Warum
Online-Dates
bes­ser als
ihr Ruf sind

2020 war defi­ni­tiv DAS Jahr für Online-Dates („what to do on a vir­tual date“ war einer der Such­an­fra­gen-Trends[1]).  Im ers­ten Moment fühlt es sich wie ein mage­rer Trost­preis an, aber Online-Dates haben durch­aus ihre Vor­züge gegen­über einem Tref­fen in einer Bar oder einem Café. Beleuch­ten wir ein paar posi­tive Sei­ten eines (ers­ten) Dates über einer Videokonferenz-Plattform:

Keine Ablen­kun­gen

Das Para­de­bei­spiel für Ablen­kung wäre das klas­si­sche Kino-Date, bei dem man nach dem Film vom ande­ren weiß an wel­chen Stel­len er/sie lacht oder weint, aber viel mehr dann wohl auch nicht. Aber auch dort wo man nicht beim Spre­chen böse ange­zischt wird, lau­ern viele reiz­volle Ablen­kun­gen: Bars oder Restau­rants bie­ten eine Fülle an auf­merk­sam­keits-haschen­den Din­gen. Eine wei­tere typi­sche Situa­tion: Die Musik ist so laut, dass die Hälfte der Kon­ver­sa­tion aus „Was hast du gesagt?“ besteht. Ein Video-Call zwingt uns zur Basis zurück­zu­schrau­ben und uns ein­zig und allein auf unser Gegen­über zu fokus­sie­ren. (Falls jemand meint, der Com­pu­ter selbst sei die größte Ablen­kung: Schal­tet alles andere aus. Man merkt es wirk­lich, wenn jemand was ande­res am Com­pu­ter macht.)

Inti­mer

Es erscheint para­dox, aber ein Online-Date kann sogar inti­mer sein. Man lädt jeman­den vir­tu­ell in das eigene Zuhause ein – das ist schon ein gro­ßer Schritt 😉 Man kann das Haus­tier vor­stel­len oder sogar eine Haus­tour geben (zumin­dest von den auf­ge­räum­ten Ecken). Dabei kön­nen die eige­nen Inter­es­sen viel leben­di­ger sicht­bar wer­den und viel­leicht ent­deckt man auch Gemeinsamkeiten.

Zeit und Geld sparen

Es klingt viel­leicht banal, aber Online-Dates sind ein­fach güns­tig. Gerade am Anfang kann es unan­ge­nehm sein über Finan­zi­el­les zu reden. Ein Date kann preis­lich sehr unter­schied­lich aus­fal­len, je nach­dem ob man sich im Beisl trifft oder bei einem Din­ner in the dark. Und einen krea­ti­ven oder enthusia­ti­schen Vor­schlag wegen Geld abzu­leh­nen, kann nicht so leicht sein. Außer­dem erspart man sich bei einem Video-Date das ver­le­gene „Wer zahlt was“-Gespräch. Neben Geld wird auch noch Zeit gespart aus offen­sicht­li­chen Grün­den 😉 Durch COVID wer­den Video-Dates viel­fach als Scree­ning genutzt, um fest­zu­stel­len, ob genug Che­mie für ein Off­line-Tref­fen da ist.

Sicher­heit

Bei mei­nen Dating-Erfah­run­gen habe ich mich zum Glück immer sicher gefühlt, aber lei­der ist das keine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Bei einem Online-Date braucht man kei­nen Backup-Plan, muss nie­man­den infor­mie­ren sobald man sicher zu Hause ist oder braucht am Abend nicht auf sein Getränk zu achten.

Für viele mögen Online-Dates nicht die erste Wahl sein und zuge­ge­be­ner­ma­ßen waren wir selbst dabei auch keine Aus­nahme. Aber nach bald einem Jahr Online-Events sind sie mir an’s Herz gewachsen.