits einen Tennisarm und andererseits ist das Resultat auf der gegenüberliegenden Seite wahrscheinlich ein ziemlich wackeliges Bild.

Wählt bewusst
eure Kleidung

Nicht immer ist das mehrere Tage getragene Homie-Outfit auch gleichzeitig das Outfit, mit dem wir uns präsentieren möchten. Umgekehrt kann es auch sehr aufgesetzt wirken, wenn man so aussieht als würde man gerade in die Oper gehen. Wie immer gilt: Macht das, was sich für euch gut anfühlt. Bringt ihr euch in gute Stimmung, wenn ihr viel Vorbereitungszeit im Badezimmer verbringt? Go for it! Findet ihr es authentisch, wenn euer Gegenüber euch gleich im Schlabberoutfit kennenlernt? Dann her damit.

Macht gute Laune

Lasst es euch vor dem Online Date noch gut gehen – was auch immer das für euch bedeutet. Nochmal zum Lieblingslied abtanzen, ein entspannendes Bad nehmen, gemütlich essen (Hunger kann ganz schön ablenkend sein 😀 Neben dem Hunger sollte man auch den Durst bedenken (oder zumindest einen trockenen Hals): Stellt euch etwas zum Trinken bereit. Neben dem Glas Wasser auch etwas für den Genuss 😉

Stay safe
and have fun

Der Sicherheitsaspekt soll nicht unerwähnt bleiben: Gebt nicht zu schnell eure persönlichen Daten preis und behaltet immer im Hinterkopf, dass es sich vielleicht mal so anfühlen mag, als würdet ihr einander gegenübersitzen, aber es ist immer noch eine Videoübertragung. Technisch ist es zum Beispiel sehr einfach, Screenshots zu machen. Daher teilt auch über Video immer nur das, bei dem ihr euch sicher seid. Ich möchte euch auf keinen Fall ein mulmiges Gefühl bereiten, aber ich finde es wichtig, dass man sich dieser Dinge bewusst ist, um später nichts zu bereuen. Bedenkt auch, dass ihr jederzeit das Gespräch beenden könnt, wenn ihr euch unwohl fühlt.

Als Abschlussworte bleibt nur noch zu sagen: Habt Spaß! Ein Online-Date kann mehr als nur eine nette Alternative zum realen Treffen sein. Durch den Online-Faktor könnt ihr ganz neue Dinge ausprobieren, die sonst schwerer möglich sind, oder bei denen ihr euch nicht wohlfühlen würdet (zB blind kennenlernen). Lasst euch von unserem Blogartikel „Ideen für ein Online-Date“ inspirieren, was alles möglich ist. Wir wünschen euch eine schöne Zeit 🙂

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Dating trotz Corona?

Dating

trotz

Corona?

Niemals hätten wir gedacht, dass unser Name so sehr Realität werden würde – in Zeiten von Corona wird Slow Dating gerade ziemlich alltäglich. Wenn der ganzen Welt eine Pause auferlegt wurde, wird dann auch das Dating-Leben stillgelegt?

Das Dating-Leben erfährt definitv eine Veränderung – selbst auf-erlegte Regeln, wie „wenig chatten, schnell treffen“, müssen über-arbeitet werden und vielzitierte Regeln, wie „Kein Sex beim ersten Date“, sind nun keine Frage der persönlichen Einstellung mehr. Stattdessen ist „Social Distancing“ der Leitspruch der Stunde. Das Befürfnis nach sozialem Kontakt lässt sich aber nicht so einfach ab-schalten. 86 % unserer KundInnen möchten laut unserer Umfrage auch während den Ausgangsbeschränkungen (oder gerade we-gen?) neue Leute kennenlernen. Der einzig machbare Weg liegt auf der Hand: Face-to-Face wird zu FaceTime-to-FaceTime. Die Tech-nik macht es möglich. Dadurch wird die Unterscheidung viel klarer: „Physical Distancing“ bedeutet nicht gleich „Social Distancing“.

Virtuelles
Slow Dating?

Das, was für viele und auch für uns als Notlösung empfunden wurde, könnte aber gleichzeitig viele Chancen bergen. Vor allem emotionale Nähe bekommt nun viele Gelegenheiten, sich langsam zu entwickeln, da sehr viel Ablenkung wegfällt. In ein paar Tagen hätten unter anderen Umständen unsere „Blind Date in the Dark“-Events stattgefunden. Der Fokus liegt auf Kennenlernen in abso-luter Dunkelheit bei einem persönlichen Gespräch, ohne ein Bild vom Gegenüber zu hatten. Also online gesprochen: Einfach die Webcam ausschalten. Es kann wahnsinnig intensiv sein, jeman-den „blind“ kennenzulernen. Letzte Woche haben wir Menschen zu 1:1 Online-Gesprächen mit Personen eingeladen, die sich vor-her in keinster Weise gesehen haben. Dabei gab es kein Bild, nur die Stimme aus den Lautsprechern. Eines der Paare hat seitdem diese Online-Gespräche jeden Tag wiederholt und erst beim fünf-ten Gespräch die Kameras eingeschalten. Vier Gespräche lang war ihr Kennenlernen extrem reduziert: Einfach ihre Stimmen und das, was sie miteinander teilen wollten.

Beide erzählten uns von einer Nähe, die sie noch nie so schnell mit einer fremden Person aufgebaut hätten. So lässt sich Nähe in der Ferne aufbauen.

Gestaltung eines
virtuellen Dates

Auch virtuell lassen sich die Dates verschieden gestalten. Zum einen durch die Gesprächsinhalte. Bei unseren 1:1 Gesprächen haben wir dabei verschiedene Leitfäden angeboten: Ein Set von verschiedenen tiefergehenden Fragen oder Gesprächsausfgaben. Auch die „36 Fragen zum Verlieben“ von Arthur Aron waren sehr beliebt. Wenn man sich inspirieren lassen möchte, lassen sich im Internet allerlei interessante oder witzige Fragen finden. Die ande-re Seite einer kreativeren Gestaltung von Online-Dates betrifft die Aktivitäten. So kann z.B. vor der Kamera der gleiche Wein getrunken und das gleiche Gericht gekocht werden. Wenn man künstlerisch veranlagt ist, könnte man sich gegenseitig zeichnen – oder sich bei den Fitnessübungen gegenseitig motivieren oder das Netflix & Chill mit „Netflix Party“ (ein Plug-In, das gemeinsames Schauen ermög-lich) ersetzen.

Gemeinsames virtuelles Kochen kann die Motivation für die Es-senszubereitung steigern.

Ist das nicht
unromantisch?

Kommt ganz darauf an, wie man Romantik definiert. Für mich sind es vor allem diese kleinen, erinnerungswürdigen, aufmerksamen Momente. Wenn ein Musiker vor seinem Laptop an seiner Gitarre für mich zupft, dann klopft auch aus weiter Entfernung mein Herz (da bin ich allerdings schon immer ganz klischeemäßig schwach ge-worden). Schmetterlinge im Bauch lassen sich nicht von Ausgangs-beschränkungen abschrecken.

Und machmal hat es auch einen Vorteil, wenn es nur ums Bild geht: Bei meinen Kochkünsten ist es ein Glück, dass mein Online-Dating Partner mein Essen nur sehen kann, anstatt es zu schmecken.

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