Was bedeu­tet Slow Dating für uns?

Wir wer­den oft gefragt, warum wir uns Slow Dating Events genannt haben und wie wir uns mit „Slow Dating“ ver­bun­den füh­len. Unsere Gedan­ken dazu haben wir hier zusammengefasst:

In Slow Dating steckt das Wort LANGSAM.

So wie bei unse­ren Namens­part­nern „Slow Food“, oder auch bei „Slow Sex“, geht es für uns beim Slow Daten auch um Ent­schleu­ni­gung. Sich Zeit neh­men und den Moment genie­ßen. Ohne Ablen­kun­gen und Druck sich voll auf sein Gegen­über einlassen.

Es geht um Achtsamkeit …

Slow Dating bedeu­tet für uns, sich ein­zu­las­sen auf den Moment und zu schauen was kommt. Das heißt oft auch, sich ein­zu­las­sen auf etwas Neues. Das braucht Ver­trauen und manch­mal auch ein biss­chen Mut, um seine Kom­fort­zone zu ver­las­sen – aber es zahlt sich aus, der Gewinn kann enorm sein. Die eigene Offen­heit und Ver­traut­heit gibt dem Gegen­über Sicher­heit und führt so zu einer span­nen­den, inter­es­san­ten, lie­be­vol­len Flir­tath­mo­sphäre in der tie­fer­ge­hende und berei­chernde Gesprä­chen ent­ste­hen können.

Jedes Dating ist neu, ich schau immer was ist genau jetzt, ohne das Ziel im Kopf zu haben, ohne einem Ziel hin­ter­her zu hecheln.

… und um Absichtslosigkeit.

Slow Dating bedeu­tet, alle seine Erwar­tun­gen zurück­zu­ste­cken. Das ist oft gar nicht so leicht und je län­ger wir Sin­gle sind, desto grö­ßer wer­den diese Erwar­tun­gen und die eigene Check­liste. Unser Tipp: Lasst diese Check­liste zu Hause und kommt mit einer kind­li­chen Neu­gierde. Lass euch drauf ein, was pas­siert und schaut was in dem Moment das Rich­tige ist. Ohne nach dem ers­ten kur­zen Ein­druck das Bild der Per­son schon fer­tig im Kopf gemalt zu haben. Slow Daten heißt auch, sich auf den Moment ein­zu­las­sen und das führt zu Momen­ten, in denen man ein biss­chen die Kon­trolle abge­ben muss, da man nicht weiß was als nächs­tes pas­sie­ren wird. Das sind die Momente, in denen man sich leben­dig fühlt und das volle Leben spürt. Also eine per­fekte Situa­tion, um eine neue Per­son kennenzulernen.
Mihaly Csiks­zent­mi­ha­lys spricht in die­sem Zusam­men­hang von einem Flow Erleb­nis – einem Zustand des Glücks­ge­fühls, den man erhält, wenn man völ­lig im Tun auf­geht. Kin­der haben die­ses Gefühl mehr­mals täg­lich, wir Erwach­se­nen nur wenige Mal die Woche. Also las­sen wir uns wie­der drauf ein und wo, wenn nicht beim Dating, wenn wir am Ende even­tu­ell mit einer wun­der­vol­len Begeg­nung belohnt wer­den oder sogar eine lang­jäh­rige Bezie­hung entsteht.

Slow Dating als Gegen­be­we­gung zum Leistungsdruck.

Slow Dating geht nur ohne Leis­tungs­druck. Wir leben in einer Wett­kampf- und Leis­tungs­ori­en­tier­ten Welt, in der es nicht schnell genug gehen kann. „Zeit ist Geld“ – es geht um Effek­ti­vi­tät! In einem Rat­ge­ber für effek­ti­ves Arbei­ten las ich den Tipp, die Mor­gen­zei­tung am Home-Trai­ner zu lesen und neben­bei noch den Kaf­fee zu trin­ken, damit ja keine kost­bare Zeit ver­lo­ren geht. WAU! Lei­der setzt sich die­ser Trend auch beim Online Dating fort. Zum Bei­spiel bei Tin­der, wo die Aus­wahl so rie­sig erscheint, dass ich am bes­ten jeden Tag ein paar Mal wische, um ja nichts zu ver­pas­sen und effek­tiv zu mei­nem rich­ti­gen Partner*in komme.
Oft sind wir frus­triert nach zu vie­len schlecht gelau­fen Dates und der Leis­tungs­druck steigt. Hier kann es hel­fen die STOPP Taste zu drü­cken und noch ein­mal neu und anders durch­zu­star­ten. Warum nicht mal Slow Daten. Den gan­zen ange­stau­ten Leis­tungs­druck raus­las­sen und sich ganz neu auf das Date ein­las­sen, als wäre es das erste, als gebe es nicht die gan­zen Geschich­ten davor, als gebe es nur die­sen einen Moment.

Einen zwei­ten Blick wagen.

Slow Dating beinhal­tet auch sich Zeit­neh­men zum Nach­fra­gen. Dem Date eine wirk­li­che Chance geben und nicht gleich nach dem ers­ten Ein­druck weg­wi­schen. Wie heißt es so schön, Liebe auf den ers­ten Blick funk­tio­niert nur, wenn er durch den zwei­ten Blick bestä­tigt wird.

Daten muss nicht anstren­gend sein.

Genieße den Weg! Wenn wir immer nur auf der Auto­bahn von A nach B unter­wegs sind, dann über­se­hen wir oft die gan­zen schö­nen Abzwei­gun­gen und wir ver­pas­sen die vie­len schö­nen uner­war­te­ten Momente. Lass dich auf diese uner­war­te­ten Momente ein, ohne ein Rolle Spie­len zu müs­sen, ohne funk­tio­nie­ren zu müs­sen, ohne es dem ande­ren recht machen zu müs­sen, ohne die eige­nen Gefühle zu unter­drü­cken. All das macht das Daten so anstren­gend. Lasst uns so sein, wie wir sind und uns auch noch gut dabei fühlen.

Über sich selbst lernen.

Slow Dating heißt auch, sich offen und ehr­lich aus­zu­drü­cken und dem Gegen­über zu zei­gen, wie es mir gerade dabei geht und was ich gerne habe und was nicht. Dafür braucht es auch die Bereit­schaft, seine eige­nen Bedürf­nisse ken­nen­zu­ler­nen. Das kann dazu füh­ren, dass alte Mus­ter auf­ge­bro­chen wer­den und alles im Kopf ein biss­chen durch­ein­an­der­ge­bracht wird. Beim Neu­sor­tie­ren lernt man viel über sich selbst.

Dating ist so viel­sei­tig und jeder/e kann für sich selbst die schö­nen Sei­ten ent­de­cken – wir beglei­ten euch dabei!

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