Freie Fahrt

Wir star­ten mit unse­rer Dating-Story Reihe! Dating-Geschich­ten, die Men­schen erlebt und uns zuge­schickt haben. Den Beginn macht Erik:

Ich habe mich bei unse­rem ers­ten Date in meine jet­zige Frau ver­liebt, was eigent­lich gar kein Date sein sollte. Wir haben uns in den ers­ten Mona­ten des Stu­di­ums ken­nen­ge­lernt und sind Teil der­sel­ben Gruppe von Freun­den gewor­den. Wir sind in der Gruppe und bei Ver­an­stal­tun­gen rum­ge­han­gen, aber nie­mals nur wir beide.

Sie hatte kein Auto, ich schon – und das stellte sich als gro­ßer Vor­teil her­aus. Wir hin­gen zwi­schen den Vor­le­sun­gen im Café ab und sie spürte eine Erkäl­tung aufkommen.

Sie brauchte Medi­zin, sofort!

Ich mit mei­nem Auto — und schon leicht ver­knallt in der Hoff­nung sie würde es erwi­dern — bot an, sie zum Ein­kaufs­zen­trum zu fah­ren, um die Medi­zin zu holen. Sie stimmte zu und es ging los.

Ich war noch nie so ner­vös beim Auto fah­ren gewe­sen. Mein Herz pochte in mei­ner Brust und meine Hände schwitz­ten am Lenk­rad, aber wir kamen gesund und mun­ter an und unter­hiel­ten uns wäh­rend dem Weg über unser Leben.

Wir haben die Medi­zin bekom­men, dann habe ich Pizza vor­ge­schla­gen. Als sich das Gespräch über ein paar Stü­cke bil­li­ger Pizza ver­tiefte, beschlos­sen wir beide, unsere nächste Vor­le­sung zu schwän­zen und statt­des­sen spa­zie­ren zu gehen. Die Herbst­luft und die wech­seln­den Blät­ter waren eine wun­der­schöne Kulisse, als wir durch die Stadt gin­gen, über unsere Hoff­nun­gen und Träume spra­chen und uns verliebten.

Zumin­dest ich ver­liebte mich, aber spä­ter fand ich her­aus, dass sie es auch tat. Puh.

Schließ­lich, als die Sonne unter den Ber­gen unter­ging und den Him­mel färbte, beschlos­sen wir, nach Hause zu fah­ren. Die Ner­vo­si­tät, die ich auf dem Weg zum Ein­kaufs­zen­trum ver­spürte, war durch ein Gefühl der Zufrie­den­heit ersetzt wor­den. Ihre zarte Hand ruhte auf meiner.

Als ich sie schließ­lich vor ihrem Wohn­heim absetzte, war diese Ner­vo­si­tät zurück­ge­kehrt. Ich wollte sie küs­sen, aber hatte Angst, den schö­nen Tag, den wir hat­ten, zu rui­nie­ren. Zum Glück traf sie die Wahl für mich und gab mir einen leich­ten Kuss auf meine Wange, bevor sie hineinrannte.

Ich konnte das Grin­sen für den Rest der Nacht nicht von mei­nem Gesicht bekom­men. Ehr­lich gesagt kann ich es immer noch nicht, wenn ich nur daran denke, wie unser gemein­sa­mes Leben bei die­sem ers­ten Date begann.

Foto­credit: Joy Kirr