Über Till Spindler

Nach seinem Sportstudium spezialisierte sich Till auf die lebenslange Studie der menschlichen Kommunikation und Entwicklung, wurde zum OD-Trainer mit Fokus auf Gruppendynamik, GFK Trainer, Rausch- und Risikopädagoge, diplomierter Spiel- und Erlebnispädagoge. Als Mitgründer von City Bound Wien arbeitet er mit Menschen zusammen, die ihre eigenen Grenzen erfahren, stärker als Team zusammenwachsen oder ihre eigene Perspektive erweitern wollen. Dabei arbeitet er als Coach, Trainer, Lehrer und Moderator.

Was bedeu­tet Slow Dating für uns?

Was bedeu­tet Slow Dating für uns?

Wir wer­den oft gefragt, warum wir uns Slow Dating Events genannt haben und wie wir uns mit „Slow Dating“ ver­bun­den füh­len. Unsere Gedan­ken dazu haben wir hier zusammengefasst:

In Slow Dating steckt das Wort LANGSAM.

So wie bei unse­ren Namens­part­nern „Slow Food“, oder auch bei „Slow Sex“, geht es für uns beim Slow Daten auch um Ent­schleu­ni­gung. Sich Zeit neh­men und den Moment genie­ßen. Ohne Ablen­kun­gen und Druck sich voll auf sein Gegen­über einlassen.

Es geht um Achtsamkeit …

Slow Dating bedeu­tet für uns, sich ein­zu­las­sen auf den Moment und zu schauen was kommt. Das heißt oft auch, sich ein­zu­las­sen auf etwas Neues. Das braucht Ver­trauen und manch­mal auch ein biss­chen Mut, um seine Kom­fort­zone zu ver­las­sen – aber es zahlt sich aus, der Gewinn kann enorm sein. Die eigene Offen­heit und Ver­traut­heit gibt dem Gegen­über Sicher­heit und führt so zu einer span­nen­den, inter­es­san­ten, lie­be­vol­len Flir­tath­mo­sphäre in der tie­fer­ge­hende und berei­chernde Gesprä­chen ent­ste­hen können.

Jedes Dating ist neu, ich schau immer was ist genau jetzt, ohne das Ziel im Kopf zu haben, ohne einem Ziel hin­ter­her zu hecheln.

… und um Absichtslosigkeit.

Slow Dating bedeu­tet, alle seine Erwar­tun­gen zurück­zu­ste­cken. Das ist oft gar nicht so leicht und je län­ger wir Sin­gle sind, desto grö­ßer wer­den diese Erwar­tun­gen und die eigene Check­liste. Unser Tipp: Lasst diese Check­liste zu Hause und kommt mit einer kind­li­chen Neu­gierde. Lass euch drauf ein, was pas­siert und schaut was in dem Moment das Rich­tige ist. Ohne nach dem ers­ten kur­zen Ein­druck das Bild der Per­son schon fer­tig im Kopf gemalt zu haben. Slow Daten heißt auch, sich auf den Moment ein­zu­las­sen und das führt zu Momen­ten, in denen man ein biss­chen die Kon­trolle abge­ben muss, da man nicht weiß was als nächs­tes pas­sie­ren wird. Das sind die Momente, in denen man sich leben­dig fühlt und das volle Leben spürt. Also eine per­fekte Situa­tion, um eine neue Per­son kennenzulernen.
Mihaly Csiks­zent­mi­ha­lys spricht in die­sem Zusam­men­hang von einem Flow Erleb­nis – einem Zustand des Glücks­ge­fühls, den man erhält, wenn man völ­lig im Tun auf­geht. Kin­der haben die­ses Gefühl mehr­mals täg­lich, wir Erwach­se­nen nur wenige Mal die Woche. Also las­sen wir uns wie­der drauf ein und wo, wenn nicht beim Dating, wenn wir am Ende even­tu­ell mit einer wun­der­vol­len Begeg­nung belohnt wer­den oder sogar eine lang­jäh­rige Bezie­hung entsteht.

Slow Dating als Gegen­be­we­gung zum Leistungsdruck.

Slow Dating geht nur ohne Leis­tungs­druck. Wir leben in einer Wett­kampf- und Leis­tungs­ori­en­tier­ten Welt, in der es nicht schnell genug gehen kann. „Zeit ist Geld“ – es geht um Effek­ti­vi­tät! In einem Rat­ge­ber für effek­ti­ves Arbei­ten las ich den Tipp, die Mor­gen­zei­tung am Home-Trai­ner zu lesen und neben­bei noch den Kaf­fee zu trin­ken, damit ja keine kost­bare Zeit ver­lo­ren geht. WAU! Lei­der setzt sich die­ser Trend auch beim Online Dating fort. Zum Bei­spiel bei Tin­der, wo die Aus­wahl so rie­sig erscheint, dass ich am bes­ten jeden Tag ein paar Mal wische, um ja nichts zu ver­pas­sen und effek­tiv zu mei­nem rich­ti­gen Partner*in komme.
Oft sind wir frus­triert nach zu vie­len schlecht gelau­fen Dates und der Leis­tungs­druck steigt. Hier kann es hel­fen die STOPP Taste zu drü­cken und noch ein­mal neu und anders durch­zu­star­ten. Warum nicht mal Slow Daten. Den gan­zen ange­stau­ten Leis­tungs­druck raus­las­sen und sich ganz neu auf das Date ein­las­sen, als wäre es das erste, als gebe es nicht die gan­zen Geschich­ten davor, als gebe es nur die­sen einen Moment.

Einen zwei­ten Blick wagen.

Slow Dating beinhal­tet auch sich Zeit­neh­men zum Nach­fra­gen. Dem Date eine wirk­li­che Chance geben und nicht gleich nach dem ers­ten Ein­druck weg­wi­schen. Wie heißt es so schön, Liebe auf den ers­ten Blick funk­tio­niert nur, wenn er durch den zwei­ten Blick bestä­tigt wird.

Daten muss nicht anstren­gend sein.

Genieße den Weg! Wenn wir immer nur auf der Auto­bahn von A nach B unter­wegs sind, dann über­se­hen wir oft die gan­zen schö­nen Abzwei­gun­gen und wir ver­pas­sen die vie­len schö­nen uner­war­te­ten Momente. Lass dich auf diese uner­war­te­ten Momente ein, ohne ein Rolle Spie­len zu müs­sen, ohne funk­tio­nie­ren zu müs­sen, ohne es dem ande­ren recht machen zu müs­sen, ohne die eige­nen Gefühle zu unter­drü­cken. All das macht das Daten so anstren­gend. Lasst uns so sein, wie wir sind und uns auch noch gut dabei fühlen.

Über sich selbst lernen.

Slow Dating heißt auch, sich offen und ehr­lich aus­zu­drü­cken und dem Gegen­über zu zei­gen, wie es mir gerade dabei geht und was ich gerne habe und was nicht. Dafür braucht es auch die Bereit­schaft, seine eige­nen Bedürf­nisse ken­nen­zu­ler­nen. Das kann dazu füh­ren, dass alte Mus­ter auf­ge­bro­chen wer­den und alles im Kopf ein biss­chen durch­ein­an­der­ge­bracht wird. Beim Neu­sor­tie­ren lernt man viel über sich selbst.

Dating ist so viel­sei­tig und jeder/e kann für sich selbst die schö­nen Sei­ten ent­de­cken – wir beglei­ten euch dabei!

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Raf­ting im Gesäuse

Raf­ting im

Gesäuse

Helena und ich sind, wie ja einige von euch wis­sen, immer wie­der am Ideen suchen für neue Events. Durch Corona haben wir an neuen Out­door Events gebas­telt und so, zusam­men mit unse­rem neuen Koope­ra­ti­ons­part­ner FLOTUS, das neue SUP Date ent­wi­ckelt, von dem wir beide sehr begeis­tert sind.

Im Zuge unse­rer Recher­che sind wir auf eine andere Anbie­te­rin gesto­ßen, die Natur und Was­ser­sport liebt. Manuela Ben­esch bie­tet in der Pal­fau Raf­ting-Tou­ren für Sin­gles an. Sie hat mich ein­ge­la­den, mal dabei zu sein und ich durfte die­ses Event für euch testen.

Ab ins Gesäuse

Die Anfahrt zum Anbie­ter Deep Roots Adven­ture führt durch das wun­der­schöne Gesäuse und macht schon rich­tig Lust auf Natur­er­fah­run­gen. Kurz vor der Ankunft konnte ich ein biss­chen das füh­len, was unsere Gäste wohl noch viel inten­si­ver spü­ren, ich war ein biss­chen ner­vös und schon gespannt wer alles dabei sein wird. Nach einer herz­li­chen Begrü­ßung, einer kur­zen Vor­stell­runde und einem Café wur­den die Boote ein­ge­teilt und alle beka­men die pas­sende Aus­rüs­tung. Fer­tig umge­zo­gen ging es dann in einer wil­den Auto­fahrt durch die Berge zum Start­punkt. Noch bevor die Boote ins Was­ser getra­gen wur­den, gab es eine Ein­schu­lung an Land.

Wir hat­ten den best­ge­laun­tes­ten Guide aller Zei­ten und nun war ich mir sicher, dass es heute ein spit­zen Tag wird.

Jump!

Wir haben uns auf zwei Boote auf­ge­teilt und in unse­rem Boot waren wir zu sechst plus unse­rem Guide. Wir waren ca. drei Stun­den unter­wegs und es gab drei kurze Stopps. Ein­mal bei einem Was­ser­fall und zwei Mal gab es die Mög­lich­keit, von 4–5 Meter ins Was­ser zu sprin­gen, was ich sehr emp­feh­len kann 😊. Wir hat­ten einen rela­tiv hohen Was­ser­stand und so ging es beim Raf­ting ordent­lich zur Sache. Wer Lust hatte, konnte sich zwi­schen­durch auch mal ein biss­chen trei­ben las­sen und ein­mal übten wir wäh­rend der Fahrt eine Ret­tungs­ak­tion, bei der jemand aus dem Boot fal­len sollte. Am Ende gab es die Mög­lich­keit, warm zu duschen und spä­ter wurde noch gegrillt. Ich war am Abend nicht mehr dabei, aber wie ich gehört habe, sind viele noch bis halb zwei unter­wegs gewe­sen 😊. Als ich ein paar am nächs­ten Mor­gen getrof­fen habe, wirk­ten alle wie­der fit!

Ein gelun­ge­ner Tag

Alles in allem war es ein super orga­ni­sier­ter und wun­der­schö­ner Tag am Was­ser mit gut gelaun­ten Men­schen, die auch Lust auf Natur und Sport hatten.
Im Ver­gleich zu unse­ren Events steht hier die Akti­vi­tät an sich im Vor­der­grund und nicht das Daten, das pas­siert ganz ein­fach neben­bei. Das heißt, es wird nicht wie bei unse­ren Events dar­auf geach­tet, das jeder jede ken­nen­lernt und umge­kehrt, son­dern hier steht das Ken­nen­ler­nen in der Gruppe im Vor­der­grund. Auch gibt es am Ende keine Matching She­ets, aber das war bei die­sem Event kein Thema, da wir fast den gan­zen Tag zusam­men waren und beim Gril­len flei­ßig Num­mern aus­ge­tauscht wurden.
Also ich kann diese Tour allen emp­feh­len, die mal aus Wien raus kom­men wol­len und Lust auf ein ganz­tä­gi­ges Grup­pen­er­leb­nis haben, mit Sin­gles, die auch gerne Raften.

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